Brink im Gamezone-Test

Test Goreminister

Brink „brinkt“ es teilweise schon, doch kann man die vollmundigen Versprechungen nicht zu 100% erfüllen.

Man kann nichts Großartiges ohne Leidenschaft, Risiko und Ambitionen erschaffen. Dieses Motto haben sich die Entwickler aus dem Hause Splash Damage zu Herzen genommen und über zwei Jahre lang an ihrem Team-Shooter Brink gewerkelt. Andersartig sollte er werden, neue Wege beschreiten und das kooperativ spielbare Shooter-Genre in ein neues Zeitalter führen. Nach einigen Verschiebungen liegt das Shooter-Spektakel mit seinen verschiedenen Kämpferklassen nun vor und buhlt, wie so viele andere Konkurrenzprodukte, um die Gunst der Spieler. Doch kann es Brink mit der übermächtig erscheinenden Konkurrenz aufnehmen? Haben sich die Entwickler genügend engagiert um wahrlich Großartiges zu erschaffen? Oder hält man mit Brink am Ende doch nur einen von vielen anderen Ego-Shootern in den Händen?

(K)eine folgenschwere Entscheidung

Brink Brink In der Zukunft des Jahres 2045 hat die Menschheit wenig Grund zum Lachen. Aufgrund der Tatsache, dass die Polkappen immer mehr abgeschmolzen sind, stiegen die Meeresspiegel an und so wurde ein großer Teil der Landmasse überflutet. Um sich vor dem weiteren Anstieg des Meeresspiegels zu schützen, haben die Verbliebenen die "Arche" konstruiert, eine schwimmende Festung, die nun im endlosen Blau des Meeres treibt und Zehntausende von Menschen beherbergt. Anfangs schien sich diese Konstruktion bezahlt zu machen und die Wirtschaft an Bord des gigantischen Bauwerks florierte prächtig. Doch bekannter Weise vermehren sich Menschen nun einmal und schneller als man sich versehen konnte bekam man ein böses Problem mit Überbevölkerung und der Bildung einer Zweiklassengemeinschaft. Aufgrund dieser Tatsache wurde die Arche in zwei Hälften unterteilt und der schlaue Leser wird den Grund hierfür sicherlich schon wissen. Während auf der einen Seite eine "High Society" gegründet wurde, die am Leben auf der Arche festhält, erwuchs aus den Slums auf der anderen Seite eine Widerstandsbewegung, welche die Insel so schnell wie möglich verlassen und in neue Gestade aufbrechen möchte. Deswegen wird der Spieler zu Anfang auch vor eine (mehr oder minder) folgenschwere Entscheidung gestellt. Wollt ihr die Arche verlassen, oder um ihr Fortbestehen kämpfen? Egal wie man sich entscheidet, bekommt man ähnliche Charakterklassen und Fähigkeiten geboten, nur die Story ändert sich halt dementsprechend. Von daher ist diese Wahl am Anfang vielleicht nicht ganz so folgenschwer wie man eingangs annehmen mag. Zumal die Story in Brink eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die Zwischensequenzen wurden zwar nett inszeniert, doch eine Geschichte epischen Ausmaßes sollte man beileibe nicht erwarten. Brink ist eben in erster Linie ein Multiplayer-Shooter, in dem 8 gegen 8 antreten...

Random Soldier Generator

Brink Brink Bevor man sich auf eine der beiden Seiten in die Schlacht stürzen kann, gilt es den jeweiligen Charaktertypus festzulegen, wobei Brink eine immense Anzahl an Auswahlmöglichkeiten bietet. Viele Optionen, Kleidungsstücke, Waffen, Accessoires, Fähigkeiten und dergleichen stehen Anfangs zwar noch nicht zur Verfügung, doch kann man diese nach und nach mit dem Erlangen von Erfahrungspunkten frei schalten. Am wichtigsten ist zu Anfang ohnehin der Körperbau, wobei allerdings nur ein "mittelschwerer" Kämpfer zur Auswahl steht. Die "leichte" und "schwere" Klasse muss erst mit fortschreitender Spieldauer frei geschaltet werden. Während der "leichte" Kämpfer flink und schnell über das Schlachtfeld flitzt ist die "schwere" Truppe eine gepanzerte Kampfeinheit, ähnlich wie bei anderen Genrevertretern. Dabei wirken die Mitglieder der "Security" eher geschniegelt und gebügelt, während die Kämpfer der Widerstandsbewegung einen gewissen Punk-Look mit sich bringen. Überhaupt ist das Styling des Spiels recht ungewöhnlich, da Gesichtskonturen und Körperattribute der einzelnen Charaktere stark überzeichnet wirken, ähnlich wie bei den Puppen der Spitting Image Serie. Wurde Aussehen, Kleidung und Stimme festgelegt kann es auch schon losgehen. Das Spiel kann man entweder alleine und offline oder online mit mehreren Spielern bestreiten. Ersteres bietet sich definitiv an, da Brink sicherlich keiner der leicht zugänglichen Shooter am Markt ist, vor allem wenn man sich nicht großartig mit Charakter- und Missionsbasierten Shootern auskennt. Außerdem ist im Umgang mit den einzelnen Klassen eine gewisse Übung von Nöten, um zu sondieren welche Fähigkeiten jeder Charakter mit sich bringt und wie diese möglichst gewinnbringend eingesetzt werden können. Die Kombinationsmöglichkeiten hierbei sind in der Tat ziemlich gewaltig ausgefallen, denn möchte man alle Waffenteile und Charakter-Fertigkeiten sammeln, ist man schon eine Weile mit seinem gewählten Charaktertyp beschäftigt.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk