Sportfans, kauft euch den Titel, denn 2K Sports hat es wieder geschafft mit NBA 2K12 neue Maßstäbe zu setzen.
Noch ist nicht klar, ob der aktuelle Lockout in der NBA sich auch in die neue Saison ziehen wird, oder nicht. Spielervereinigung und Liga stehen nach wie vor miteinander in intensiven Gesprächen. Uns Spieler tangierte das Ganze aber sowieso eher nur am Rande, denn egal wie sich die Parteien im Endeffekt auch entscheiden sollten, wir können auf jeden Fall darauf zählen, dass uns 2K Sports trotzdem mit der aktuellsten Basketballumsetzung versorgt. Nach 5 Millionen verkauften Datenträgern weltweit und über 20 Auszeichnungen für den Vorgänger gehen wir mit NBA 2K12 in die nächste Runde - und die Hoffnung ist natürlich, dass die Serie seiner Tradition treu bleibt und erneut neben der genialen Technik und dem tiefgängigen Umfang, wieder dieses enorm fordernde Gameplay bietet. Und was sollen wir sagen, ja, auch NBA 2K12 kann mal wieder absolut begeistern...
Beigeisterung, trotz Stillstand
NBA 2K12
Spielerisch hat sich der Titel wohl am wenigsten weiterentwickelt. Zwar gibt es jetzt eine neue Wurfsteuerung per rechtem Stick, 2K Sports nennt das Ganze dann Total Shot Stick Control, und auch das Post Play System wurde etwas verbessert, aber insgesamt spielt und fühlt sich NBA 2K12 schon sehr nach dem Vorgänger an. Realismus, forderndes Gameplay, spielerische Tiefe, enormer taktischer Umfang, kluge KI, aber eben auch intuitive Steuerung und leichter Zugang - was uns bereits 2010 begeistern konnte, tut dies auch ein Jahr später, ohne jegliche Abstriche, wieder. Da sieht man effektive Blocks und schnelle Steals in einer perfekt gestalteten Abwehr genauso, wie krachende Dunks und punktgenaue Dreier bei der sicher aufgezogenen Offence. Schnell entwickelt sich der bereits bekannte rasante Spielablauf, der euch kaum Zeit für Verschnaufpausen gibt. Einer gelungenen Verteidigung folgt gleich ein schneller Angriff und umgekehrt. Schwächen des Gegners müssen durch gezielte Spielzüge ausgemacht werden, andererseits darf man sich nie auf seinen Punktevorsprung ausruhen, zu schnell werden Nachlässigkeiten sofort bestraft. Nein, Langeweile stellt sich bei NBA 2K12 eigentlich nie ein. Und vor allem auch kein Frust, denn die CPU macht selbst in den höheren Schwierigkeitsstufen nach wie vor realistische Fehler. Ein zu langer Pass da, ein unpräziser Korbversuch dort - hier wird der Level nicht durch Perfektion erhöht.
NBA 2K12
Apropos Frust. Nach wie vor verlangt der Titel eine gewisse Einarbeitung und kann nur bedingt dem Gelegenheitsspieler empfohlen werden. Für ein Spielchen gegen den Kollegen an einer Konsole oder via PSN bzw. Xbox Live vielleicht, aber wer sich in die Karrieremodis stürzen oder gar die diversen Herausforderungen erfolgreich bestehen will, der muss sich mit NBA 2K12, seinen spielerischen Möglichkeiten und der durchaus umfangreichen Steuerung auseinandersetzen, daran führt kein Weg vorbei.
NBA 2K12
Übrigens, während bei der Xbox360 auf eine Kinect-Unterstützung komplett verzichtet wurde, könnt ihr auf der PS3 weiterhin euerem Bewegungsdrang durch die Benutzung von Playstation Move befriedigen. Leider hat sich bezüglich dieses Features seit dem Vorgänger nichts getan, d. h. ihr werdet auch im aktuellen Basketballableger mit der bereits bekannten und teilweise sehr kompliziert zu handhabenden Kombi aus normalen Controller und Move-Steuerung leben müssen. Schade eigentlich, denn durch ein paar Vereinfachungen hätte man hier vielleicht mehr aus dem Potential der Zusatzhardware herausholen können.
