Call of Juarez: The Cartel im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Techlands Ausflug aus dem Wilden Westen in die Neuzeit geht leider gründlich schief. Nur der Coop kann ein wenig Spaß vermitteln.

Bevor Red Dead Redemption auf der Showbühne erschien, war Call of Juarez der Platzhirsch im Wilden Westen der Videospiele. Gute Ideen, tolle Story und glaubhafte Charaktere waren nur einige der Punkte die von Tester Peter Grubmair in beiden Teilen positiv hervorgehoben wurden. Im zweiten Teil schien allerdings noch Luft nach oben, welche damals schon voraussehend dem dritten Teil zugeschrieben wurde. Heute wissen wir mehr, da Call of Juarez: The Cartel im Einzelhandel erhältlich ist. Entwickler Techland hat das Setting vom Wilden Westen in die Neuzeit verlegt und aktuelle Themen in die Story eingearbeitet. Ebenfalls wurde die Charakteranzahl von einem Duo auf ein Trio umgestellt. Kann der Dritte Teil die Lücke nach oben schließen, oder den Abstand nur vergrößern?

Die dreisten Drei

Call of Juarez: The Cartel Call of Juarez: The Cartel Während eines Treffens der amerikanischen Gesetzesbehörden kommt es zu einer starken Explosion innerhalb des Gebäudes, bei dem viele Regierungsoffizielle und Bundesagenten ums Leben kommen. Vorläufige Ermittlungen führen zum Mendoza Cartel, einem mexikanischen Kartell, das seine Finger im Drogen- und Waffenhandel hat. Aus Washington D.C. kommt nun die Anweisung an DEA und FBI militärische Interventionsmaßnahmen in Mexiko zu unternehmen, um die Gewalt an der Grenze von Mexiko und den USA zu unterbinden. Um den daraus entstehenden Krieg zu vermeiden wird ein dreiköpfiges Team zusammengestellt, welches aus FBI-Agentin Kimberly Evans, DEA-Agent Eddie Guerra und dem Bewacher der Objektivität: Ben McCall, Detective des LAPD Morddezernat.

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Call of Juarez: The Cartel Call of Juarez: The Cartel Was die drei aber noch nicht wissen ist, dass jeder für sich nicht nur eine Leiche im Keller begraben hat und mehr auf eigene Rechnung arbeitet als nach dem Spielplan der großen Autoritäten. Während Ben der gnadenlose Gesetzesbrecher unter den Polizisten des LAPD mit eigener offener Rechnung bezüglich der Mendoza ist, war Kimberly Evans zusammen mit ihrem Bruder Mitglied der Straßengang "The Rolling 50's" bevor sie zum FBI ging. Eddie Guerra ist der hochrangigste Undercover-Agent der DEA. Man nimmt an, dass er nur deswegen so gut in seinem Beruf weil er all seine schlechten Angewohnheiten mit in den Einsatz nimmt und bekam so sein Spiel- und Drogenproblem nie wirklich in den Griff. Die Beziehung dieser der Individualisten zu einander ist unterkühlt sachlich und hinlässt von der ersten Minute an den Eindruck einer Zweckgemeinschaft. Doch ob erwünscht oder nicht, es beginnt eine Reise aus den Straßen von Los Angeles nach Ciudad Juárez mit mehr als nur einem Stolperstein auf dem Weg.

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