Bangai-O HD: Missile Fury im Gamezone-Test

Test Goreminister

Im N64-Remake hat man den Schrim voller Gegner und merkt schnell, dass das Leben im Shmup-Universum kein Ponyhof ist.

Wenn ein neuer Titel aus dem Hause Treasure ansteht, dann kann sich der geneigte Shoot 'em Up-Freund natürlich auf eine ordentliche Bullethell-Orgie einstellen. Nun, ganz so neu ist Bangai-O HD: Missile Fury nicht, denn schließlich handelt es sich hierbei um ein Remake, welches nun via Xbox Live Arcade für 800 Microsoft-Points (ca. 10 Euro) erhältlich ist. Die ursprüngliche Version von Bangai-O erschien seinerzeit für das N64 in einer Auflage von nur 10.000 Modulen und war ausschließlich in Japan erhältlich. Anschließend wurde das Spiel auf Segas Dreamcast portiert und weltweit veröffentlicht, bevor mit Bangai-O: Spirits im Jahre 2008 eine Fortsetzung für den Nintendo DS folgte. Soviel zur Historie, doch was bietet Bangai-O HD: Missile Fury? Eine Ganze Menge, weswegen der geneigte Fan definitiv "Value for Money" erhält...

Story? Wozu? Wir haben Raketen!

Auf eine Story im eigentlichen Sinne verzichtet Bangai-O komplett. Anstelle dessen wird der Spieler sofort in die Action geschleudert und muss sich gegen Hunderte - nein - Tausende von Raketen und Gegnern erwehren. Das Ziel ist denkbar einfach: in jedem der Level muss alles zerstört und dem Erdboden gleich gemacht werden, wobei man sich frei durch die 100 Level bewegen und ordentlich aufräumen kann. Meist weisen diese eine Spielzeit von rund 5 Minuten auf, weswegen das Ganze eine recht kurzweilige Veranstaltung für zwischendurch darstellt. Bekommt man drei Mal "Game Over" zu Gesicht, kann das misslungene Level auch übersprungen werden. Das dämpft den Frustfaktor ungemein, weil einige Abschnitte doch recht knifflig ausfallen. Ballern mit Hirn ist gefordert... sozusagen. Zusätzlich gibt es ein Tutorial, das euch mit dem grundlegenden Gameplay vertraut macht und wer gar nicht weiter weiß, der erhält zu Anfang eines jeden Levels kleinere Hinweise, die jedoch oftmals mehr als kryptisch ausfallen.

Power-Ups, Twin-Stick-Steuerung und der reine Irrsinn

Zugegeben, wer Bangai-O das erste Mal spielt wird ein wenig verwirrt aus der Wäsche gucken, da sich der Twin Stick Shooter zwar leicht bedienen lässt, doch das Gameplay eine Menge Überblick und Reaktionsvermögen erfordert. Nicht selten sieht der Bildschirm wie ein modernes Kunstwerk aus, da er von derartig vielen Projekten geschmückt wird. Mit dem linken Stick könnt ihr euch dabei in eine von acht Richtungen bewegen, während ihr mit dem rechten Analog-Stick des Pads die Schussrichtung dirigiert. Zusätzlich gibt es aber auch diverse Power-Up Raketen und Schüsse, die sich mit dem einem Druck auf den linken Bumper umschalten lassen. Ausserdem gibt es weitere Tricks, wie einen Dash- einen Freeze- und einen Counterattack-Trick im Petto. Dash-Angriffe lähmen die Gegner kurzzeitig, so dass es leichter fällt sie auseinander zu nehmen, während man gegnerische Raketen mit dem Freeze-Angriff einfrieren und gegen die angreifenden Einheiten zum Einsatz bringen kann. Der Counterattack ist allerdings euer bester Freund. Ist die EX-Anzeige gefüllt nachdem ihr genügend Einheiten zerstört habt, könnt ihr das Feindfeuer auf die Gegner zurücklenken und sogar bis zu 1.000 Raketen eurerseits hinterher jagen. Wenn ihr diese zudem noch ordentlich aufmotzt, können sie die vierfache Größe eurer normalen Raketen annehmen und sorgen dementsprechend für eine Menge Schaden.

Man sollte meinen, dass Bangai-O nach einer gewissen Zeit langweilig wird, da jedes der Level nur darauf ausgelegt ist möglichst viel Schaden anzurichten. Doch das ausradieren der Gegnerhorden macht mehr Spaß als man denken sollte, weil diverse Parameter für die nötige Abwechslung sorgen. Manchmal könnt ihr zum Beispiel keinen Dash- oder Freeze-Attack einsetzen und müsst einzig und allein auf eure EX-Waffe vertrauen. Manchmal lädt sich die EX-Anzeige jedoch rasend schnell auf, so dass ihr selber eine wahre Bullethell-Orgie entzünden könnt und der Bildschirm mit euren Raketen überschwemmt wird. Dies sind nur zwei von mehreren verschiedenen Möglichkeiten die Bangai-O im Spielverlauf bietet. Langeweile wird förmlich zum Fremdwort! Man sollte aber auch erwähnen, dass der Schwierigkeitsgrad in Bangai-O mit der Zeit hart wird...RICHTIG hart! Man bekommt es nie mit unfairen Stellen zu tun, doch gerade Anfänger werden sich sicherlich das ein oder andere Mal umsehen und diverse Frustmomente erleben. Doch durch die "Skip"-Funktion, die nach dem dritten qualvollen Tod anwählbar wird, bekommt man zumindest alle Abschnitte zu Gesicht, auch wenn man diese nicht umgehend absolvieren kann. Nach den 47 Hauptstages folgen Weitere, die all euer Können und auch ein starkes Nervenkostüm erfordern.

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