Endlich ist es da: Das erste, lang erwartete Adventure für den DS. Doch kann es die hohen Erwartungen auch erfüllen?
Hübsche Grafik und stimmiger Sound
Ashley mit Geist D.
"Another Code" bietet eine interessante Mischung aus 2D und 3D Grafiken. Die meiste Zeit wird das Geschehen auf dem unteren Bildschirm in 3D gehalten und auf dem oberen sind vorgerenderte Hintergründe in 2D zu sehen. Diese Kombination ist sehr gut gelungen, denn sowohl die starren Bilder, als auch die dynamischen Grafiken können überzeugen. Man mag ab und zu ein paar groben Pixeln begegnen, aber da man ohnehin von weiter oben auf das Geschehen hinunter blickt, fallen diese kaum auf. Die Charaktere präsentieren sich in nettem Comic-Stil und sorgen dadurch für einen interessanten Kontrast. Auch die musikalische Unterstützung ist einwandfrei. Sanfte Melodien untermalen die mysteriöse, teils etwas drückende Stimmung stets passend und runden damit die Atmosphäre ab. Kurze, markante Sounds für bestimmte Dinge (wenn sich Ashley oder D. an jemanden oder etwas erinnern) richten eure Aufmerksamkeit auf wichtige Ereignisse oder bereiten euch darauf vor, dass nun beispielsweise wieder ein Rätsel gelöst werden muss. In technischer Hinsicht gibt es also keinerlei Grund zu meckern.
Das größte Manko - der geringe Umfang
Grafisch top
So wie es bislang aussieht, könnte man denken, dass hier eigentlich alles perfekt ist. Leider gibt es aber einen ganz dicken Kritikpunkt: Der Umfang. Solche Spiele leben davon, dass es viel zu entdecken gibt und man über längere Zeit beschäftigt ist, aber das hat Nintendo wohl leider nicht so ganz verstanden. Bis ihr das Geheimnis um die Erinnerungen von Ashley und D. gelüftet habt, vergehen leider keine 7 Stunden. Wer im Sauseschritt durch das Abenteuer rennt und sich ein wenig ranhält, der wird sogar noch früher am Ende angelangt sein. In diesem Genre ist das leider ein ganz zentraler Punkt, der dementsprechend hart bewertet werden muss. Es gibt immerhin noch die Möglichkeit unter geringfügigen Bedingungsveränderungen ein zweites Mal auf die Blood Edward Insel zu gehen, aber wirklich überzeugen kann der zweite Durchgang auch nicht, da die grundlegenden Rätsel ja bereits bekannt sind und es einfach zu wenig Veränderungen gibt, die den geringen Umfang in irgendeiner Form entschädigen könnten.
