Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Ein durchwegs gelungenes Hüpfspiel für Kids und jung gebliebene Eltern.

Sommer, Sonne und Ferien! Grund genug zu feiern und die Freizeit zu genießen. Regelrecht kunterbunt geht es her, wenn die beiden beliebten Stiefbrüder Phineas und Ferb zusammen mit Perry dem Schnabeltier in der Sommerpause ein Abenteuer nach dem anderen erleben. Der gleichnamige Film "Quer durch die zweite Dimension" feierte am 9. September auf dem Disney Channel Premiere und ist zeitgleich als DVD und eben auch Playstation 3 Spiel am 22. September in den Handel gekommen - ein durchaus gelungenes Jump'n'Run für vor allem unsere jüngeren Leser!

Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Während Phineas Flynn und sein Stiefbruder Ferb Fletcher im Film der gähnenden Langeweile eher per Zufall entfliehen und sich mir nichts dir nichts in einer unheimlichen Parallelwelt wiederfinden, in der Dr. Heinz Doofenschmirtz tatsächlich die Weltherrschaft an sich gerissen hat, wandert ihr im Spiel eher durch zahlreiche weitere Dimensionen und erlebt ein regelrecht kunterbuntes und sehr abwechslungsreiches Abenteuer. Zunächst stehen nur die Stiefbrüder zur Verfügung, später fügen sich aber insgesamt acht weitere bekannte Charaktere wie Agent P dem umfangreichen Kader hinzu. Die Qual der Wahl, und nicht nur persönlichen Lieblinge der Serie sollten bevorzugt werden, da jede Figur spezielle passive Eigenschaften mit sich bringt: Phineas zum Beispiel hat eine bessere Heilung, Agent P bzw. Perry ist dagegen wesentlich stärker. Darüber hinaus seid ihr stets zu zweit unterwegs und ein Freund kann jederzeit ins Spiel einsteigen. Vielleicht auch ganz nützlich, denn bis auf Rätselpassagen ist der KI-Kollege eher ein Draufgänger und zu wenig nur zu gebrauchen!

Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Prinzipiell ist der Titel aber für sehr junge Spieler ausgelegt und super einfach gehalten. Die zahlreichen Schergen, mechanische Roboterarmeen aus Doofenschmirtz Massenfabriken wie auch putzige Zwerge oder Gelee-Sterne, werden mit einem flotten Schlagabtausch besiegt und bergen selbst bei größeren Truppen nur kaum eine Herausforderung. Einzig allein die zahlreichen Bosskämpfe fordern gleichauf Fingergeschick wie auch Denkvermögen. Diese lassen sich nur selten durch einfachen Bewaffnung einschüchtern, oftmals muss man Angriffswellen ausweichen und den passenden Moment für die eigenen Attacken abpassen. Erfahrene Spieler werden aber mehr oder weniger durch das Abenteuer rasen und den Abspann schon nach etwa 4-5 Stunden bestaunen können - nicht gerade umfangreich, aber dafür spielerisch durchwegs erhaben.

Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Phineas & Ferb: Quer durch die 2. Dimension Prinzipiell haben wir es mit einem klassischen Jump'n'Run zu tun, welches mal das Fingergeschick in der dritten Dimension auf die Probe stellt, dank der wechselnden Kameraperspektiven aber auch zweidimensionale Passagen parat hält. Die zahlreichen Welten bergen optisch wie auch spielerisch viel Abwechslung. Gelee bedeckt zum Beispiel das Anwesen der Helden und kann mit Orangensaft geschmolzen oder als glibbriges Wasser zum tauchen missbraucht werden, während die nächsten Abschnitte uns hoch in die Lüfte treiben. Von Luftballon zu Wolke springen wir über die gähnende Abgründe und müssen aufpassen, dass Stachelschweine und Bienen uns nicht die Landeplattform mit ihren Stacheln kaputt machen. Gezielte Sprünge sind genauso erforderlich, wie ein wachsames Auge bezüglich der Ereignisse auf dem Bildschirm. Später statten wir Doofenschmirtz Fabriken einen Besuch ab und hantieren mit allerlei mechanischem Zeugs und müssen gar Steilwände mit einem Handschuh erklimmen.

Dabei gilt es stets auch keine Rätsel zu lösen. Schalter müssen in richtigen Reihenfolgen betätigt werden, mit kleinen Bodenplattformen werden Laserstrahlen umgelenkt und immer wieder beweisen Phineas und Ferb ihr Geschick im Handwerk und bauen, nachdem mühselig die Einzelteile in der Umgebung eingesammelt wurden, spezielle Dinge, um im Abenteuer voran zu kommen. Darüber hinaus sorgen spezielle Flugmissionen oder eine Rutschpartie für völlig andere Erfahrungen und bereichern den Ausflug in die unterschiedlichen Dimensionen.

Das alles wurde liebevoll in Cel-Shadding Grafik gezeichnet und animiert und fängt gekonnt das Flair der Zeichentrick-Serie ein, auch wenn die Mimik kaum vorhanden ist und so manch Animation hölzern wirkt. Dank der zahlreichen Details im Hintergrund wirkt die Optik auf einem großen HD-Screen aber richtig schön, während die zusätzlichen Zwischensequenzen aus dem Film eher unscharf und blass daher kommen. Immerhin freuen sich Fans, die etliche Synchronstimmen aus der Zeichentrickserie wiedererkennen.

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