Gods Eater Burst im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Neben heftigen Gemetzeln und übergroßen Waffen bietet uns der Titel auch eine spannend erzählte Story voller Wendungen.

Monster Schnetzeleien sind auf dem doch sehr dürftig gewordenen Playstation Portable Markt der Verkaufsschlager schlechthin geworden - zumindest mit Blick auf das Land der aufgehenden Sonne. Und nicht ganz ohne Grund, selbstverständlich auch mit Stolz bei Bandai Namco, prangt auf der Packung ihres frisch veröffentlichten PSP-Sprösslings die Aufschrift "in Japan bereits Millionenfach verkauft". Dort wurde bereits im Februar 2010, also vor über einem Jahr, der Ursprungstitel God Eater veröffentlicht. Als überarbeitete Fassung, mit diversen Änderungen und Erweiterungen versehen, wurde der Titel nochmals unter dem Namen God Eater Burst im Oktober 2010 auf den japanischen Markt geworfen, und wieder fanden sich viele Anhänger. Endlich folgen auch hiesige, westlichen Gefilde, wenngleich mit einer weiteren, wenn auch kleinen Namensänderung versehen, denn nun hört der Titel auf den Namen Gods Eater Burst - was einzelne Buchstaben doch ausmachen ... Jedenfalls lautet der Auftrag des Spiels: Besitzer einer PSP mit dem Hang zur ausgedehnten Monsterjagt sollen derzeit gut bei Laune gehalten werden.

Das ist alles nur geklaut ...
Gods Eater Burst Gods Eater Burst ... das ist alles gar nicht meine - wusste 1992 die Leipziger Band Die Prinzen zu trällern und trafen damals wie heute den Nagel durchaus mittig auf den Kopf. Mit dem Ausspruch der Sangesbarden lässt sich einfach und schnell erklären, dass sich die Gods Eater Burst Entwickler bei diversen Genre-Kollegen als auch im Anime-Bereich bedient haben, um auf diese Weise ihr eigenes Stück Software zu zimmern. Die Zusammenstellung der Titel aus denen Ideen entnommen wurden, liest sich fast schon wie ein 'who is who' bekannter Spiele und eine kleiner Vergleich sei euch an dieser Stelle nicht vorenthalten:

Gods Eater Burst Gods Eater Burst Die Rahmenhandlung von Gods Eater Burst weist recht starke Ähnlichkeiten mit der Anime Serie Neon Genesis Evangelion auf, d.h. gottähnliche Wesen greifen den Planeten an und nur auserwählte Menschen können mit ihren lebenden Waffen einen Sieg erringen. In der Anime-Serie nennen sich die Wesen Engel, bei Gods Eater Burst sind es die Aragami - unterm Strich allerdings genau das Gleiche. Das zu Grunde liegende Spielprinzip werdet ihr, sofern schon gespielt, eher aus der sehr beliebten Monster Hunter Serie kennen, welche bekanntlich nicht nur in Japan eine sehr große Fan-Base besitzt. Mit einer Gruppe aus bis zu vier Personen macht ihr euch auf die Jagd, um auch die größten Monster zur Strecke zu bringen. Ebenso steht das Sammeln wichtiger Rohstoffe auf dem Programm. Allerdings offenbart sich bei diesem Vorgehen schon das größte Manko: Es dürfen zwar grundsätzlich und immer wieder gerne drei menschliche Mitspieler sein, welche aber leider nur per Ad-Hoc Modus ins Spiel eingreifen können. Auf einen Online-Modus, mit dem ihr schneller und effektiver Mitstreiter finden würdet, wurde gänzlich verzichtet. Ergo wird hierzulande die Mitspielersuche eher einen kläglichen Ausgang finden, schließlich lässt sich ein PSP-Gamer nicht an jeder Straßenecke aufgabeln - traurig, aber leider wahr! Bevor ihr allerdings zu früh die Flinte ins Korn werft, denkt an Yoda, der schon sagte "Geduld, junger Padawan"! Anders als bei den Monster Hunter Spielen habt ihr auch als Einzelkämpfer eine gute Chance das Game komplett zu erleben. Das es genug zu tun gibt, dafür haben die Entwickler definitiv gesorgt: Es warten 200 Missionen darauf, die in Haupt- und Nebenaufgaben geteilt, darauf warten erledigt zu werden.

Schmiede, schmiede ... Waffe bastle

Gods Eater Burst Gods Eater Burst Wer von euch ggf. schon einmal Crisis Core: Final Fantasy VII gespielt hat, wird die Idee mit einem Hauptquartier als Dreh- und Angelpunkt wieder erkennen. Hier bekommt ihr als Mittglied der Fenrir-Corporation eure Aufträge, könnt ein Schwätzchen mit anderen NPCs halten und was noch viel wichtiger ist, eure gesammelten Rohstoffe lassen sich in die Weiter-und Neuentwicklung eurer Waffen investieren. Diese sogenannte God Arc, eine Art Gunblade, wie sie aus der Final Fantasy Serie bekannt ist, ist zudem die einzige Möglichkeit euren Charakter aufzuwerten. Ehrfahrungspunkte, welche ihr in Attribute investiert, sind bei den Götterkriegern Fehlanzeige. Für einen allerdings nicht zu unterschätzenden Taktik-Aspekt sorgen die Entwicklung sowie Herstellung verschiedener Munitionsarten. Diese lassen sich zumeist gekonnt auf mögliche Schwachstellen eurer Gegner abstimmen und wenn es hart auf hart kommt, könnt ihr mitunter ein schneller Sieg erringen. Hört sich in der Theorie simpel an - erweist sich in der Praxis allerdings als ein wenig Tüftelarbeit.

Gods Eater Burst Gods Eater Burst Abgesehen von der partiellen Förderung eurer Experimentierfreude am Waffentopf ist und bleibt der Hauptaspekt von Gods Eater Burst das Monster jagen. Ein anderes Betätigungsfeld werdet ihr nicht serviert bekommen und das erscheint auf die Gesamtspieldauer von gut 25 Stunden ein bisschen mager. Denkt ihr das wirklich? Dann lasst euch sagen, dass die Kämpfe mit der Zeit mehr als nur fordernd werden. So zeigt sich zum einen, dass ihr, je nach Situation, zwischen drei verschiedenen Angriffsarten auswählen könnt. Zum anderen greift außerdem, wie gut ihr bei eurem Waffenausbau gewesen seid - denn auf diese Weise offenbart sich auch der vorhandene Schwierigkeitsgrad. Grundlegend davon ausgehend, dass das Waffen schmieden durchdacht ergangen ist, werdet ihr während der Kämpfe zwischen Fern- und Nahangriffen wählen und dementsprechend eure Geschütze wechseln. Kampf-Option Nummer drei ist meistens nur für schwächere und/oder angeschlagene Gegner zu empfehlen. Allerdings könnt ihr mit dieser letzten Angriffsvariante in den sogenannten Devour-Modus wechseln und euren Gegner sprichwörtlich auffressen. Damit bekommt ihr nicht nur ein sehenswertes Ableben eures Kontrahenten geboten, sondern ihr erhaltet auch noch wichtige Rohstoffe, mit denen ihr wiederum eure Waffe verbessern könnt. Neu ist diese Idee jedoch nicht, denn schon in der Rollenspiel-Reihe Shin Megami Tensei konntet ihr einen Devour-Angriff starten und euch an euren Kontrahenten gütlich tun.

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