Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Solide, wenn auch technisch nicht gerade umwerfende Kost für Kids und vor allem Fans.

Sommerferien im Ferienlager: Gähnend langweilig, für Benjamin Tennyson aber der Anfang einer grandiosen Karriere als frisch gebackener Zeichentrickheld. Was einst unter Ben 10 startete und mit Ben 10 Alien Force weitergeführt wurde, ging mittlerweile in Ben 10 Ultimate Alien über. Aus dem Kinderstar wurde ein langsam erwachsen werdender Teenager mit 16 Jahren, der aber weiterhin dank des Omnitrix bzw. nun Ultimatrix zahlreiche - noch stärkere - Alienformen annehmen kann. Das passende Spiel zur Serie kam nach einigen Monaten Verspätung (aufgrund des Serienstarts im hiesigen TV) nun doch in den deutschen Handel, doch hat sich das Warten auch wirklich gelohnt?

Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Die Kids werden sich sicherlich darauf freuen, in der Rolle ihres Idols den bösen Buben eins aufs Dach zu geben. Welches Kind möchte denn nicht in die Haut eines Helden schlüpfen und damit große Abenteuer erleben? An diese Zielgruppe richtet sich Cosmic Destruction in vielerlei Hinsicht, unter anderem der Aufmachung, dem Schwierigkeitsgrad und der dadurch vorhandenen Spielzeit, die für erfahrene Gamer aber ebenfalls etwa zehn Stunden umfassen kann - je nachdem wie eilig man das Spiel wieder aus der Konsole ziehen möchte. Die Geschichte in Cosmic Destruction ist so einfach wie simpel und eine Kopie aus vergangenen Abenteuern: Die Erde wird wieder einmal durch einen Oberschurken bedroht, welcher sich altertümliche, außerirdische Artefakte unter den Nagel reißen und somit das Universum inklusive des blauen Planeten unterjochen möchte. Na wenn das mal keine einfallsreiche Geschichte ist ...

Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Dennoch wird die Story recht schick inszeniert und präsentiert sich in teilweise gar minutenlangen gerenderten Videosequenzen, die zumindest auf ihre Art das Flair der Zeichentrickserie gut einfangen und auch den scheuen TV-Programm-Nutzern Ben und seine Freunde näher bringen. Man freut sich fast gar auf den Abschluss eines der acht Level, nur um wieder dem Gelaber der Truppe oder des Schurken lauschen zu können. Selten, dies scheint auch leider ein kleiner Fehler in den Dateien zu sein, klingen die Synchronsprecher regelrecht scheppernd und dumpf, als ob die Audiospur viel zu stark und selbst für Schwerhörige wahrnehmbar komprimiert wurde. Das ist aber wirklich nur ganz selten der Fall und darüber hinaus ertönen vor allem der Soundtrack, die akustischen Effekte und sonstigen Sprachsamples klar aus den Boxen. Der Gesamtmix geht in Ordnung, bietet aber wahrlich nichts besonderes und vor allem musikalisch gesehen eher schmalspurige, nicht sonderlich eingängige und sich wiederholende Kost. Die Kids sollten übrigens auch des Lesens mächtig sein, denn nur die Bildschirmtexte und Untertitel sind in Deutsch gehalten, während die Sprachausgabe selbst bei den Erläuterungen kompett in Englisch daher kommt.

Ein kinderleichtes Spiel?

Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Ben reagiert mal wieder auf Notrufe und erahnt anhand einiger erster Fakten recht schnell, wohin ihn seine Reise führen wird und was Sache ist. Das Abenteuer startet in Rom, jagt uns zusammen mit dem Helden aber um die halbe Welt unter anderem nach Paris, Tokyo und China. Rein technisch viel Abwechslung, blickt man auf die zahlreichen touristischen Attraktionen dieser Länder. Für solche Abstecher hat Ben aber wahrlich keine Zeit, denn überall wird der Teenager von Feinden überfallen und muss sich mit Händen und Füßen per einfachem Tastendruck zur Wehr setzen. In menschlicher Gestalt würde wohl auch er bald den letzten Hauch ausatmen - doch dank des Ultimatrix, einem technisch hoch visiertem Alien-Armband, kann sich Ben wie gewohnt in diverse Kreaturen verwandeln und somit seine unterschiedlichen Stärken ausspielen!

Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Ben 10 Ultimate Alien: Cosmic Destruction Kein Boss kann sich ihm nun mehr in den Weg stellen, oder doch? Sie wagen und versuchen es zumindest immer und immer wieder, auch wenn die Feinde sogar geklont werden müssen. Doch im Verlaufe des Abenteuers sammelt Ben zusätzliche Energie, welche im Pausenmenü oder zwischen den Welten für praktische Upgrades verwendet wird. Damit erlernen die bis zu zehn Kreaturen nicht nur neue Attacken, auch deren Attribute wie Kraft, Ausdauer und ähnliches werden zusätzlich gesteigert und erhöhen somit die Überlebenschance. Wer dazu noch ab und an in die Defensive ausweicht, einige Attacken des Feindes blockt und damit zum Beispiel Schildträger überwindet, die sonst gegen viele andere Attacken geradezu immun sind, ackert sich unermüdlich durch die sehr linear aufgebauten Welten.

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