Die Sims 3 im Gamezone-Test

Test Patrick Büssecker

Auch der dritte Ableger für Wii kann nicht überzeugen und schneidet sogar noch schlechter ab als die beiden Vorgänger.

Selbst eingefleischte Fans von EAs beliebter und erfolgreicher Computerspiel-Serie Die Sims dürften große Probleme bekommen, alle bisher erschienenen Teile, Ableger oder Spin-Offs aufzuzählen. Machte doch die Reihe nicht nur den Computer unsicher, sondern stattete auch diversen Konsolen und Handhelds einen Besuch ab, darunter auch nicht ganz so erfolgreiche Geräte, wie beispielsweise das N-Gage aus dem Hause Nokia. Bei den "normalen" Teilen ist es dagegen ziemlich übersichtlich, denn im vergangenen Sommer erschien mit Die Sims 3 erst der dritte Teil der Reihe für Windows und Mac, der abermals hervorragende Wertungen einheimsen konnte. In unserem Review von Kollege Jonas Küßner konnte der Titel dabei nicht nur 8,7 von 10 Punkte abstauben, sondern wurde auch mit dem Gamezone Gameplay Award in Silber ausgezeichnet. Da überrascht es auch kaum, dass einige Zeit später wieder die Konsolenspieler mit einer Version versorgt werden und neben der Xbox 360 und der Playstation 3, wurde auch die Wii mit Die Sims 3 bedacht.

Die Sims 3 Die Sims 3 Wenn man mal von den unzähligen MySims-Spielen für die Wii absieht, gibt es auf der Wii bisher nur ganze zwei Sims-Teile, nämlich Die Sims 2: Haustiere und Die Sims 2: Gestrandet. Somit erschien nun mit Die Sims 3 nicht nur der erst dritte Sims-Ableger für die Wii, sondern auch der erste der "offiziellen" Reihe. Umso gespannter dürften natürlich die Wii-Fans nun darauf sein, was der neue Ableger so auf dem Kasten hat, denn die beiden eben erwähnten Wii-Teile konnten bisher nur bedingt überzeugen. So wurde beispielsweise bei Die Sims 2: Haustiere vor allem die Steuerung auf der Wii kritisiert, welche etwas umständlich und teilweise auch verwirrend war. Diese ist auch beim neuen Teil nicht ganz ideal, aber da kommen wir später noch ausführlich drauf zu sprechen.

Ladezeiten ohne Ende!

Die Sims 3 Die Sims 3 Zunächst bietet sich auch auf der Wii das gewohnte Gameplay. Bevor es losgeht könnt ihr wieder entweder einen Sim selbst erstellen oder euch schnell einen zufällig generieren lassen. Dabei habt ihr bereits zu Beginn die Wahl, ob ihr lieber als Single das Spiel starten möchtet oder gleich als Familie mit mehreren Kindern an den Start geht. Doch bereits beim Erstellen des eigenen Sim und der Festlegung diverser Attribute wird euch eines wohl sofort auffallen: Die Ladezeiten! Kaum eine Aktion im Spiel kann ausgeführt werden ohne, dass Geräusche aus dem Laufwerk der Wii zu hören sind. Der Laser rattert hin und her und spürbare Ladezeiten machen sich breit. Das wird sich auch das komplette Spiel leider kaum ändern, was einen ziemlichen Minuspunkt der Wii-Version darstellt.

Die Sims 3 Die Sims 3 Ansonsten erwartet euch aber beim Erstellen die gewohnte Kost. Die Möglichkeiten sind durchaus zahlreich und praktischerweise versorgt euch das Spiel nebenbei mit nützlichen Tipps und Erläuterungen. Ein Tutorial als solches entfällt also. Dabei steht nicht nur das Verändern des Aussehens auf dem Programm, sondern noch unzählige andere Dinge, wie beispielsweise persönliche Merkmale oder der Lebenswunsch. Der Lebenswunsch ist gar nicht so unwichtig und wird euch im Spiel immer begleiten, schließlich möchte dieser ja auch von euch erfüllt werden. Die Auswahl an Lebenswünschen ist in Ordnung und sollte die verschiedenen Geschmäcker abdecken. Möchtet ihr als Lebenswunsch lieber eine steile Gangster-Karriere starten, als Mediziner Karriere machen oder lieber mit 10 Sims eine Beziehung eingehen? Auch etwas skurrile Lebenswünsche sind mit von der Partie und so könnt ihr zum Beispiel als Lebenswunsch auch auswählen, dass ihr einen reichen Ehepartner überleben sollt oder Großmeister im Schach werden müsst. Einige wenige Lebenswünsche sind jedoch zu Spielbeginn nicht verfügbar und müssen erst freigeschaltet werden.

Habt ihr euren Sim und mögliche andere Familienmitglieder erstellt, kann es auch endlich losgehen und ihr müsst euch für eine der verfügbaren Immobilien entscheiden. Wahlweise könnt ihr hierbei entweder ein unbebautes Grundstück oder eine möblierte bzw. leer stehende Immobilie erwerben. Aufgrund der zu Beginn sehr knappen finanziellen Mittel habt ihr jedoch keine freie Auswahl und müsst euch vorerst mit eher kleinen Häusern begnügen. Aber keine Sorge, auch diese können mit zunehmenden finanziellen Möglichkeiten ausgebaut und vergrößert werden.

Nach dem Kauf findet ihr euren Sim vor der jeweiligen Immobilie wieder und könnt endlich so richtig loslegen. Wobei am Anfang das Spiel immer wieder durch eingeblendete Hinweise unterbrochen wird. Einerseits ist dies natürlich ziemlich praktisch, andererseits stört es mit der Zeit allerdings schon, wenn man sich nicht mit den Grundlagen des Spiels beschäftigen möchte, sondern lieber in Ruhe die Gegend erkunden und sich selbst ein Bild vom Titel machen will.

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