Mit der Kraft der Rune
Jowood und Phenomicist ist es gelungen die Kluft zwischen Strategie und RPG zu überbrücken und miteinander perfekt zu verbinden. Entstanden ist daraus Spellforce: The Order of Dawn.
Das Spiel beginnt wie in jedem anderen typischen RPG-Spiel. Bevor ihr startet, wählt ihr Geschlecht, Gesicht und Kampfklasse mit ihr das ganze Spiel überstehen müsst. Die Wahl sollte gut überlegt sein, den jede Klasse setzt sich im späteren Spielverlauf stark von den anderen ab. Wobei ihr euch später mit einer zweiten Klasse verstärken könnt.
So startet ihr mit einer mickrigen Waffe, dreckigen Kleidern ins Spiel. Im Auftrag vom mächtigen Zirkelmagier Rohen sollt ihr als Runenkrieger in die nächste Stadt gelangen. Nun hat man die Wahl, entweder steuert man seine Figur von oben durch klicken oder ihr übernimmt selbst die Kontrolle über euren Helden.
In eurem Inventar behaltet stets den Überblick über eure Rüstungen, Waffen, Zauber, Runen und anderen wertvollen Gegenständen. Jederzeit sind alle Ausrüstungen austauschbar. Zum anziehen habt ihr Hosen, ein Oberteil (oder statt die beiden ein ganzes Kleid), Kopfbedeckung und für jede Hand eine Ring. Kleidungsstücke können neben dem eigentlichen Schutz eure Magie, Lebenspunkte oder eure Attributspunkte steigen lassen. Bei den Zaubern gibt es verschiedene Stufen. Die geforderte Stufe um den Zauber zu gebrauchen muss natürlich erst erreicht werden. Insgesamt ist es möglich 8 Zauber auf einmal zu gebrauchen.
Nun kommt das eigentliche an Spellforce. Auch wenn es RPG Elemente enthält, ist Spellforce grösstenteils immer noch ein Strategiespiel. Von den insgesamt 30 Leveln bestreitet man etwa vier davon im Alleingang oder mit Verbündeten. Um eine Areme aufzustellen bedient ihr euch der Kraft der Rune.
Am wichtigsten sind die Seelensteine, die sichern euer überleben. Davon gibt es in jedem Level mehrere über das ganze Land verteilt. Beim vorbeilaufen könnt ihr sie aktivieren. Habt ihr mehrere in eurem Besitz gebracht, könnt ihr auch zwischen ihnen hin und her reisen.
Hinzu kommen die Heldenmonumente. Unterwegs werdet ihr andere Runen finden. Die könnt ihr dann selbst ausrüsten und beim Monument rufen lassen.
Um eine Armee aufzustellen, müsst ihr nach einem Monument der sechs Völker Ausschau halten. Eines der drei hellen Völker (Menschen, Elfen, Zwerge) oder eines der dunklen(Dunkelelfen, Trolle, Orks). Sobald ihr eines dieser Monumente aktiviert habt, beginnen auch gegnerische Lager mit aufstellen neuer Truppen. Während Holz und Stein meist für Gebäuden und Krieger gebraucht werden, sind Lenya und Aria besonders für magische Einheiten notwendig. Nahrung dagegen wird nur gebraucht, um mehr Soldaten erschaffen zu können. Während einzelne Gebäude nur für Rohstoffsammlung zu gebrauchen sind, sind wieder rum andere nur notwendig, um bestimmte Einheiten produzieren zu können.
Alle Völker haben hierbei ihre eigenen Stärken. Während Menschen das perfekte Mittelmass darstellen, haben Elfen zwar etwas schwächere Kämpfer, sind dafür aber billiger. Ausserdem sind sie auf Bogenschützen spezialisiert. Sollte das Monument bei einem Angriff in Brand gesetzt werden, erlöscht die Rune und alle Einheiten die von dort stammen werden sofort vernichtet.
Um ein feindliches Lager zu vernichten müssen sämtliche Gebäude zerstört werden.
Mit der Zeit werdet ihr in die Story von euch, Rohen, dem bösen Zirkelmagier und dem Orden des Erwachens hineingezogen. Dabei kommen immer wieder unerwartete Erreignisse auf euch zu. Die Hauptstory treibt euch stur von einem Level zum nächsten. Dazwischen gibt allerdings ein dutzend Nebenquests. Manche von denen sind ganz kurz, andere aber ziehen sich fast durch das ganze Spiel hindurch. Neben wertvollen Erfahrungspunkten, erhaltet ihr auch wertvolle und nützliche Gegenstände, deren Stärke ihr sonst oft nirgends finden werdet.
Wenn etwas Spellforce perfekt macht, dann ist es die Grafik. Zu damaliger Zeit bekam man nichts besseres geboten. Trotz den vielen grossen Welten gelang es den Entwicklern saubere und ruckelfreie Landschaften vom schönsten zu zaubern. Die Charakter Modelle sind ebenfalls gelungen, nur schade das die Emotionen in den Gesichtern. fällt.
Der Sound ist etwas abwechslungsarm. Zwar wird durch den Wechsel immer sofort klar wann eine Gegnerhorde angreift, aber oftmals erklingt in "normalen" Situationen immer die gleiche Melodie.
Fazit:
Für Strategie-Fans ein Gottesgeschenk. Jene die auf ein gutes RPG hoffen, sollten allerdings auch Freude am Strategieteil haben, da er den des RPGs übersteigt. Ansonsten sauber zusammengestellte Levels mit toller Story und abwechslungsreichem Gameplay das für locker 50 Stunden begeistern kann. Einzig der fehlende Zufallskartenmodus lässt etwas Frust aufkommen