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PC-Feeling auf der PS2

Die Diskussion dürfte so alt sein wie die Egoshooter selbst. Während die einen auf ihre Maus/Tastaturkombination schwören, welches die exakteste und schnellstmögliche Art sein soll einen Egoshooter zu spielen, beharren viele Konsoleros darauf, dass man mit entsprechender Übung auch mit einem Gamepad eine entsprechende Leistung erzielen kann. Doch darum soll es in diesem Special nicht gehen, vielmehr wollen wir eine Möglichkeit aufzeigen, wie eingefleischte „Mausspieler“ mit ihrem bevorzugten Eingabegerät nun auch PS2-Egoshooter spielen können.

Möglich macht das der edgeFX aus dem Hause splitfish, von denen wir euch schon den eyeFX vorgestellt haben. Beim edgeFX handelt es sich um eine optische Maus für die PS2 welche ein Nunchuck ähnliches Anhängsel besitzt in dem sich quasi der linke Teil des original PS2 Gamepads befindet. Dazu gehört eine Unterlage die als Mauspad dient und eine Halterung für den linken Controller-Teil besitzt. Damit ist es möglich die Maus/Controllerkombination auch auf der Couch zu benutzen indem man sich das Mauspad auf die Füße legt, oder wo man sie sonst gerne hat. Denn wenn man den Controller in die Halterung legt, welche sich in die gewünschte Richtung drehen lässt, stabilisiert man damit auch das steife Mauspad und kann so aus fast jeder Lage aus spielen, ganz ohne einen Tisch oder eine Unterlage zu benötigen.



Der edgeFX im Detail

Bevor wir uns dem Praxistest zuwenden sehen wir uns den edgeFX doch mal genauer an. Die Maus selbst besitzt an der Vorderseite drei Tasten, auf welchen die Funktionen der L1, L2 und in der Mitte die der L3-Tasten liegen. Direkt darüber befindet sich die START-Taste. An der linken Seite, also da wo unser Daumen ruht, befinden sich die bekannten vier Aktionstasten des PS2-Pads, also die X, die Quadrat-, die Dreiecks- und die Kreistaste. Von außen nicht zu sehen, dafür umso deutlicher zu spüren, ist der in der Maus eingebaute Rumblemotor, denn mit dem edgeFX muss man nicht auf das gewohnte Rumble-Feature verzichten.

Das Controller-Anhängsel stellt, wie schon erwähnt, quasi den linken Teil des original PS2-Controller dar. Es beinhaltet den Analogstick sowie das Steuerkreuz und die L1 und L2-Tasten. Die L3-Funktion wird wie gewohnt per Klick auf den Analogstick ausgelöst. Neben diesem befindet sich noch die noch nicht erwähnte SELECT-Taste. Zusätzlich existieren an dem „Anhängsel“ ein Rändelrad um die Empfindlichkeit der Maus einzustellen, sowie eine auf den ersten Blick etwas geheimnisvolle F-Taste, welche dazu dient kurzzeitig den Focus zu aktivieren. Denn drücken wir diese, versetzen wir die Maus quasi in den Sniper-Mode und können den Zielkursor pixelgenau steuern ohne auf die allgemein eingestellte Empfindlichkeit per Rändelrad Einfluss zu nehmen. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht.

Der edgeFX in der Praxis.

Damit sollte klar sein, der edgeFX ist prädestiniert für Egoshooter auf der PS2, eignet sich aber nicht für Puzzle- oder Rennspiele. Das Gerät ist designed für alle Spiele die eine Ego- oder eine Verfolgersicht bieten bei der man normalerweise seinen Charakter oder das Vehikel mit dem linken Stick steuert und mit dem rechten Stick die Blickrichtung bestimmt. Idealerweise verfügt das Spiel über ein Steuerungsschema bei dem man mit der R1-Taste schießt und mit der R1-Taste in den Sniper-Mode wechselt, was bei vielen PS2-Egoshootern der Fall ist. Ist diese bedingung erfüllt erlebt man auf der PS2 tatsächlich das typische PC-Steuerungsgefühl, denn der edgeFX reagiert praktisch verzögerungsfrei und lässt sich wunderbar bedienen. Zudem bietet uns der Rumble-Motor in der Maus ein Erlebnis wie wir es nicht einmal vom PC her kennen.

Als wahrer Clou in der Praxis stellt sich das Rändelrad zur Empfindlichkeitseinstellung heraus, denn damit findet man innerhalb von Sekunden die richtige Einstellung für jedes Spiel, ohne irgendwelche Optionen aufrufen zu müssen. Ebenfalls sehr praktisch, auch wenn sie einem auf den ersten Blick vielleicht etwas spanisch vorkommen könnte, ist die Focus-Taste. Denn hat man mit der L1-Taste in den Sniper-Mode geschaltet und sein Ziel gefunden, kann man mit gedrückter F-Taste superexakt Zielen und sofort wieder zur normalen Bewegungsgeschwindigkeit umschalten, so dass einem kein Nachteil entsteht.

Damit lässt sich abschließend sagen, dass der edgeFX den Praxistest bestanden hat. Unsere anfänglichen Bedenken, dass die „Mausemulation“ nicht richtig funktionieren könnte oder sich der edgeFX kompliziert bedienen lassen würde, wurden während unseres Tests komplett zerstreut. Wer also schon immer mal eine Maussteuerung an der Konsole haben wollte oder eingefleischte PC-Zocker zu einem gemeinsamen Spiel an der PS2 einladen möchte, sollte den edgeFX im Auge behalten, er ist ab sofort zum empfohlenen Verkaufspreis von 59,95 Euro erhältlich.

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