Pingpong Bälle, Supermoves, Ganoven und eine äußerst krude Geschichte erwarten euch bei dieser Tischtennis-Simulation.
Balls of Fury
Der Arcade-Mode hingegen bietet euch eine Reihe von Ausscheidungsspielen im Arcade Stil, bei dem ihr nacheinander gegen die unterschiedlichen Asse antretet. Der Exhibition-Mode hingegen gewährt euch die Möglichkeit ein schnelles Kurzmatch mit einem der 10 Protagonisten zu bestreiten nachdem man vier der Recken allerdings erst einmal frei schalten muss. Variationsvielfalt findet man also nicht unbedingt vor, doch dafür halten die Credits ein witziges Minispiel bereit, bei dem ihr munter Bienen mit einem Kochlöffel zerkloppen müsst. Der jeweilige Highscore wird dann im hauseigenen Profil gespeichert, wobei euch 4 Slots zur Verfügung stehen und ihr auf Wunsch vier unterschiedliche Profile anlegen könnt. Hier werden entsprechenden Spielstatistiken aufgeführt und, ebenso wie die zwölf erhältlichen Pokale, gespeichert. Die Pokal-Funktion gestaltet sich in etwa so wie die Achievement Vergabe bei Xbox 360 Titeln. Wurden spezielle Vorgaben erreicht, habt ihr schon einen neuen Pokal frei gespielt. Leider sind dies nur zwölf, aber immerhin eine nette Idee am Rande.
Im Singleplayer-Mode wird es den meisten unter euch natürlich darum gehen, möglichst alle Charaktere und Pokale frei zu schalten. Mit ein wenig Glück und Können gelingt dies auch nach rund 4 bis 6 Stunden, weswegen die Langlebigkeit des Solo-Vergnügens durchaus in Frage gestellt werden kann.
Technik ist nicht alles, Schmetterbälle schon
Balls of Fury
Grafisch gesehen ist Balls of Fury sicherlich kein zwingender Hitkandidat, sondern verwendet rudimentäre und auf das Wesentliche beschränke Kost. Sicherlich, richtig schlecht ist die Grafik nicht und sie erfüllt auch durchaus den Zweck, aber zu Höhenflügen verleitet sie den Spieler nun wirklich nicht. Alle zehn Charaktere und auch die sechs verschiedenen Tischtennisplatten wurden ausreichend und zweckdienlich gestaltet, bzw. animiert und tun dem Spielspaß keinen Abbruch, da dieser seine Energie eher aus den irrwitzigen Ballwechseln als aus atemberaubenden Grafikeffekten bezieht. Schön gemacht sind aber in der Tat die "Zwischensequenzen", wenn man diese so nennen kann. Die übernommenen Bilder aus dem Film, welche die Schauspieler sehr gut wiedergeben, gepaart mit den deutschen Texten und trashigen Musikklängen entwickeln ihren ganz eigenen Charme und passen irgendwie zu diesem äußerst kuriosen Ping Pong Festival.
Balls of Fury
Und wo wir schon beim Thema Musik sind, so sei erwähnt, das diese wirklich richtig trashig daherkommt, manch einen User nerven könnte, doch irgendwie zum Rest des Geschehens passt. Klar, hierbei bekommen wir logischer Weise keine virtuosen Kompositionen auf höchstem Orchesterniveau geboten, aber dies erwartet bei einem solchen Titel wohl auch niemand. Dafür sind die Sound FX, wie das Aufticken des Balls und die Sound des Schlägers richtig gut geworden und können sich wahrlich hören lassen. Insgesamt gesehen könnte man diese beiden Aspekte als Trashleistung im positiven Sinne bezeichnen, da ein ganz eigener kruder Stil kreiert wird.
