Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Wer dieses Stück Software erwirbt, investiert in ein Effektfeuerwerk, das man zumindest einmal im Leben gesehen haben muss.

Viele Dinge im Leben geben nur in Kombination einen Sinn und machen dann auch erst richtig Spaß. Ein Auto steht ohne Fahrer nutzlos in der Gegend herum und verrostet im schlimmsten Fall. Mit Fahrer jedoch ergibt sich Nervenkitzel, Adrenalin und jede Menge gute Laune. Diesem Prinzip folgen auch die Comic-Schmiede Marvel und das Entwicklerstudio Capcom. Diese nutzen nun schon zum dritten Mal den aus der Kooperation entstehenden Synergie-Effekt und lassen ihre Charaktere von der Kette: Marvel vs. Capcom 3 - Live and let die!

Alle guten Dinge sind 3

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Die im Titel des Spiels bereits vorkommende Zahl hat nicht nur die Aufgabe dem Käufer aufzuzeigen, der wievielte Teil der Serie er im Begriff ist zu kaufen. Auch im Spielverlauf selbst spiegelt sich diese Zahl auf prägnante Weise wieder. Ein jedes Aufeinandertreffen beinhaltet drei Charaktere auf jeder Seite. Diese können sich abwechselnd am Kampf beteiligen und zur Not mit einer Kurzattacke dem Kameraden aus der Patsche helfen, um zusätzlich noch einmal für Schaden zu sorgen. Diese Kurzattacken sind ebenfalls wieder in drei verschiedene Varianten unterteilt und werden von euch vor Kampfantritt im Auswahlmenü festgelegt.

Erzählzeit ist Kampfzeit

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Dieser Parallelismus setzt sich weiter fort. Denn auf den Wiederspielwert reduziert bietet Marvel vs. Capcom 3 nur magere drei reinrassige Spielmodi. Einen Offline-Modus, einen Online-Modus und einen Versus-Modus. Ein Trainings- und ein sogenannter Missions-Modus, welcher einen zielgerichteten Trainingsmodus darstellt, sind zwar auch an Bord, verlieren aber nach kurzer Zeit schon ihren Reiz. Unter dem Namen "Offline Modus" wird dem Spieler der Storymodus angepriesen. Der geschichtliche Aspekt beschränkt sich jedoch nur auf zwei bis drei kleine Artworks am Ende der Kampfserie in denen völlig zusammenhanglos das Ende einer Geschichte erzählt wird, die nie angefangen hat.

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Ihren Anfang schreibt ihr sozusagen mit der Wahl eurer drei Charaktere selbst und gebt dann das Zepter aus eurer Hand in die des Spiels. Dieses würfelt euch zufällig eine Gegnertrio vor die Füße und ihr müsst damit fertig werden. Zur Bewältigung dieser Aufgabe steht euch ein breites Portfolio aus über 32 Kämpfern zur Verfügung und die Besetzung ist dabei durch die Bank hochkarätig. Ob nun Ryu und Chun Li aus Street Fighter, Hulk, Wolverine, Amaterasu aus Okami, Dante aus Devil May Cry oder Spiderman, ihr habt zweifelsohne die Qual der Wahl. Da jeder einzelne dieser Akteure mit eigenen Spezialmanövern und Schlagkombinationen ausgestattet ist habt ihr zudem die Wahl aus zwei Steuerungsvarianten. Nehmt ihr die einfache Steuerung fallen komplizierte Fingerverrenkungen flach. Hier kommen per Druck auf die "Kreis"- Taste jegliche Spezialmanöver unverfälscht beim Gegenüber an. Anders sieht es bei der normalen Steuerungsform aus. Hier ist euer eventuell im Trainingsraum erworbenes Prügeltalent gefordert um sehenswerte Kombinationen auf den Bildschirm zu zaubern. Ist die Hürde der Voreinstellung genommen steht ihr nach sechs Kämpfen, die ihr wahlweise in fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen absolvieren könnt, vor dem Endgegner. In diesem Fall ein weder namentlich genannter noch weiter definierter Obermufti, der euch und dem Planeten Erde den Gar aus machen will. So kommt es also zum Duell der Abgesandten des Planeten und dem überdimensionalen Bösewicht. Solltet ihr jedoch schon vorzeitig die Segel streichen müssen, könnt ihr in den Auswahlbildschirm zurückkehren und euch entweder eine spontane Gruppe zusammenstellen, oder auf eine von drei vorher eingestellten Reserveeinheiten zurückgreifen und kehrt auch mit drei völlig anderen Kämpfern umgehend ins Geschehen zurück.

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds Der Aufbau des HUDs wirft hingegen weniger Fragen auf. Der Spielbildschirm wird deutlich in drei Abschnitte unterteilt. Im oberen Drittel befinden sich die drei übereinander gelegten Energiebalken der Kampfteilnehmer. Verliert einer der Partizipanten durch kassierte Treffer Lebensenergie wird dieser Verlust als rote Schattenmarkierung unter der ansonsten gelben Hauptleiste angezeigt. Der Stand der roten Leiste zeigt an inwiefern sich der momentan aktive Kämpfer erholen würde, wenn er durch ein Teammitglied im Kampf vertreten würde. Spielfiguren können per simplem Tastendruck für einen kurzen Moment ins Geschehen eingreifen. Doch Vorsicht: Lässt euer Gegenüber gerade eine Hypercombo vom Stapel geraten gleich beide Figuren in die Schussbahn. Mit welchem Angriff eure Teammates euch helfen, legt ihr bei der Auswahl im Menübildschirm fest. Im mittleren Teil des Bildschirms wird traditionsgemäß gekämpft. Der untere und damit letzte Teil wird von der Leiste für Superangriffe dominiert. Diese kann sich ganze fünf Mal füllen und wird auch umso stärker in ihrer Effektivität je voller sie ist. Der Verbrauch der Leiste steht jedem Fighter gleichermaßen zu. Ist eure Leiste leer müsst ihr sie wieder füllen, in dem ihr kolossale Kombinationen vollführt.

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