Ein unheimlich spaßiger Twinstick-Shooter, der zudem noch eine verdammt schicke Optik vorzuweisen hat.
Mit Renegade Ops ist ein weiterer Twinstick-Shooter mit Fahrzeugen erschienen, der allerdings von Avalanche Software stammt, das mit Just Cause beweisen konnte, wie brachiale Action zu inszenieren ist. Deswegen könnte auch durchaus etwas aus dem Download-Projekt werden.
Inferno hat schlechte Laune
Renegade Ops
Die Story von Renegade Ops ist irgendwie wie ein schlechter Scherz geraten: Ein Bösewicht namens Inferno terrorisiert die Welt und sprengt ganze Städte. Die Regierung will verhandeln, doch General Bryant hat die Nase voll und geht mit seinen Renegades auf die Jagd. Mehr muss man nicht wissen. Zwar sind die Comic-Sequenzen, die komplett und sehr gut mit deutscher Sprachausgabe vertont sind, ganz schick anzuschauen, das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Geschichte nur ein extrem billiges Mittel zum Zweck ist, und zwar um pausenlos zu ballern. Renegade Ops ist nämlich ein klassischer Twinstick-Shooter, was bedeutet, dass wir mit dem rechten Analogstick bestimmen, wohin geballert wird.
Renegade Ops
Zunächst wählen wir aber aus vier verschiedenen Charakteren, deren Fahrzeuge alle eine Besonderheit vorweisen. Entweder man darf ein Schild einsetzen, das für kurze Zeit unverwundbar macht oder man fährt eine extra-starke Waffe aus. Jedes Kampfgefährt hat allerdings ein MG mit unendlich viel Munition. Durch Power-Ups darf man sich aber auch auf einen doppelten und dreifachen Schuss freuen. Außerdem werden als sekundäre Waffen noch Dinge wie Flammenwerfer und Raketen gefunden. Die neun Missionen sind alle auf offenen Karten beheimatet, weswegen man nicht zwangsläufig auf linearen Pfaden bzw. in Schläuchen unterwegs ist. Dennoch zeigt ein roter Pfeil auf das primäre Ziel, während man gleichzeitig Sidequests erfüllen kann. So werden zum Beispiel Dorfbewohner gerettet und in einer Kirche in Sicherheit gebracht. Zu den Hauptaufgaben zählt unter anderem das Verhindern eines Raketenstarts, das Retten einer Zielperson oder die Beschaffung von Informationen. Im Endeffekt ballert man sich aber eigentlich nur den Weg bis zum nächsten Punkt frei.
Daueraction unter Zeitdruck
Renegade Ops
Oft gerät man aber bei seinem Weg zu den primären Zielen unter Zeitdruck, weswegen man gerne in ein wenig Hektik verfällt, da das Gegneraufkommen sehr massiv ist. Von kleinen, leicht bewaffneten Geländewagen bis hin zu dicken Panzern und Hubschraubern bekommt man es mit teilweise gefährlichen Feinden zu tun, die unterschiedliche Herangehensweisen verlangen. Zum Glück lassen erledigte Feinde Health-Pakete und Power-Ups fallen. Ab und zu setzt man sich auch in einen Hubschrauber oder kämpft gegen einen Boss. In der ersten Mission müssen wir zum Beispiel gegen ein mächtiges Schlachtschiff antreten, dass mehrere Bildschirme füllt.
Renegade Ops
Renegade Ops stellt uns immer vor neue Herausforderungen, wobei die Daueraction zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Das Spiel dauert zwar nur rund 4 bis 5 Stunden, doch in dieser Zeit hat man ein Dauergrinsen im Gesicht sitzen und erfreut sich an den Explosionen, die einfach nicht aufhören wollen. Leider ist die Steuerung nicht ganz optimal gelungen. Man muss sich an das Handling der Wagen zunächst gewöhnen und da man zum Beispiel keinen Rückwärtsgang hat, verhakt man sich gerne in der Landschaft. Das ist in brenzligen Situationen, in denen man unter Dauerfeuer ist, sehr tödlich.
