Need for Speed: Shift 2 Unleashed im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Die neue Helmkamera funktioniert hervorragend, nach dem Rennen fühlt man sich wie nach einem Ritt auf einem eisernen Stier.

Im Rennspielgenre noch mit Innovationen auftrumpfen zu können ist kaum mehr möglich, könnte man meinen. Electronic Arts versucht dies aktuell in Shift 2 mit einer völlig neuartigen Helmkamera, welche den Spieler voll ins Geschehen mit einbeziehen soll, ihn glauben lassen soll, dass er tatsächlich hinter dem Lenkrad des Boliden sitzt. Solche Versuche gab es schon einige und meisten glänzten sie dadurch, dass sie es dem Spieler einfach nur schwerer machten die Fahrzeuge zu kontrollieren, indem sie ihm die Sicht nahmen oder ihn mit übertriebenen Grafikspielereien blendeten, so dass man am Ende dann doch wieder auf die gewohnte Kamera umschaltete um Bestzeiten erringen zu können. Lest in unserem Test ob Shift 2 Unleashed das anders macht und ob es den Slightly Mad Studios gelungen ist dem Spieler ein Mittendrin-Gefühl zu vermitteln.

 Need for Speed: Shift 2 Unleashed Need for Speed: Shift 2 Unleashed Der Einstieg in Shift 2 fällt mustergültig aus. In zwei kurzen Rennen, einmal gegen die Zeit und das andere mal gegen echte Konkurrenten, ermittelt das Spiel welche Fahrhilfen uns empfohlen werden und auf welchem Niveau die Mitstreiter agieren. Gleichzeitig machen wir dort auch die erste Erfahrung mit der Helmkamera, die im Grunde so neu gar nicht ist aber in Shift 2 schon besonders gelungen daherkommt. Denn wo andere Rennspiele bei exakt demselben Versuch daran scheiterten, dass durch die heftigen Bewegungen des Kopfes der Spieler den gefühlten Kontakt zum Auto verlor, funktioniert dies in Shift 2 erstaunlich gut. Auf der einen Seite hat man wirklich das Gefühl der Fahrer im Auto zu sein, auf der anderen Seite aber kann man dies nach wie vor gut unter Kontrolle halten. Es stellt kein Problem dar die richtigen Einlenkpunkte zu treffen oder sich zwischen zwei Konkurrenten durch zu schieben, denn der Blickwinkel wurde optimal gewählt und die Bewegungen des Kopfes mehr durch den Helm visualisiert als durch die Bewegung der virtuellen Augen selbst. Der Effekt ist nur schwer zu beschreiben, funktioniert aber wirklich hervorragend.

 Need for Speed: Shift 2 Unleashed Need for Speed: Shift 2 Unleashed Generell kann das Handling der Fahrzeuge vom ersten Augenblick an überzeugen, auch wenn man Anfangs noch das Gefühl hat die Wagen würden zu leicht ins Rutschen geraten. Das gibt sich aber sobald man sich traut diese so richtig hart anzufassen, sie legen es nämlich regelrecht darauf an die die Kurven gewuchtet zu werden, bis die Reifen quietschen und wir kurz davor sind den Bodenkontakt zu verlieren. Hat man das erst einmal verinnerlicht, sind wahrlich spektakuläre Fahrmanöver direkt im Grenzbereich möglich. Und in dem bewegt man sich gern und oft, denn die Rennen in Shift 2 fühlen sich an wie der Ritt auf einem durchgegangenem Gaul, unglaublich adrenalintreibend und intensiv. Zu Beginn der Rennkarriere meint man noch dagegen wirken zu können, indem man seine Fahrzeuge mit neuem Fahrwerk und Reifen ausstattet, was im gewissen Rahmen auch wirklich hilft, doch stößt man dann in die oberen Klassen vor und versucht das erste mal einen McLaren F1 oder ein Koenigsegg zu beherrschen, kommt man sich vor wie der Reiter auf einem mechanischen Stier.

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