Green Lantern: Rise of the Manhunters im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Green Lantern erfindet das Genre nicht neu, für ein vergnügliches Wochenende reicht es aber.

Green Lantern ist eigentlich einer der eher unbekannteren Comic-Helden, obwohl er das wahrlich nicht verdient hat, denn immerhin hat Hal Jordan mit seinem Alien-Ring ordentlich etwas drauf. Er kann quasi jede Art von Gebilde erstellen und es für den Kampf nutzen, um die Erde vor den Bösewichten zu schützen. Der neue Kinofilm mit Ryan Reynolds ruft den grünen Kollegen immerhin in das Gedächtnis der Leute. Passend dazu darf man sich auf das dazugehörige Spiel freuen.

Grün vor Wut? Nee, das war doch...

Green Lantern: Rise of the Manhunters Green Lantern: Rise of the Manhunters Oa, der Planet des Green Lantern Corps, den Beschützern der Galaxis, wird von den Manhuntern angegriffen, dicken Robos, die nichts gutes im Schilde führen. Unser Held muss da natürlich losschlagen und kämpft sich durch eine Reihe von SciFi-Planeten. Auf die Erde kommt man jedoch nicht. Und die Story des Films muss man ebenfalls nicht zwingend kennen, abgesehen davon, dass die Erzählungen in dem Spiel ziemlich rudimentär und wenig erwähnenswert ausfallen. Ansonsten ist Green Lantern: Rise of the Manhunters ein typisches Hack & Slay im Stile eines God of War. Man schnetzelt sich durch die Roboter uns sammelt Erfahrungspunkte, um neue Kräfte und Kombos zu erwerben. Eine Taste für leichte Angriffen, eine Taste für schwere Angriffe, dann noch ein wenig Ausweichen sowie Blocken, und schon entsteht ein durchaus schnittiges und flottes Gameplay bereit.

Green Lantern: Rise of the Manhunters Green Lantern: Rise of the Manhunters Green Lantern erfindet das Rad des Genres natürlich nicht neu, ist aber zum Glück auch kein Lizenzschrott. Dafür sorgen unter anderem die bis zu 12 freischaltbare Gebilde, die man einsetzen kann. So darf man mit einem riesigen Hammer oder Baseballschläger die Roboter verprügeln, sich in einen Mech verwandeln oder einen Jet auf die versammelte Meute werfen. Dann fallen noch gerne riesige Kolben auf den Feind oder man legt Minen. Letztere werden sogar für das eine oder andere Rätsel benötigt. In jedem Fall sorgen die 12 Gebilde dafür, dass man sich genau überlegt, welche Kräfte man für die einzelnen Gegner einsetzt. Von den 12 Kräften können allerdings nur acht direkt auf das Gamepad gelegt werden. Da aber eine Taste sogar dreifach belegt ist, wirkt die Steuerung letztendlich ein wenig überladen. Aber die Gewöhnung tritt sehr schnell ein. Hat man genügend grüne Energie gesammelt, kann man quasi in einen Über-Modus schalten und unbegrenzt viele Gebilde nutzen, die normalerweise Energie kosten, "business as usual", würde ich mal frech behaupten.

In finsterer Nacht...da leuchtet es irgendwie grün

Green Lantern: Rise of the Manhunters Green Lantern: Rise of the Manhunters Auch wenn man nichts neues vorgesetzt bekommt, ist der Hack & Slay-Spaß grundsätzlich recht amüsant ausgelegt. Besonders knifflig sind die vielen Bossfights, die teils ins etwas Unfaire abdriften. Wie in der guten alten Zeit gilt es wirklich genausten die Angriffsmuster zu erlernen, um rechtzeitig darauf zu reagieren. Nur wenige Fehler und man ist nur noch grüner Matsch. Teilweise muss man weit mehr als ein halbes Dutzend Angriffe auswendig lernen, um eine Chance zu haben. Darüber hinaus dauert so ein Bossfight gerne 15 Minuten, weswegen Konzentration angesagt ist. Aber dennoch, man bleibt motiviert, weil man eigene Fehler erkennt, um sie zu beheben. Und dann ist das Erfolgserlebnis letztendlich groß. Neben kleineren Rätseln sind die riesigen Bosse eine willkommene Abwechslung.

Green Lantern: Rise of the Manhunters Green Lantern: Rise of the Manhunters Drei Mal im Spiel wird ein Mission zudem komplett fliegend absolviert. Ähnliche wie bei Panzer Dragoon ballert man sich durch die Manhunter und weicht Hindernissen aus. Das macht sehr viel Spaß und steigert die Wertigkeit des Spiels deutlich. Leider bietet uns Green: Lantern: Rise of the Manhunters lediglich 10 Missionen, drei davon sind Flugabschnitte. Und wenn man sich beeilt, ist man in 5 bis 6 Stunden fertig mit dem Abenteuer. Man wurde zwar einigermaßen gut unterhalten, aber eben nicht lang genug. Die Technik schwankt ein wenig. Mal bewegt man sich durch matschige Felslandschaften, ein anderes Mal genießt man den epischen Blick auf Oa. Aber grundsätzlich macht Green Lantern eine solide, wenn auch nicht überragende Figur. Hier und da ruckelt es und die Animationen in den Zwischensequenzen sind auch nicht die besten, doch die dicken, fetten Manhunter machen dafür optisch genügend her. Vor allem die Flugabschnitte mit ihren vielen Explosionen und Lichteffekten sehen richtig schick aus. Sogar die Sprachausgabe ist kein Ausfall und beim Soundtrack muss man ebenfalls nicht meckern. Und zu meiner Überraschung: Der eine oder andere Gag zündet tatsächlich und man muss richtig schmunzeln.

Meinung

Wertung zu Green Lantern: Rise of the Manhunters (X360)

Wertung:

6.8 /10
Pro & Contra
flottes und unkompliziertes Gameplay12 abwechslungsreiche Gebildeviele freischaltbare Kräfteknackige Bossfightsteils ansehnliche Optikdie Flugeinlagen sorgen für Abwechslung2 Spieler Splitscreen-Coop
vorhersehbare 08/15-Story (immerhin muss man den Film nicht kennen)bis auf die Gebilde wenig Eigenständigkeitrecht geringer Umfangmanchmal etwas unfairsieht nicht immer hübsch ausSteuerung ein wenig überladen
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