Tetris: für iPad im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Tetris auf dem iPad ist vom Spielprinzip her bekannt und sicher immer mal für eine schnelle Runde zwischendurch gut.

Alexey Pajitnov, der Urvater von Tetris, hat seinerzeit wohl kaum von einem solch unglaublichen Erfolg geträumt. Mit diesem Spiel, welches 1984 für das Nintendo Entertainment System auf den Markt kam, schuf er einen Titel, der bis heute seine Faszination nicht verloren hat. Auf jeder Plattform gibt es einen entsprechenden Ableger und wir haben nun EAs Variante für das iPad angeschaut. Lassen sich die Klötzchen auch dort gewohnt gut stapeln?

Tetris: für iPad Tetris: für iPad Das Spielprinzip dürfte jedem klar sein. Unterschiedlich geformte Steine, die anfangs noch gemächlich am oberen Bildrand erscheinen und später dann doch mit ordentlich Tempo Richtung Boden fallen, müssen derart gedreht und gewendet werden, dass sie möglichst lückenlos aufgetürmt werden. Ist eine Reihe vollständig, löst sich diese auf und macht Platz für nachkommenden Tetriminos. Das geht nicht immer, dann muss man spätere Steine geschickt in die Lücken oder unter andere Steine hindurch schieben - eine Technik für Profis, welche wir aber auch sofort wieder auf dem iPad angewendet haben, um in den höheren Level Fehler auszubügeln. Das Grundprinzip ist, seit über 25 Jahre, unverändert und dennoch motiviert die Jagd nach neuen Rekorden auch heute noch. Diese werden natürlich verewigt und dank Statistiken kann man immer verfolgen, wie weit man es tatsächlich geschafft hat. Für kurzweilige Unterhaltung ist der Titel daher bestens geeignet.

Tetris: für iPad Tetris: für iPad Da sich nicht wirklich viel verändert hat, ist die Steuerung maßgeblich für den kompletten Spielspaß. Tetris für das iPad wird, wie soll es auch anders sein, komplett über den Touchscreen gespielt. Mit wischen nach rechts oder links wird der Tetrimino positioniert, mit tippen gedreht und nach unten beschleunigt auf die anderen Steine gesetzt. Es spielt sich eine ganze Weile recht gut und der Touchscreen scheint optimal, bis die Geschwindigkeit einen ordentlichen Zacken zulegt. Dann kommen ungewollte Fehler auf, die Eingaben werden hektischer und man muss geradezu unkontrolliert das Handtuch werfen. Für Fans des Klassikers, die auf außerordentliche Spielbarkeit wert legen, wird der Titel Frust bereiten. Über das Optionsmenü kann ein digitales Pad eingeschalten werden, was vor allem für Fans des Klassikers sinnvoll erscheint. Neben der ruckartigen Bewegung des Tetrimino, kann dieser damit auch in beide Richtungen gedreht werden, was mit der modernen Variante leider nicht der Fall ist.

Tetris: für iPad Tetris: für iPad Insgesamt ist Tetris trotz kleiner Schwächen sehr gut spielbar, doch EA hart es verpasst, den Download auch mit variantenreichen Modi zu bestücken. Der Marathon ist der klassische Ausdauermodus und dient der Rekordjagd, währen der Magiemodus eher Herausforderungen bietet. Es gilt eine bestimmte Anzahl an Linien abzubauen, das natürlich möglichst schnell. Da die Geschwindigkeit pro Aufgabe ordentlich ansteigt, erfreut man sich an einigen Goodies, welche das Spielerleben erleichtern. Nach einer gewissen Zeit kann man Bomben werfen, Steine in Luftblasen verwandeln, die man zum platzen bringt und ähnliche Helferlein aktivieren. Damit werden die Herausforderungen meist zu einem Kinderspiel. Abseits dieser Varianten, gibt es aber leider nicht mehr viel zu entdecken.

Untermauert wird Tetris zumindest im Menü von einer Melodie, die uns unweigerlich wieder ins Ohr geht. Auch diese ist schon einige Jahrzehnte alt, wirkt aber auch heute noch unglaublich charmant und wohlklingend. Werden die Tetriminos gestapelt, lullt uns stattdessen eine Fahrstuhl-Musik ein. Lounge mag ja nett sein, wirkt in Tetris aber irgendwie doch deplatziert, so dass man gerne auf die iPod Möglichkeit zurückgreift und aus der eigenen Bibliothek passende Musik abspielt.

Meinung

Wertung zu Tetris: für iPad (iOS/Android)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
das klassische Spielprinzipmotiviert auch heute noch ungemeinMarathonmodus nach wie vor genialTitelmelodie
im Vergleich zum Gamepad ist die iPad Version nicht so gut steuerbarfehlende Abwechslung aufgrund weniger Spielmodieinschläfernde Hintergrundmusik
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