Motorstorm 3: Apocalypse im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Motorstorm Apocalypse ist die pure Anarchie in Rennspiel-Form, leider aber trüben viele Bugs das Online-Spielvergnügen.

Das erste Motorstorm erschien zum Start der PlayStation 3 und sollte beweisen, was die Konsole technisch leisten kann. Mit Motorstorm Apocalypse ist der mittlerweile dritte Teil in den Läden, der ein weiteres Mal herrlich anarchischen Fahrspaß bieten soll.

Ohne jegliche Regeln

Motorstorm 3: Apocalypse Motorstorm 3: Apocalypse Wie es bei der Serie Tradition ist, dürfen wir uns bei Motorstorm Apocalypse erneut auf einen Setting-Wechsel freuen. Dieses Mal rasen die Kontrahenten durch eine verlassene amerikanische Großstadt nach dem Vorbild von San Francisco, die aufgrund eines Erdbebens evakuiert wurde, der perfekte Spielplatz für die zahlreichen Chaoten, die sich in 13 Fahrzeugklassen heiße Rennen liefern. Neben LKWs, Monstertrucks oder Buggys darf man auch Platz auf Quads, Motorrädern, in Stock-Cars oder Rally-Bolide nehmen, weswegen sich ein buntes Fahrerfeld aus bis zu 16 Fahrzeugen ergibt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Mit einem Motorrad ist man zwar agil und schnell unterwegs, doch dafür kann man von einem schweren Truck einfach aus dem Weg geräumt werden, da sich die KI durchaus aggressiv verhält und teils sehr unfair zu Werke geht, was allerdings ins Spielprinzip passt. Wir selbst können unseren Feind auch rammen, wobei die Takedowns nicht ganz so einfach anwendbar sind wie zum Beispiel bei der Burnout-Serie. Es ist viel wahrscheinlicher, dass man sich dadurch selbst abschießt.

Motorstorm 3: Apocalypse Motorstorm 3: Apocalypse Der Singleplayer-Modus ist in drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt, die jeweils die Geschichte eines anderen Charakters erzählen. Als Rookie hat man es nicht ganz so schwer und muss in den Rennen mindestens den fünften Rang belegen, später sollte man allerdings weitaus besser werden. Durch das erste Drittel kommt man noch recht schnell, doch nach 2-3 Stunden wird es happig. Einige Rennen erfordern äußerste Konzentration und sind nur nach mehrmaligen Versuchen zu meistern, wodurch etwas Frust aufkommen kann. Das liegt auch am etwas unausgewogenen Schwierigkeitsgrad. Da beißt man sich an einem Rennen die Zähne aus, während das nächste im ersten Versuch gemeistert wird. Neben den typischen Positionswettkämpfen stehen ebenfalls Zeitfahrten und Eliminatoren auf dem Karriere-Merkblatt. Während des Story-Modus muss leider mit fest vorgegebenen Vehikeln gefahren werden. Das bedeutet zwar, dass man alle 13 Klassen ausprobieren muss und somit genügend Abwechslung geboten wird, andererseits darf man nicht mit seinem Lieblingsfahrzeug in die Schlacht ziehen, denn als Rennen können diese Wettbewerbe kaum noch bezeichnet werden. Die rudimentäre Geschichte mit ihren überzeichneten Charakteren wird in dezent animierten Comic-Strips erklärt, die einen Stilbruch zum Rest des Spiels darstellen und nicht wirklich hübsch ausfallen.

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