Swarm im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Swarm verlangt vom Spieler nicht nur kreatives Töten auf Tausend Arten, sondern auch schnelles Handeln um zu gewinnen.

Swarm ist erneut ein Spiel der etwas kreativeren Sorte, auch wenn es ruhigen Gewissens als Massenmord-Simulator bezeichnet werden könnte, ein Begriff den die Politik vielleicht auch irgendwann für sich entdeckt, warten wir es ab.

Der blaue Tod

Swarm Swarm Swarm kümmert sich nicht sonderlich um eine Story. Das ist ein riesiger, blauer, glibbriger Fleischklops, der Schwarmiten ausscheidet, die auf die Suche nach DNS-Bausteinen für ihre "Mutter" gehen. Dabei sterben sie zehntausende von Toden. Sie fallen in die Tiefe, werden aufgespießt, verbrannt zerfetzt, zersägt, zermatscht usw. Die Level in Swarm sind voller todbringender Fallen, die auf die kleinen blauen Schwarmiten warten. Die Gewaltdarstellung gegen die kleinen aber hirnlosen Kerle ist fast schon als explizit zu bezeichnen. Aber sie sind wie Lemminge, die für ihre Mutter alles tun. Und als Spieler kann man sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, wenn die komplette Truppe hopsgeht, weil man sie einfach so aus Spaß an einer Energiewand zerplatzen lässt. Dafür gibt es immerhin auch Auszeichnungen.

Swarm Swarm In Swarm steuert man eine Gruppe von bis zu 50 Schwarmiten als eine zusammenhängende Gruppe. Individuen gibt es nicht. Man springt über Abgründe und weicht den unendlich vielen Fallen aus, um die blauen Kugeln mir Armen und Beinen von Punkt A nach B zu schaffen. Dabei gehen fast im Sekundentakt immer wieder Mitglieder des Schwarms drauf, wobei man im Prinzip nur einen Schwarmiten ans Ziel bringen muss. Zum Glück wird an Checkpoints die volle Schwarmstärke, oder so ähnlich, wieder aufgefüllt. Um genügend Punkte bzw. DNS zu sammeln, muss man alle Nase lange Schwarmiten opfern, um sie zum Beispiel gegen explosive Kisten knallen zu lassen, die DNS freisetzen. Es gilt also einen guten Mittelweg zwischen Überleben und Tod zu finden. Letztendlich sind die Schwarmiten immer die Verlierer, egal was man macht. Am Ende eines Levels wird schließlich angezeigt, wie viele blaue Freunde in die ewigen Jagdgründe abgetaucht sind. Zum Schluss sind es unzählbar viele Opfer. Auf der offiziellen Website werden die toten Schwarmiten aller Spieler fein säuberlich aufgezählt, ein fast schon makabrer Spaß.

Blaue Todeszone

Swarm Swarm Das gezielte Umbringen süßer Schwarmiten mag zwar verwerflich sein, doch es ist bitter nötig, um den Multiplikator möglichst in die Höhe schnellen zu lassen. Man sollte die Schwarmiten nämlich nicht nur ans Ziel bringen, man muss pro Level auch eine bestimmte Punktzahl erreichen. Das bedeutet, dass man einen Abschnitt möglichst gut kennen muss, um schnell zu agieren und den Punktemultiplikator nicht zu verlieren, denn nur so ist es möglich, ein Level auch erfolgreich abzuschließen. Beim ersten Durchgang ist es demnach fast unmöglich, die geforderte Anzahl an Punkte zu erreichen. Die Stages sind zwar nur 5 bis 10 Minuten lang, man muss sich dennoch damit abfinden, das gerne Mal fünf Wiederholungen oder mehr auf dem Programm stehen. Das dürfte nicht jedem Spieler gefallen, doch Swarm ist ein klassischer Highscore-Titel mit Ranglisten.

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