Ein Titel für absolute Hochgeschwindigkeitsfanatiker denen es nicht dreckig und laut genug sein kann.
Baja: Edge of Control
Womit wir bei der Soundkulisse wären, die uns im Menü mit angenehmen Salsa-Klängen verwöhnt, wohingegen während der Rennen selbst das Motorengebrüll Regie führt. Die sind auch über jeden Zweifel erhaben und verändern sich mit den verbauten Tuningteilen. Zudem haben sie durchaus Einfluss aufs Gameplay, denn ächzen die Stoßdämpfer zu viel, sind wir zu hart gelandet, was meist einen Schaden nach sich zieht. Aber auch das Platzen der Kühlschläuche ist deutlich zu vernehmen, so wie der darauffolgende Leistungsabfall. Der Sound hilft uns also dabei die weichste Linie zu finden, was bei Baja essentiell ist.
Die Fahrphysik selbst gibt sich durchaus arcade-lastig und lockt keinen Simulanten hinter dem Ofen hervor, sorgt zwecks der unbandigen Power unserer Vehikel für schweißnasse Hände, ärgert aber manchmal mit der extremen Sprungfreudigkeit dieser. Nicht umsonst können wir das Gewicht der Fahrzeuge noch in der Luft verlagern, auf dass wir mit allen Vieren landen, statt die Schnauze in den Sand zu bohren. Wer dagegen nichts hat, wird viel Spaß im Kampf mit der gelungenen CPU-KI oder gegen menschliche Spieler haben.
Baja: Edge of Control
Wirklich positiv am Multiplayer-Mode hervorzuheben ist, dass man sich nicht nur per Xbox Live mit menschlichen Fahrern messen kann, sondern auch lokal per vernetzter Konsolen oder an einer Konsole per Splitscreen mit bis zu vier Spielern. Dabei stehen uns alle Klassen und Events aus der Baja-Karriere zur Verfügung, und selbstverständlich auch alle dort erspielten Fahrzeuge. Höchstens Mittelmaß hingegen stellen die Spielvarianten dar, denn man kann ausschließlich einzelne Rennen austragen, wobei wir noch die Wahl haben zwischen einem bewerteten oder einem unbewerteten Rennen. Zugegeben, bei den Baja-Rennen selbst, die zwischen einer und drei Stunden benötigen, ist das völlig ausreichend, aber bei vielen der anderen Events, die man meist nur drei bis fünf Runden fährt, wäre es schon schön gewesen, könnte man mehrere Rennen zu einer Meisterschaft zusammenfassen.
