Ein tierisches Chaos. Jetzt geht's auf in die Stadt! Wir testeten aus, wie lohnenswert die Reise ist.
Das Museum
Animal Crossing: Let's Go To The City
Im Museum gibt es gleich mehrere Dinge zu erledigen. Die Hauptattraktion sind aber zweifelsohne die verschiedenen Ausstellungen, welche sich mit dem Thema Fossilien, Fische, Insekten und Kunst befassen. Leider mangelt es aber an Ausstellungsstücken, sodass der Museumsführer Eugen auf eure Hilfe angewiesen ist. Doch wie macht man sich denn bitte auf die Suche nach Fossilien? Solche wertvollen Raritäten lassen sich einfacher finden als man denkt: Achtet auf merkwürdige Ritzen im Boden, packt die Schaufel aus und buddelt an diesen Stellen - schwupp, schon habt ihr ein Fossil gefunden. Es gibt zwar auch andere Dinge, die man unter der Erde finden kann, aber meist handelt es sich um Fossilien. Eugen untersucht diese dann und stellt sie im Museum aus. Er benötigt allerdings eine ganze Menge davon, bis ein komplettes Dinosaurier-Skelett vollständig ist, also immer schön die Augen offen halten! Wie die Fischsammlung erweitert werden kann, dürfte nicht schwer zu erraten sein: Ihr stellt euch an den Strand oder an den Fluss, packt eure Angel aus, schmeißt den Köder in der Nähe eines Fisches ins Wasser und hofft dass er anbeißt. Dann kräftig ziehen (Wii-Fernbedienung schütteln) und schon habt ihr einen schuppigen Zeitgenossen in der Hand. Eugen nimmt jedoch von jedem Exemplar immer nur eines in die Sammlung auf, wenn also dauernd nur ein Seebarsch an der Leine hängt, bringt das nicht sehr viel für die Ausstellung. Insekten sind weitaus komplizierter zu beschaffen. Meist findet ihr diese in der Nähe von bunten Blumen. Packt den Kescher aus und achtet auf einen Summton. Schmetterlinge geben hingegen keinen Laut von sich, fallen dafür aber stärker auf. Das wohl seltenste Gut sind die Gemälde: Diese könnt ihr natürlich weder in der Wildnis fangen, noch mit einem Köder anlocken. Was muss man wohl tun, um an ein hübsches Bild zu gelangen? Findet es heraus und spendet es dem Museum, damit ihr es schließlich in der Ausstellung bewundern könnt.
Animal Crossing: Let's Go To The City
Neben den Ausstellungen befindet sich außerdem ein Observatorium im Museum. Hier kann durch ein großes Teleskop in den Sternenhimmel geschaut werden. Verbindet die hellen Punkte so, dass eine bestimmte Form entsteht (Männchen, Bär, Zeichen usw.), um ein ganz individuelles Sternenbild zu erschaffen. Seid ihr damit zufrieden, dürft ihr ihm noch einen Namen verpassen und ab sofort ist es nun immer nachts zu sehen. Zu bestimmten Uhrzeiten mal besser und mal schlechter. Ihr könnt jedoch nachfragen wann man es denn am besten zu Gesicht bekommt. Als letzte Anlaufstelle hat das Museum außerdem noch ein kleines Café zu bieten. Setzt euch an die Bar und genießt einen frisch aufgebrühten Kaffee. An bestimmten Tagen wird das Café außerdem von einem sympathischen Musiker besucht. Er sorgt für Stimmung, da er mit seiner kleinen Gitarre fröhliche Melodien erklingen lässt. Bei den Bewohnern ist er sehr beliebt, denn in so manchem Haus läuft ausschließlich seine Musik.
Tom Nooks Laden
Animal Crossing: Let's Go To The City
Wie bereits erwähnt, hat der Waschbär Tom Nook einen kleinen Laden, in dem man einkaufen kann. Er offeriert jeden Tag ein paar ganz spezielle Besonderheiten, wie etwa einen Schlafsack oder einen Kaktus - das ändert sich ständig. Wer sein Haus ein wenig verschönern möchte, der ist hier also genau an der richtigen Adresse. Doch nicht nur Möbel und ausgefallene Accessoires befinden sich in seinem Sortiment, ihr könnt nahezu alles kaufen: Praktische Gegenstände wie etwa eine Angel, eine Schaufel oder eine Gießkanne, stehen ebenso zur Verfügung wie verschiedenste Pflanzen, Tapeten und Teppiche. Sogar Medizin darf für ein paar Sternis erworben werden. Mit jedem Einkauf erhält man Bonuspunkte und irgendwann bekommt man dafür kleine Geschenke. Außerdem wird der Laden durch eure Unterstützung immer größer und bietet somit auch mehr Waren an. Ein Besuch bei Nook ist aber nicht nur dann fällig, wenn ihr mal wieder etwas kaufen wollt. Er dient nämlich auch zur Sterni-Beschaffung. Habt ihr beispielsweise einen seltenen Fisch gefangen, den das Museum bereits in der Ausstellung führt, eine besondere Muschel gefunden oder ein Outfit zuviel, dann können diese Dinge für Sternis verkauft werden.
