Naruto Shippuden: Kizuna Drive im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Kizuna Drive ist der mit Abstand schlechteste Ableger der bekannten Ninja-Serie.

Der Konkurrenzkampf im Manga-Geschäft ist erbarmungslos. Nur einige wenige Serien ziehen so viele Fans vor die Mattscheibe, dass sie schon bald Kultcharakter haben. Dazu gehört neben Größen wie Dragonball, Pokemon, Digimon auch in Deutschland eine Ninja-Serie: Naruto. Und wie es mit erfolgreichen Zeichentrick-Serien aus Japan so üblich ist, gibt es auch von jeder halbwegs erfolgreichen Manga-Serie eine Videospiel-Versoftung. So ist es Digimon, Pokemon und Dragonball bereits erfolgreich ergangen und auch Naruto hat mittlerweile auf allen aktuellen Konsolen seinen Einstand gefeiert und von da ab seinen Platz gefunden. Mit Naruto Shippuden: Kizuna Drive steht für Sonys PSP der nächste Teil bereits in den Startlöchern und klappert mit den Ninja-Sternen.

Mal was anderes, dennoch nichts Gutes

Naruto Shippuden: Kizuna Drive Naruto Shippuden: Kizuna Drive Bisher sind wir von Naruto meist Spiele im Gewand eines Beat' em Ups gewohnt, die unter Umständen auch mit Spielelementen aus dem Adventure-Bereich aufgepeppt werden. Mit Kizuna Drive versucht man mal etwas spielerische Variation in die Serie zu bringen. Und so spielt sich Naruto auch. Man hat nun eher das Gefühl man hätte Konoha in ein Monster Hunter bzw. Dynasty Warriors verfrachtet. Zum Leidwesen der Serie, wie wir finden. Mit diesem Schritt wurde dem Spiel jegliches Element genommen, das die Vorgänger erfolgreich gemacht hat. Kizuna Drive kommt vollkommen ohne das gewohnte Spieltempo, untypisch nüchtern und sachlich daher und spielt sich schwerfällig und äußerst Monoton. Ihr folgt der Geschichte rund um Narutos Vergangenheit, eine Dorfzerstörung, einen gefallenen Meister und einen Racheakt aus der Verfolgerperspektive. Grundsätzlich ist das Spiel zudem in Episoden, sogenannte Missionen, eingeteilt.

Naruto Shippuden: Kizuna Drive Naruto Shippuden: Kizuna Drive Diese sind einzeln anwählbar und werden nacheinander freigeschalten. Diese Missionen bilden gleichzeitig den größten Kritikpunkt am Spiel. Denn hier hat man schon nach dem dritten Auftrag die Nase gestrichen voll. Zwar wird man von ansprechend halb-animierten und mit englischen Synchronsprechern(deutsche Untertitel vorhanden) vertonten Zwischensequenzen eingestimmt, jedoch flacht das Spiel schon kurz nachdem ihr die Kontrolle übernehmt total ab. Ihr lauft stupide durch karg gestaltete und im völligen Ungleichgewicht befindliche Areale und kämpft euch euren Weg durch Gegnerhorden, die euch nur so lang spielerisch fordern bis ihr die Schwächen herausgefunden habt - und das passiert leider viel zu schnell. Überhaupt ist euer Attackenportfolio auf zwei Knöpfe beschränkt. Mit einem Button lasst ihr normale Angriffe und Kombos vom Stapel, mit dem anderen eure Jutsus, Wurfsterne, Bomben und andere Ausrüstbare Wurfwaffen. Jedoch seid ihr im Kampf nicht alleine unterwegs. Zusammen mit drei anderen CPU Kumpanen, die euch zur Not auch auf Befehl aushelfen, erwehrt ihr euch der Gegnermassen. Eine Mission gilt als gescheitert, wenn die vorgegebene Zeit dafür abläuft, oder alle Ninjas eures Squads nicht mehr kampffähig sind. Am Ende eines jeden Levels steht ihr einem Endgegner bevor, welcher der Monotonie die Krone aufsetzt. Die Kämpfe gehen über Minuten und ausgemachte Schwachstellen sind kaum bis gar nicht von Bedeutung. Sollt ihr einen Gegner von hinten angreifen, macht es beinahe keinen Unterschied von wo man nun attackiert. Die Energieleiste bewegt sich dabei so langsam, dass man eher vor einem Daumenkrampf kapituliert als dass man den Gegner besiegt hat. So ist auch Unterwegs schwer mal schnell eine Mission zu erledigen. Habt ihr den Endgegner besiegt bekommt ihr im Menübildschirm eine Bewertung und zufällige Goodies, welche positive Effekte auf die Werte eurer Spielfigur haben. Obgleich grafische Schwächen den Titel optisch prägen, kann der Sound zumindest ein wenig die Fahne hochhalten. Jedoch nutzt die beste musikalische Untermalung nichts, wenn der Rest nicht überzeugen kann.

Meinung

Wertung zu Naruto Shippuden: Kizuna Drive (PSP)

Wertung:

5.5 /10
Pro & Contra
Einleitungsfilme wie die Seriealle wichtigen CharaktereStory auf Serienniveau
Nervtötender Spielablaufkeine Motivationskurvedumme Gegnerlieblose Levelstumpfes GeprügelEndgegnerkämpfefür unterwegs ungeeignet
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