Anno springt aus dem Mittelalter in die Zukunft. Der neue Look hat uns begeistert. Erfahrt alles dazu im Test!
Anno 2070
Hat man das Spiel gestartet, ist man erst einmal überrascht. Nach den Firmenlogos von Ubisoft und Related Designs kommt kein herzzerreißender Trailer. Stattdessen landet man direkt im Hauptmenü, das bei Anno 2070 auf den Namen Kommandozentrale hört. Damit man sich nicht völlig ohne Vorbereitung in das Spiel stürzen muss, bekommt man von E.V.E., einer künstlichen Intelligenz, die einem als Ratgeber zur Seite steht, Informationen. Wir erfahren hierbei, dass wir uns im Jahr 2070 befinden. Die Menschheit steht vor großen Herausforderungen, da die Meeresspiegel durch den Klimawandel steigen. Hierdurch sind viele Gegenden für den Menschen verloren gegangen, andererseits sind aber auch einige Landstriche, die früher Wüsten waren, in blühende Landschaften verwandelt worden. Die massiven Änderungen auf der Erde führen zu einem Kampf um die Rohstoffe, die noch verfügbar sind.
Anno 2070
In dieser neuen Weltordnung gibt es drei herausragende Gruppierungen:
Da sind zunächst die Tycoons, vertreten durch das Unternehmen Global Trust Inc. Das Konzept des Unternehmens ist es, starkes Wachstum zu erzeugen und möglichst viele Rohstoffe und sonstige Ressourcen zu heben. Mit ihrer rücksichtslosen Handlungsweise sind die Tycoons wesentlich für die Verschmutzung der Umwelt verantwortlich. Im Spiel äußert sich das dadurch, dass die Gebäude der Tycoons effizienter sind als die der anderen Fraktionen, allerdings ist die Ökobilanz schlechter und es kommt vermehrt zu Naturkatastrophen.
Dann gibt es die Ecos. Wie der Name schon vermuten lässt, leben diese Menschen in Harmonie mit der Umwelt und versuchen, nur erneuerbare Ressourcen zu verwenden. Großer Vertreter ist hier die Eden Initiative, eine Umweltbehörde, die auf dem Planeten immer beliebter wird. Die Ecos erleiden weniger Umweltkatastrophen, die Ökobilanz ist besser und die Bewohner sind zufriedener als die der anderen Fraktionen. Allerdings sind die Gebäude weniger effizient und eine Verschlechterung der Ökobilanz der Gruppierung führt zu einer starken Verschlechterung der Gesamtsituation.
Als dritte Fraktion gibt es die Techs. Diese sind die Forscher unter den drei Fraktionen. Die Techs betreiben viel Forschung in Universitäten, Akademien und Ausbildungszentren und arbeiten für die Organisation S.A.A.T. (Scientific Academy for Advanced Technologies). Anführer der Techs ist eine künstliche Intelligenz, die auf den Namen AI F.A.T.H.E.R. hört. Diese Fraktion hat zudem die Archen und E.V.E. entwickelt und ist die einzige Fraktion, die unter Wasser auf Unterwasserplateaus siedeln kann, um die dort vorhandenen riesigen Rohstoffvorkommen auszubeuten.
Anno 2070
Das tolle an Anno 2070 ist, dass die Grenzen zwischen den Fraktionen durchlässig konzipiert sind. So muss sich der Spieler nicht exklusiv für eine Fraktion entscheiden, sondern kann je nach Lust, Laune und Einsatzzielen Technologien der drei Gruppierungen verwenden. Zudem beeinflussen sich die Technologien der Tycoons, Ecos und Techs auch untereinander. So erlaubt die Tech-Technologie den Tycoons umweltfreundlichere Gebäude zu bauen, die gleichzeitig auch mehr produzieren. Die Ecos wiederum können ihre weniger effizienten Gebäude durch die Verwendung von Tech-Technologie verbessern und die Produktion steigern.
Anno 2070
Als Spieler steuern wir mit Hilfe von E.V.E. eine so genannte Arche. Diese ist quasi eine riesige schwimmende Forschungsstation, die uns erlaubt Land in Besitz zu nehmen in dem wir dort das aus den Vorgängern bekannte Kontor eröffnen. Zudem dient die Arche als Kommandostation und als Lagerort für Waren und Technologie-Upgrades. Nachdem die Forschung in Anno 1404 nicht präsent war, erlaubt uns Anno 2070 mit Hilfe von Forschungseinrichtungen die erwähnten Technologie-Upgrades zu erforschen. Dabei handelt es sich z.B. um Motoren, die ein Schiff schneller machen oder ein Maschinenupdate, das die Produktion in einer unserer Fabriken erhöht.
Anno 2070
Wie auch schon im Vorgänger kümmert man sich dann darum, alle relevanten Rohstoffe abzubauen, um damit Produkte zu fertigen, die einerseits den Bau von Gebäuden erlauben und andererseits die Bedürfnisse unserer Bevölkerung befriedigen. Sind die Bedürfnisse der Bevölkerung ausreichend gestillt, steigen diese in eine höhere Stufe auf. Obwohl das Benutzerinterface etwas unübersichtlicher als im Vorgänger gestaltet ist, gelingt es dem Spieler deutlich leichter als bisher, den Überblick über notwendige Gebäude zu behalten, da im Baumenü die Schaltflächen für den Gebäudebau entsprechend der Produktionsketten angeordnet sind. Leider wird diese Verbesserung zum Teil dadurch wieder aufgehoben, dass die Gebäude, je weiter man herauszoomt, doch sehr ähnlich aussehen können.
