Atelier Iris 3: Grand Phantasm im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Grundsolide Knuddelkost und ein auf Dauer leider etwas eintöniges Missionsdesign.

Die Kunst der Alchemie

Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Wie üblich entwickeln sich die Charaktere weiter und erhalten nicht nur entsprechende Erfahrungspunkte, sondern je nach Art der eigenen Kampfkunst evtl. auch Skillpunkte auf Waffen. Mit der Zeit erlernen sie dann neue Spezialattacken oder magische Angriffe. Iris mag zwar nicht gerade die hellste im Umgang mit dem täglichen Leben zu sein, hat aber eine ganz besondere Gabe geerbt: Sie kann mit der Alchemie umgehen und durch mixen von Zutaten neue Gegenstände erschaffen. Nicht nur hilfreiche und heilende Säfte bereichern fortan das Rucksack-Repertoire, sondern auch geheimnisvolle Waffen, die man sogar speziell ausrüsten kann. Die anfänglich stark eingeschränkten Möglichkeiten offenbaren im späteren Verlauf ein breites Spektrum an denkbaren Gegenständen. Dazu ist aber eine gewisse Erfahrung in der Alchemie von Nöten, sowie das Vorhandensein von Rezepturen. Denn ohne Formeln kann auch ein erfahrener Alchimist kaum was zustande bringen. Glücklicherweise kommen der guten Iris immer wieder situationsbedingt neue Ideen, die euch das Leben erleichtern werden. Dieses Feature lockert den Spielverlauf deutlich auf und ist, wie auch schon in den Vorgängern eines der Highlights von "Atelier Iris 3". Hinzu kommen noch weitere kleinere Features am Rande, wie das Aufgreifen einer Manaessenz und ähnlichem, so dass man die Charaktere durchaus individuell aufrüsten kann.

Knuddeloptik aus der Steinzeit

Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Technisch bleibt alles wie bei den Vorgängern! Nach wie vor huschen die hübsch gestalteten Charaktere über isometrische und handgezeichnete Hintergründe, was zwar zum Teil sehr altbacken wirkt, aber einen gewissen Charme besitzt. Leider kann die grafische Qualität heute nicht mehr mithalten und erinnern eher an PS One Hits bzw. Spiele für die PSP und den DS, aber wer sich von der antiken Darstellung nicht täuschen lässt, bekommt ein kunterbuntes und sehr detailreiches Abenteuer zu sehen. Mal ganz ehrlich, die Wälder zum Beispiel sehen doch recht nett aus und lassen alte Rollenspielgefühle wieder aufwallen. Aber auch das Charakterdesign bei den zig unterschiedlichen Gegnern ist einfach nur putzig ausgefallen. Knuddelige Viecher und gar nicht mal so finster drein schauende Bossgegner sorgen durchaus für Schmunzeln - vor allem, wenn man die Augen wirklich offen hält. Mit äußerst humorvollen Gestiken versucht zum Beispiel ein Helmi die Büchse der Pandora herbeizuzaubern und erschrickt selber, wenn kurz darauf eine tickende Bombe auf dem Boden liegt. Da überlegt man es sich fast schon zweimal, ob man die niedlichen Kreaturen wirklich angreifen soll.

Atelier Iris 3: Grand Phantasm Atelier Iris 3: Grand Phantasm Unterstützt wird das Spiel mit einer recht gelungenen Sprachausgabe. Selbst die Gegner erregen Aufmerksamkeit, indem sie putzige und einfach nur niedliche Laute von sich geben. Darüber hinaus kann auch der allgemeine Soundtrack gefallen. Nach einen hervorragenden Popsong zu Beginn des Spieles, taucht man in einer Fabelwelt der Musik ein, die mit flotten aber dennoch leicht asiatisch angehauchten Klängen das kunterbunte Treiben auf dem Bildschirm untermalt. Eingängige Melodien besäuseln die Gehörgänge - doch auch hier gilt eines klar zu stellen: Irgendwie scheint auch die Akustik etwas angestaubt zu sein. Rundum kann man sagen, dass man es mit einem Rollenspiel der älteren Gangart zu tun bekommt. Damit sollte man sich schlussendlich auch abfinden können, ansonsten ist man auf dem falschen Dampfer unterwegs.

Zum Schluss sollten wir noch erwähnen, dass man wieder einmal auf eine Lokalisierung verzichtet hat. Nicht nur die Sprachausgabe kommt mit flüssigem Englisch daher, auch alle textlichen Unterhaltungen fordern die Fremdsprache. Zwar scheint das Spiel aufgrund der Optik und dem einfachen Gameplay auch für jüngere Spieler geeignet zu sein, doch müssen diese der englischen Sprache mächtig sein. Allzu schwer fallen die Konversationen nicht aus, aber vielleicht muss der eine oder andere das Wörterbuch parat legen.

Zum Gamezone Videoreview zu "Atelier Iris 3 - Grand Phantasm":
Atelier Iris 3 Videoreview

Meinung

Wertung zu Atelier Iris 3: Grand Phantasm (PS2)

Wertung:

6.9 /10
Pro & Contra
Sehr putziges Spieldesigneinfaches Spielsystem geeignet für Anfänger und Fortgeschrittenecharismatische Heldenschöne handgezeichnete Welteneingängiger Soundtrack
Eintöniges MissionsdesignPräsentation wirkt sehr altbackeneinfach gehaltenes SpielKampfsystem aus dem Lehrbuchsehr schmal gehaltene Story
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