Full House Poker im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Full House Poker taugt für ein schnelles Spiel zwischendurch ebenso wie für eine durchzockte Nacht.

Mit Full House Poker steht seit letztem Donnerstag ein weiteres Pokerspiel auf dem Xbox LIVE Arcade Marktplatz zum Download zur Verfügung. Ganze 800 MS-Points kostet der Spaß und wir haben uns den Titel für euch angesehen, der sich hauptsächlich durch die Verwendung eures Xbox-Avatars von ähnlichen Games abhebt. Wer also schon immer mal seinen Avatar ganz cool präsentieren wollte und zudem auch dem Pokerspiel zugetan ist, der sollte ruhig einmal einen näheren Blick riskieren.

Der Einzelspieler

Full House Poker Quelle: Microsoft Full House Poker Full House Poker bietet uns natürlich einen Offline-Part zum alleine spielen sowie einen Online-Part um sich mit echten menschlichen Spielern zu messen. Selbstverständlich findet man die wahre Herausforderung nur online, wenn man es mit richtigen Spielern zu tun hat, trotzdem aber fiel auch der Offline-Part von Full House Poker nicht unlustig aus, auch wenn es etwas an Abwechslung mangelt. Denn im Grunde gibt es offline nur das Standard-Spiel an einem Tisch sowie den Wettkampf auf bis zu drei Tischen, wobei jeweils bis zu zehn Spieler an einem Tisch Platz finden. Davon ab gibt es noch die zehn Profi-Demontagen, die wir jeweils beim erreichen eines bestimmten Levels in Angriff nehmen dürfen. Denn off- wie online erhalten wir für alle möglichen Aktionen Erfahrungspunkte (XP), welche sich direkt auf unseren Level auswirken. Maximal können wir Level 50 Erreichen und dabei insgesamt 250 Gamerpoints an Achievements erringen. Um unseren Erfolg auch richtig zu Schau stellen zu können, erhalten wir zusätzlich im Laufe des Spiels immer neue Kostüme für unseren Avatar, die aber, bis auf zwei Ausnahmen, lediglich im Spiel selbst benutzt werden können. Nur zwei der Kleidungsstücke lassen sich auch außerhalb des Spiels für unseren Avatar nutzen, die vielen anderen Klamotten sind ausschließlich in Full House Poker verfügbar.

Full House Poker Full House Poker Neben den eben erwähnten Kleidungsstücken aber schüttet Full House Poker auch neue Einrichtungsgegenstände für unser ganz persönliches Kasino aus, sowie eine ganze Reihe sogenannter Chip-Tricks. Die kann man vorführen während man die Runde warten lässt und so die Spannung steigern bzw. so richtig bluffen, auf dass die Mitspieler nicht mitbekommen, dass wir gar nichts auf der Hand haben. Führen wir in besonders kurzer Zeit gleich mehrere Chip-Tricks hintereinander aus, gibt's sogar ein spezielles Achievement dafür.

Der Mehrspieler

Full House Poker Full House Poker Entscheidet man sich für ein gewertetes Spiel, was wohl meistens der Fall sein dürfte, bietet uns Full House Poker online nur den Wettkampf an. Das bedeutet, das Spiel startet erst wenn sich wenigstens sechs der zehn möglichen Spieler pro Spiel in der Lobby befinden. Bis es soweit ist, ist warten angesagt. Hat man Glück, kann man schon nach wenigen Sekunden anfangen die Chips zu stapeln, hat man hingegen Pech, kann man schon mal eine Weile in der Lobby festhängen. Dort versuchen zwar unsere Avatere uns mit lustigen Tanzbewegungen bei Laune zu halten, etwas mehr Interaktion hätte an dieser Stelle aber nicht geschadet. An dieser Stelle passend die Warnung an alle Kinect-User, dass Full House Poker ungefragt das Kinect-Mikrofon benutzt, insofern man dieses zur Sprachkommunikation freigegeben hat. Schon in der Lobby wird damit alles öffentlich, was man im heimischen Wohnzimmer spricht. Leider existiert keine Option im Spiel um das schnell abschalten zu können, es verlässt sich hierbei voll auf die Voreinstellungen. Zur Not hilft nur ein Headset anzustecken und dort das Mikrofon abzuschalten.

Full House Poker Full House Poker Die ersten Runden in Full House Poker kommen einem recht schnell vor, denn die Avatare verschwenden keine Zeit mit unnötigen Dingen und auch den Spielern selbst wird nur maximal 15 Sekunden Zeit für ihre Entscheidung gegeben. Besonders bei vollem Tisch mit zehn Spielern ist dies recht angenehm, da es nicht zu langen Wartezeiten kommt. Allerdings muss man auch ein schnelles Auge haben, denn die von uns frei steuerbare Kamera rührt sich von selbst keinen Millimeter. So verdecken bestimmte Avatare gern mal Karten die wir sehen wollen, ebenso wie die großen Infoblasen über den Spielern, was ein manuelles Verändern der Kameraposition erfordert. In der Praxis jedoch hat man schnell einen angenehmen Winkel gefunden oder man verlässt sich auf eine der vorgegebenen Kameraperspektiven. Am übersichtlichsten ist natürlich die Kamera direkt über den Tisch zu positionieren, aber auch am langweiligsten.

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