Eine neue Bedrohung
Genug von langweiligen Rollenspielen mit Schwert und Schild? Mass Effect sticht aus der Masse der Rollenspiele heraus, den hier gibt es ein anderes Setting: Die Zukunft.
Wer schon Teil 1 gespielt hat, darf sich freuen: Es gibt die Möglichkeit, einen Spielcharakter aus Mass Effect in den zwiten Teil zu importieren. Alternativ kannman auch einen neuen Commander Shepard erschaffen, und schon geht´s los.
Der zweite Teil startet mit einer selten dagewesenen Situation; Commander Shepard, der Held der Serie, stirbt und sein Schiff, die Normandy wird zerstört. Er bleibt aber nicht lange tot, denn Cerberus, eine zwielichtige "Firma" der Menschen belebt ihn wieder, und hat auch gleich eine Mission für ihn:
Die Kollektoren, eine seltsame, fremde, nahezu unbekannte Spezies entführt unzählige menschliche Kolonisten, und er soll sie aufhalten, denn eins ist sicher: Die Kollektoren planen etwas.
Die nächste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten, denn Cerberus hat während der 2 Jahre Wiederbelebungszeit nicht Däumchen gedreht, sondern prompt eine Kopie der Normandy gebaut, sie etwas verbessert und Joker, den Piloten aus Mass Effect 1 aus dem Ruhestand geholt.
So rekrutiert man im Laufe des Spiels immer mehr Teammitglieder, die Shepard auf seinen Missionen mitnehmen kann.
Ziel der Mission: Das Omega-4-Portal benutzen, den Ursprung der Kollektoren finden, und ihnen den Garaus zu machen und nebenbei noch die entführten Kolonisten retten.
Doch was hinter dem Portal ist weiß niemand; denn keiner, der es benutzt hat, ist je zurückgekehrt.
Soviel zur Geschichte - doch ein Spiel muss eben auch gut aussehen und hier liegt eine Stärke des Spiels. Die verschiedenen Spezies sind glaubwürdig, nicht übertrieben fremdartig gestaltet und auch die Kämpfe sind Kinoreif inszeniert.
Oder kurz: Mass Effect 2 ist ein Paradebeispiel für heutige Grafikleistung in RPGs.
Wie bitte, ein RPG mit Schusswaffen? Genau. Da Mass Effect in der Zukunft spielt, muss auch die Waffenauswahl geändert werden. Man kann sich je nach gewählter Klasse mit Sturmgewehren, Schrotflinten, Pistolen, MPs, Scharfschützengewehren und Schweren Waffen ausrüsten.
Eine elegante Alternative zu Waffen ist die Biotik. Biotik ist in etwa das, was in Star Wars die Macht ist; man kann die Gegner herumwerfen, sie mit biotischen Kugeln beschiessen, bewegungsunfähig machen, Schockwellen aussenden und, und, und.
Das hört sich jetzt mehr nach einem Action Game oder einem Shooter an als nach einem RPG. Und, ehrlich gesagt, so spielt es sich auch.
jedoch gibt es auch RPG Elemente, beispielsweise das Dialogsystem. hierbei kann man sich zwischen maximal 6 Antworten entscheiden, wovon die einen das Gespräch vertiefen, und die anderen schneller ein Ende der Unterhaltung suchen.
Zudem versteht sich Bioware darauf, dem Spiel und den Charakteren eine gewissen Tiefe zu geben. So hat jedes Teammitglied eine hintergrund Geschichte, andere probleme und Ängste. Diese kann Shepard ignorieren, oder sich darum kümmern.
Je nachdem wie man sich entscheidet, werden die Charaktere einen mögen oder hassen.
Diese Tiefe ist es auch, die einen trauern lässt, wenn man in der Selbstmordmission eines seiner Teammitlgieder verliert.
Denn diese können in der letzten Mission sterben, genauso wie der Protagonist selbst.
FAZIT: Bioware hat diesem Spiel, das eine Mischung aus Actionspiel und RPG ist eine besondere Tiefe gegeben, die es ermöglicht, vollständig in diese Welt einzutauchen.
Die Kämpfe sind großartig, sowohl zu bestreiten als auch anzusehen, denn dort entwiscklet sich Kinoreife Action.
Einziger Schwachpunkt: Das Spiel lebt von Nebenquests, die Hauptstory ist nämlich sehr kurz und das Ende früh absehbar.