Als geschasster Agent gehen wir in den Untergrund und decken eine Verschwörung auf - viel spannender als 24 oder Bourne!
Wenn Grafik die Stimmung drückt
Alpha Protocol
Doch kommen wir zunächst zu der Bedienung, die im Prinzip in Ordnung geht. Nur leider wirkt die Auswahl an Gegenständen (Healthsprays, verschiedene Granaten usw.) recht mühsam, ebenso wie das Wechseln der Munitionsarten. Und dies gilt auch für die Fähigkeiten, für die es leider nur einen Hotkey gibt. Das Speichersystem sichert an bestimmten Stellen, die allerdings recht fair verteilt sind. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade fordern hingegen sowohl Anfänger als auch Profis. Die größten Herausforderungen sind die Boss-Gegner, denen wahrlich nicht leicht beizukommen ist. Leider sind diese Momente relativ selten.
Alpha Protocol
Eine Beleidigung für die Augen, so fällt zumindest der Eindruck der grafischen Qualitäten eines Alpha Protocol aus. Die gebotene Technik ist derart veraltet, das sie am ehesten der PlayStation 2 oder der alten Xbox zugeordnet werden kann. Die langweiligen und kantigen Areale sind völlig belanglos, das Design fast schon beschämend. Die sehr rudimentäre Physik sowie die spärlich genutzten und völlig dilettantischen Lichteffekte tun ihr übriges. Von den hölzernen Animationen und Clippingfehlern will ich erst gar nicht anfangen. Immerhin machen die Charaktere in den Gesprächen mit ihrer Mimik und dem Detailreichtum einen ordentlichen Eindruck. Ruckler sind selten, aber vorhanden. Viel gewichtiger sind da schon die ständig nachladenden Texturen, die erst einige Sekunden brauchen, um den vollständigen Detailgrad zu erhalten, der ohnehin nicht der Rede wert ist. Während Alpha Protocol als hässliches Entlein seinem Ruf alle Ehre macht, macht die Agenten-Hatz musikalisch einen würdigen Eindruck. Die englische Sprachausgabe ist zwar hervorragend, bietet allerdings nur deutsche Untertitel. Ansonsten fühlt man sich wie in einem typischen Agentenfilm. Hier nimmt alles seine gewohnten Bahnen.
