Amy im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ein interessantes Survival-Game, welches leider am Speichersystem und endlos vielen Trial & Error-Passagen krankt.

Was war ich gespannt auf Amy, ein kleines Spiel vom Flashback Schöpfer Paul Cuisset, welches den Genre-Vertretern mal zeigen sollte, wie ein Gruselspiel heutzutage auch aussehen kann. Was versprochen wurde hörte sich schon mal sehr gut an: Wir schlüpfen in die Rolle von Lana, welche sich eines achtjährigen Mädchens angenommen hat, das es auf der einen Seite zu beschützen gilt, welches aber auf der anderen Seite auch über besondere Fähigkeiten verfügt, derer wir uns bedienen können. Die beiden werden in eine apokalyptische Welt voller "Kontaminierter" geworfen, aus der sie nun zu flüchten versuchen.

Amy Amy Eigentlich eine gute Voraussetzung für ein gutes Horror-Survival-Game und auch die mitgegebenen Gameplay-Elemente bieten eigentlich alles für ein spannendes Spiel. Die erwachsene Lana ist nämlich bereits infiziert, kann ihre Verwandlung zum Zombie aber verhindern indem sie sich in der Nähe der geheimnisvollen Amy aufhält oder sich regelmäßig ein Anitkontaminationsmittel verabreicht, welches in Form von Spritzen an strategisch wichtigen Punkten in den Leveln herumliegt. Das bedingt natürlich, dass sich Lana nie zu lange und zu weit von Amy entfernen kann, da sie sich ansonsten in einen Zombie verwandelt und stirbt. Gleichzeitig handelt es sich bei Amy wirklich um ein kleines Mädchen, welches nicht einfach still hält, wenn es Angst bekommt. Selbst wenn wir sie in einem Schrank oder unter einem Schreibtisch verstecken, kann es schon passieren, dass sie panisch flüchtet und wir sie erst wieder suchen müssen.

Dieses externe Embedding ist leider nicht mehr verfügbar.

Amy Amy Zudem verfügt sie über besondere Fähigkeiten, sie kann nicht nur Lana heilen und gesund halten, sie ist dank ihrer autistischen Veranlagung auch in der Lage Computer zu hacken, hilft uns also dabei verschlossene Türen zu öffnen. Nicht zuletzt kann sie geheimnisvolle Zeichen erkennen und interpretieren, was ihr besondere Superkräfte verleiht, wie das Erzeugen einer stillen Blase oder einen Superstoß, mit dem sie gleich mehrere Infizierte auf einen Schlag regelrecht hinwegputzen kann. Bleibt noch zu erwähnen, dass sie durch kleine Öffnungen hindurch schlüpfen kann, durch die Lana nicht mehr passt, wohingegen sich Lana an schmalen Vorsprüngen entlanghangeln kann, wozu Amy nicht in der Lage ist.

Amy Amy Damit ist klar, das Spiel legt es darauf an, dass man die Fähigkeiten der beiden Charaktere geschickt einsetzt um voranzukommen. Die direkte Konfrontation mit den Infizierten oder den Soldaten hingegen sollte man möglichst vermeiden. Manchmal ist Lana zwar gezwungen zum Stock zu greifen und einen Infizierten direkt auszuschalten, meist jedoch bewegen wir uns im Verborgenen und versuchen nicht entdeckt zu werden. Das funktioniert im ersten Kapitel der insgesamt sechs auch noch ganz gut und man beginnt sich für das Mädchen verantwortlich zu fühlen. Denn es hat schon was, wenn man die stumme Amy an der Hand hält und im Joypad ihren Herzschlag spürt, der sich beschleunigt wenn sie Angst bekommt, doch schon bald wird man von der üblen Gameplay-Mechanik eingeholt, die aus Amy ein ganz schön frustrierendes Trial & Error-Game macht.

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