Just Dance 3 im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Als Wii-Platzhirsch nimmt Ubisoft nun auch Kinect in Angriff und kann sich wahrlich mit diesem Tanzspiel sehen lassen!

Geradezu aus dem Nichts heraus landete der französische Publisher Ubisoft mit dem Tanzspiel Just Dance einen grandiosen Überraschungserfolg. Dies mag vielleicht nicht an den spielerischen Qualitäten gelegen haben, denn bezüglich der Mechanik gingen die Meinungen der Kritiker durchaus ein wenig auseinander, dennoch begeisterte der Inhalt Millionen von Wii-Spielern. Mit den nunmehr dritten Teil wird das Spektrum erweitert und mit der Playstation 3 und Xbox 360 auch neue Kunden angesprochen, wobei vor allem die Variante für Kinect äußerst interessant ist. Wie hat der Titel den Sprung weg von einfachen Handbewegen zur alles erkennenden Kamera hin überstanden und kann Just Dance 3 mit der starken Konkurrenz aus dem Hause Harmonix vielleicht sogar mithalten? Das wollen wir im folgenden Test klären!

Die Songliste des Spiels: 2 Unlimited – “No Limit” a-ha – “Take On Me” Anja – “Dance All Nite” Bananarama – “Venus” Black Eyed Peas – “Pump It” Bollywood Rainbow – “Kurio ko uddah le jana” Cee Lo Green – “Forget You” Countdown Mix Masters – “Beautiful Liar” Daft Punk – “Da Funk” Danny Elfman – “This is Halloween” Donna Summer – “I Feel Love” Dr. Creole – “Baby Zouk” Duck Sauce – “Barbra Streisand” Girls Aloud – “Jump (For My Love)” Groove Century - “Boogie Wonderland” Gwen Stefani – “What You Waiting For” Inspector Marceau – “The Master Blaster” Janelle Monae – “Tightrope (Solo Version)” Jessie J featuring B.o.B – “Price Tag” Brahms by Just Dance Classical Orchestra – “Hungarian Dance No. 5” Katy Perry featuring Snoop Dogg – “California Gurls” Kiss – “I Was Made For Lovin’ You” Konshens – “Jamaican Dance” African Ladies – “Pata Pata” Latino Sunset – “Mamasita” Laura Bell Bundy – “Giddy On Up (Giddy On Out)” Lena Meyer-Landrut – “Satellite” LMFAO featuring Lauren Bennett and GoonRock – “Party Rock Anthem” Madness – “Night Boat To Cairo” MIKA – “Lollipop” Nelly Furtado featuring Timbaland – “Promiscuous” Pointer Sisters – “Im So Excited” Queen – “Crazy Little Thing Called Love” Reggaeton Explosion – “Boom” Rita Mitsouko – “Marcia Baila” Robbie Williams and Nicole Kidman - “Somethin Stupid” Scissor Sisters – “I Dont Feel Like Dancin” Sweat Invaders - “Gonna Make You Sweat (Everybody Dance Now)” Taio Cruz – “Dynamite” The Buggles – “Video Killed The Radio Star” The Chemical Brothers – “Hey Boy Hey Girl” The Girly Team – “Baby One More Time” The London Theatre Orchestra & Cast – “Think” The Sugarhill Gang – “Apache (Jump On It)” Tommy Sparks – “Shes Got Me Dancing” Wilson Pickett – “Land of 1000 Dances”

Nach dem mehr als schlichten Start, sobald die Disc im Laufwerk zu rotieren anfängt, überfällt den Spieler eine geradezu überwältigende Farbpalette. Als extrem grellbunt kann die Optik bezeichnet werden, die mit kräftigen Kolorierungen und Neonfarben einen einzigartigen, wenn auch recht eigenwilligen und einfach gehaltenen Stil an den Tag legt. Dance Central mag mit seiner Comic-Grafik ebenfalls als recht farbenfroh gelten, doch Just Dance 3 spielt diesbezüglich in einer ganz anderen Liga. Man muss die grellen Farben und das schlichte Design ehrlich gesagt mögen, doch es passt eigentlich sehr gut auf die Thematik. So farbenfroh wie sich die Optik letztendlich gibt, so abwechslungsreich ist auch die musikalische Auswahl, die uns Ubisoft präsentiert. Über 50 Hits aus allen möglichen Genres von Pop, Rock, Dance, R'n'B und Disco tummeln sich auf der Scheibe und liefern ein breites Spektrum an richtig tollen Dancestampfern. Wer hier nichts findet, dürfte Musik nicht gerade als Hobby bezeichnen und wird beim Autofahren entweder Klassik laufen haben oder ausschließlich Nachrichten lauschen.

Komplexe Tänze wie aus den Videoclips

Mit dieser Auswahl, die gleichauf extrem umfangreich wie auch genial abwechslungsreich ist, kann sich Just Dance 3 definitiv brüsten und seine Kontrahenten mit links ausstechen! Während auf der Wii zwar ebenfalls komplette Choreographien geboten, dank der einfachen Eingabe mittels Controller aber nur mangelhaft der komplette Körper überwacht wurde, sorgt Kinect nun für einen Quantensprung in der Spielmechanik. Nun heißt es nicht nur die Arme zu bewegen, ihr müsst auch das Hüftbein schwingen und das nicht gerade zu knapp. Die gezeigten Darbietungen übertreiben es fast schon mit herrlichen Pirouetten, schwungvollen Armbewegungen und tollen Sidesteps. Es wird das komplette Programm abgefahren und wer hinterher nicht das Handtuch geworfen hat, wird dieses definitiv nach dem Workout für den Schweiß benötigen, welcher von der Stirn tropft. Just Dance 3 ist wie jedes andere Kinect-Tanzspiel unglaublich anstrengend und wer täglich seine Runden durch das Wohnzimmer steppt, wird definitiv die eine oder andere Kalorie verbrennen. Nicht dass wir dem nachtrauern würden, sitzen wir Spieler für gewöhnlich ja doch zu viel auf dem Sofa herum.

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