Trinity: Souls of Zill O’ll im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Würden Grafik und Questdesign mitspielen, wäre Trinity ein echt guter Titel. So lockt er leider nur alte Hasen hervor.

Für die wenigsten unter uns wird Trinity - Souls of Zill O'll ein Prequel darstellen, denn entsprechende Titel sorgten seinerzeit vor allem nur in Japan auf diversen Playstation Plattformen für Aufsehen. Exklusiv für die Playstation 3 dürfen Koei Fans nun aber auch in Europa Hand anlegen und in eine wie aus dem Handbuch geschnitzte Fantasy-RPG Welt eintauchen. Trinity hat alles, was ein zünftiges Action-RPG ausmacht, doch leider auch nicht wirklich viel mehr. Lest in unserem Review, warum dieser Titel nur Fans und hartgesottenen Kriegern zu empfehlen ist.

Trinity: Souls of Zill O’ll Trinity: Souls of Zill O’ll Das Schicksal des kleinen Areus ist ebenso rührend wie auch zum zerreißen: Als Halbwaise wächst der Junge verborgen auf, da sein indirekter Onkel Balor nach seinem Leben trachtet. Laut einer Prophezeiung wird der unscheinbare aber aufgeweckte Junge eines Tages Balor, den Herrscher über Vyashion, stürzen, weshalb schon sein Vater im verzweifelten Versuch die Familie zu schützen sein Leben lassen musste - selbst die direkte Blutverwandtschaft zum Obermacker hat diesbezüglich kein Erbarmen gebracht.

Trinity: Souls of Zill O’ll Trinity: Souls of Zill O’ll Tragische Szenen, die in einem epischen Überfluss auf uns einprasseln und nach vielen Minuten des opulenten Videospiel-Kinos regelrecht Gutes erhoffen lassen. Ein abgerundeter Traum, doch wie eine Seifenblase und ebenso empfindlich. Kaum an Höhe gewonnen, zerplatzt die schillernde Geschichte. Denn wirklich viel bleibt nicht über, wenn wir erst einmal mit unseren Händen den Controller umschließen und mit einigen wenigen Handgriffen die Bäuche der Gnome mit dem Schwert aufschlitzen. Nur noch wenige Videos erinnern an den grandiosen Einstig in das Abenteuer. Auch kein Wunder, ein simpler Rachefeldzug aus niederen Gründen gibt halt auch nicht wirklich viel Zündstoff her. Nun heißt es vielmehr willkommen in der Arena von Liberdum, in welcher der spitzohrige Held sein Kampftraining erhält und erste Erfahrungen im Zwist mit grässlichen Fabelwesen sammelt.

Einfach nur das Beste

Trinity: Souls of Zill O’ll Trinity: Souls of Zill O’ll Vom Mittelpunkt des Geschehens aus, soundtechnisch sicherlich recht gelungen durch eine feiernde Meute umgesetzt, geht Areus aber seinen ziemlich linearen und schon von der ersten Spielstunde nahezu vorhersehbaren Pfad, der durch Rachegelüste genährt und Wut getränkt ist. In sich gekehrt, gibt sich der Held gegenüber Fremde recht wortkarg und egoistisch, doch schnell sammelt sich wie üblich in einem Rollenspiel eine Truppe aus mehreren Charakteren, die zumindest zeitweise zusammen gegen unendliche Horden bestialischer Schergen ankämpft. Natürlich gilt es jeden mit entsprechendem Equipment auszustatten. Vorrangig stehen unterschiedliche Waffen zur Verfügung, je nach Kämpfer entsprechend Schwerter, Krallen und ähnliches, dazu ein gut poliertes Stück Rüstung mit hohen Abwehrkräften sowie resistente Accessoires. Mit so manchem Klunker werden nicht nur die Frauen verführt, sondern auch magische Effekte reflektiert und somit an der Resistenz gefeilt.

Trinity: Souls of Zill O’ll Trinity: Souls of Zill O’ll Viel ist das zumindest auf dem zweiten Blick nicht und dank, sicherlich auch positiv anzumerken, optimaler Vergleiche beim Händler lässt man sich auch auf keine Fälschungen und irgendwelchen Schmu ein. Es kommt nur das in den Warenkorb, was auch wirklich auf dem Schlachtfeld von Nutzen ist - abgekürzt gesagt einfach immer blind das, was die besseren Werte hat. Klar, so manche Feindtruppe kann hier ordentlich einschüchtern und vor allem die kleineren und größeren Bosse lassen aus einer smarten Keilerei ein regelrechte Stammtischfete werden, wenn ein göttlicher Trank nach dem anderen gelehrt wird. Doch wirklich spannend wird der Schlagabtausch, eine fetzige Orgie der Buttons, nie. Komisch, dennoch beweist auch Trinity, dass man mit der Priese eines scharfen Diablo-Gewürzes den Spieler trotz ernüchterndem Spielverlaufs bei Laune halten kann. Hier noch eine Quest, dort noch ein begehrtes Item und auf dem Berg noch den großen Drachen erledigen - einer geht noch, irgendwie!

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