Yars Revenge im Gamezone-Test

Test Goreminister

Man bedient sich zwar an On-Rail Genregrößen wie Panzer Dragoon, erreicht aber zu keiner Sekunde die gleiche Qualität.

Im Zuge des Reboot-Wahns hat sich Publisher Atari einen wahrlich alten Titel zur Brust genommen und diesen nochmals von den Entwicklern aus dem Hause Killspace Entertainment aufpolieren lassen. Die Rede ist von Yars' Revenge, welches ursprünglich im Jahre 1981 auf den Markt kam und seinerzeit von Howard Scott Warshaw entwickelt wurde. Der gleiche Entwickler war damals übrigens auch für das Atari VCS 2600 Debakel E.T.- The Extra-Terrestrial verantwortlich. Nun, schauen wir mal, ob man die Neuauflage von Yars' Revenge am besten auch gleich kiloweise in der Wüste von New Mexico verscharren sollte. Wobei dies heutzutage natürlich schlecht möglich wäre. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Downloadspiel, welches ihr euch für 800 Microsoft-Points (ca. 10 Euro) via Xbox Live Arcade herunterladen könnt.

Panzer Dragoon Klon?

Yars Revenge Yars Revenge Zu Anfang muss man einfach anmerken, dass die Neuauflage rein gar nichts mit dem eigentlichen Originalspiel zu tun hat und aus einem 2D-Shooter eine 3D On-Rail Ballerei zusammen geschraubt wurde. Dabei erinnert Yars' Revenge im Jahre 2011 ein wenig an Klassiker wie Panzer Dragoon oder Elemental Gearbolt, was sich zu Anfang ja nicht einmal schlecht anhört. Zumindest wenn man die beiden besagten Spiele mochte. Doch leider gestaltet sich die Angelegenheit in Yars' Revenege ein wenig anders. Nach einem äußerst belanglosen Intro, in dem man lediglich einige Anime-Standbilder geboten bekommt und die Geschichte anhand von simplen Texteinblendungen erklärt wird, geht es auch schon los und man kann sich in der 3rd Person Perspektive durch insgesamt sechs Abschnitte ballern. Mal ehrlich, die Geschichte um einer, von Rache getriebenen, Kriegerin wird ohnehin kaum jemand nachvollziehen können. Zumal viele Storyfetzen innerhalb des wilden Geballers vermittelt werden und deswegen gnadenlos untergehen.

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Rechts, links, oben...ach sch***, schon wieder verfehlt!

Yars Revenge Yars Revenge Wer sich mit Yars' Revenge auseinander setzen möchte, der sollte sich auf eine äußerst widerspenstige Steuerung einstellen. Obwohl man "auf Schienen" durch die einzelnen Abschnitte gelenkt wird, kann man sowohl Spielfigur als auch Fadenkreuz separat lenken. Mit dem linken Analogstick kann man Fräulein Yar steuern, während der rechte dazu dient das Fadenkreuz auszurichten. Geschossen wird wie üblich mit den Schultertasten, wobei Power-Ups und Schilde mit den Buttons aktiviert werden. Hört sich simpel an, oder? Gestaltet sich in der Realität aber mehr als schwierig, da das Pad gnadenlos überladen ist und man oftmals keine Zeit zum reagieren und umschalten hat. Ähnlich wie bei Panzer Dragoon kann man auch in Yars' Revenge mehrere Ziele markieren und mit entsprechenden Zielsuch-Raketen vom Himmel holen. Doch aufgrund der Steuerung gestaltet sich dies als äußerst schwierig. Und gerade wenn sich der geneigte Spieler an diese komplexe Steuerung gewöhnt hat, dann ist das Spiel auch schon wieder vorbei, denn mehr als drei Stunden Spaß(!?) werdet ihr mit Yars' Revenge nicht haben. Ballern will einmal mehr gelernt sein und bei Yars' Revenge bietet sich die ein oder andere Nachhilfestunde für Shooter-Neulinge an, denn ein Pick up and Play Prinzip liegt dem Spiel nicht zugrunde. Zwar kann man sich zu zweit in die Schlacht stürzen und sich gegenseitig zu unterstützen, doch ist dies leider nur lokal und nicht Online möglich.

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