Dead Space 2 im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Die Inhalte, die eure Mütter Spiele hassen lassen: Blut, Köpfe abhacken, Gedärme und massig Monster. Alles in einem Test!

Als EA vor zwei Jahren das schaurig-schummrige Horrorspektakel Dead Space auf den Markt brachte, rechnete niemand mit einer Veröffentlichung in Deutschland. Beim zweiten Teil nun gab es sogar erstmals in der Geschichte der USK ein Appellationsverfahren des Landes Bayern gegen die Zulassung. Gebracht hat es nichts: Das Spiel erscheint leicht verspätet am 3. Februar in Deutschland und wird Land auf, Land ab für dieses fiese Gefühl im Bauch sorgen, dass man auch in Horrorfilmen immer hat. Dieses Wissen, gleich passiert was... Und dann erschrickt man dennoch! Wir haben das Spiel schon seit Weihnachten in unseren Laufwerken.

Dead Space 2 Dead Space 2 In einem Labor wacht Isaac Clarke auf, gefesselt und gehalten wie ein Verrückter. Vor ihm das Chaos: Nekromorphs fressen sich durch seine Anstalt, sein Befreier wird vor den Augen des Spielers verwandelt und darüber hinaus kämpft der Gute mit der Demenz. Seine Frau, die, die er auf der Ishimura gesucht hat, verfolgt ihn in seinen Träumen und sie scheint nicht sonderlich gut drauf zu sein. Was also ist passiert? Das gilt es in Dead Space 2 zu ergründen und dabei trifft man gleich auf mehrere Personen, die einen durch den Schlamassel lotsen und teilweise sogar begleiten. Das ändert aber nichts am Grundtenor des Spiels: Du bist allein, deal with it! Nun ja, nicht ganz... Da sind ja noch die Massen an fiesen Monstern, die einem, wenn man sie lässt, genüsslich den Kopf absäbeln und dann Ping Pong mit Clarkes Innereien spielen.

Mit dem Plasma Cutter gegen Horden von Nekros

Dead Space 2 Dead Space 2 Wie im ersten Teil schon wird man nach relativ kurzer Zeit mit einem Plasma Cutter ausgerüstet, der für einige Zeit die einzige Möglichkeit bleibt, sich fiesen Nekromorphs zu entziehen. Allzu viel Neues aber sollte man sich von Dead Space 2 nicht erwarten: Es gibt erneut actiongeladene, mit zahlreichen Schockmomenten garnierte und grandios vertonte Momente in dunklen Raumschiffen und in der Schwerelosigkeit des Alls. Große Teile der Zeit ist man allein unterwegs und hat nur gelegentlich Begegnung mit plötzlich aus Wänden springenden Monstern, allerhand Leichen und Gegnern, denen man die Extremitäten abballern muss. Einige Elemente, wie etwa die Steuerung im schwerelosen Raum, Missionen im Weltall (wie schon auf der Gamescom gezeigt) und kleine Minigames sind zwar neu, ansonsten aber orientieren sich die Visceral Studios an dem, was sie im ersten Teil bereits grandios hingekriegt haben: Einer hammermäßigen Atmosphäre, vorbeihuschenden Schatten und Schockern wie sie im Buche stehen. Behelfen kann sich Clarke erneut mit Kinesis und Stasis-Kräften, und dieses Mal werden sie wirklich notwendig sein, sogar in den niedrigen Schwierigkeitsstufen.

Dead Space 2 Dead Space 2 Natürlich gibt es einige kleinere Änderungen: Während Isaac im ersten Teil blass und stimmlos erschien, ist er nun auch mal ohne Maske unterwegs und spricht via internen Kommunikationssystemen mit mehreren Leuten, die ihm innerhalb der Station, von der er fliehen möchte, helfen wollen. Visceral schafft es hier tatsächlich, Vorfreude aufzubauen, endlich auch menschliche Helfer zu treffen, nachdem man so lange allein im All unterwegs ist. Im letzten Moment und ganz dramaturgisch ist das dann nicht möglich - weil mal wieder ein Nekro die letzte Glastür, die uns von unseren Helfern trennt, unschädlich macht oder ein kaputter Aufzug mal wieder zu langen Umwegen zwingt.

Typische Dead Space-Schocker

Dead Space 2 Dead Space 2 Wie das Action-Gameplay ist auch die Umgebung wieder brillant ausgefallen. Die engen Gänge, spärlich beleuchteten Räume und fiesen Fallen sind ähnlich schockierend ausgefallen, wie im ersten Teil. So kann man sich mittlerweile nicht einmal mehr an Shops oder Savepoints sicher fühlen - mehrmals geschah es, dass nachdem das Save-Menü sich schloss neben uns eine Leiche zu neuem, nekromorphen Leben erwachte und direkt einen Ladevorgang nötig macht. Auch bringt es nichts, sich in der Hitze eines Gefechts ins Inventar zu flüchten: Das Spiel läuft ungnädig weiter, ganz egal was man macht. Und spätestens, wenn man in Dead Space 2 alte Bekannte wiedertrifft, wird der Puls bei 200 Schlägen die Minute angekommen sein.

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