Das Rathaus
Ein Besuch im Rathaus steht immer wieder an, denn hier muss beispielsweise der Kredit für euer Haus abbezahlt werden. Ihr könnt euch außerdem erkundigen, ob die Bewohner sich im Dorf wohl fühlen, dürft Sternis auf euer Konto einbezahlen, euren Müll in einer Tonne hinterlassen, welche jeweils zweimal wöchentlich geleert wird und vieles mehr. Da sich auch ein Postschalter im Rathaus befindet könnt ihr Briefe schreiben und diese an die Nachbarschaft eure eigene Wii-Pinnwand oder die Pinnwand von Freunden verschicken lassen.
Griesgrämiger Wolf, möbelfanatische Ente, archäologische Kuh - die Nachbarschaft
Animal Crossing: Let's Go To The City
Auch auf der Wii gibt es neben den bereits erwähnten Einrichtungen noch jede Menge gewöhnlicher Wohnhäuser, welche von den unterschiedlichsten Tieren bevölkert werden. Jedes hat seinen ganz eigenen Charakter: Einige sehen den Sinn des Lebens darin, sich wie verrückt auf Bodybuilding zu konzentrieren und tagtäglich zu joggen, manch einer liebt Möbel, Blumen, Insekten oder Fossilien und wieder andere sind einfach nur griesgrämig und scheinen das Ziel zu verfolgen, jeden zu vergraulen und dumm anzumachen. Es gibt also immer Tiere, mit welchen ihr in freundschaftlichem Kontakt seid, hin und wieder ein Geschenk bekommt und nette Unterhaltungen führt und andere die froh sind, wenn ihr sie nicht ansprecht. Damit die Sache nicht zu langweilig wird und immer mal wieder ein neues Gesicht auftaucht, ziehen einige Bewohner irgendwann auch wieder weg, während im Gegenzug auch welche neu hinzukommen. An sozialen Kontakten mangelt es also nie.
Mit Freunden spielen
Animal Crossing: Let's Go To The City
Dank Wi-Fi-Unterstützung könnt ihr "Animal Crossing Let's go to the City" mit Leuten aus der ganzen Welt spielen. Ladet sie in euer kleines Dörfchen ein und führt sie herum. Möglicherweise wachsen bei euch andere Früchte, als bei ihnen, sodass sie diese mitnehmen können und schließlich in ihrem eigenen Dorf anpflanzen. Angelt gemeinsam um die Wette, tauscht eure verschiedenen Designs aus, redet mit fremden Nachbarn oder hinterlasst am schwarzen Brett auf dem Rathausplatz eine Nachricht. Es ist äußerst interessant, mal aus dem eigenen kleinen Städtchen zu kommen und auch mal zu sehen wie sich andere eingerichtet haben, wie die Nachbarn dort so sind und wie die Umgebung aussieht. Möglicherweise trifft man sogar alte Bekannte, die eure Tiergemeinde verlassen haben und irgendwann einmal weggezogen und nun bei einem eurer Freunde sesshaft geworden sind. Es dürfen sogar bis zu drei Freunde in eure kleine Gemeinde einziehen und mit euch dort leben, was das Ganze nochmals eine Ecke interessanter werden lässt.
Der altbewährte und eigenwillige Stil
Animal Crossing: Let's Go To The City
Auch im neusten Teil der Serie bleibt Animal Crossing sich treu. Der unverkennbare Stil wurde auch auf der Wii nicht verändert. Die technischen Möglichkeiten hätten zwar mehr erlaubt als diese relativ simple Grafik, aber der Charme von Animal Crossing ist dennoch perfekt auf die Wii übertragen worden. Egal ob Bäume, Häuser, Schmetterlinge, Blumen oder der Effekt, wie das Wasser langsam an den Strand gespült wird - alles trägt einen Teil zum stimmigen Gesamtbild bei. Sämtliche Charaktere sind liebevoll gestaltet und wirken unheimlich putzig. In technischer Hinsicht hat sich zwar kaum etwas getan, aber wer den Stil bislang mochte, der wird auch dieses Mal wieder hellauf begeistert sein. Gleiches gilt für die Musik. Die Melodien klingen sehr harmonisch und fröhlich. Jeder Dorfbewohner hat seine eigene Art zu reden. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um echte Sprachausgabe sondern um unverständliches Gemurmel.
