Baphomets Fluch: The Director's Cut im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

George Stobbart und Nico Collard wandeln nun auch auf der Wii auf den Spuren der Templer.

Innovative Steuerung

Baphomets Fluch: The Director's Cut Baphomets Fluch: The Director's Cut Dass die Wii für Adventures in der aktuellen Konsolengeneration erste Wahl ist, bestätigt "Baphomets Fluch - Director's Cut" einmal mehr. Mit der Wii Remote können die Schauplätze unkompliziert und komfortabel nach Gegenständigen und anderen Auffälligkeiten abgesucht werden. Das funktioniert sehr präzise und einfach. Wenn man mit dem Pfeil auf etwas gestoßen ist, dann wird dieser beispielsweise zu einer Lupe. Drückt man nun den A-Knopf, untersucht George oder Nico diesen Bereich genauer. Wird der Pfeil zu zwei mechanischen Zahnrädern, kann eine Interaktion ausgeführt werden (z.B. Dinge öffnen oder bewegen). Bei einer Hand (Zeigefinger) darf ein Gegenstand mitgenommen oder ein Zimmer verlassen werden. Ein Mund erlaubt es euch mit einer anderen Person zu sprechen. Diese Zeichen sind meist selbsterklärend, sodass man nach kurzer Eingewöhnung sehr schnell versteht, wo man welche Aktionen ausführen kann. Eine Hotkey-Funktion gibt es leider nicht. Man bekommt also nicht auf Knopfdruck angezeigt mit welchen Gegenständen man im Raum noch interagieren kann, sondern muss diese selbst entdecken. Allerdings ist das Absuchen mittels Wii-Remote unkompliziert und nur selten muss man auch kleinste Pixel genau antippen, bis dann die Lupe/Zahnräder/Mund... erscheint.

Jetzt rede ich!

Baphomets Fluch: The Director's Cut Baphomets Fluch: The Director's Cut Point & Click Adventures leben von der Konversation. Meist dient diese aber nur dazu, Informationen zu erhalten, die einen weiterbringen. Bei "Baphomets Fluch - The Director's Cut" sieht es jedoch ein wenig anders aus. Die meisten Gespräche sind natürlich schon dazu da, eure Ermittlungen weiterzubringen, aber die Charaktere sind äußerst mitteilungsbedürftig. Sie erzählen euch auch unheimlich viele Dinge die absolut nichts mit dem Fall zu tun haben oder euch zumindest nicht weiterhelfen. Immerhin sorgen sie für so manche Lacher, da der Humor des Spiels äußerst gelungen ist. So ein witziger Smalltalk ist zwar schön und gut, aber manchmal können diese endlosen Gespräche auch ziemlich auf den Wecker gehen. Das ist besonders dann tierisch nervig, wenn man an einer Stelle nicht weiter kommt und keine Ahnung hat wie man nun vorgehen soll. Doch damit man nicht zu lange im Dunkeln tappt, wurde eine nützliche Option eingerichtet. Ihr habt die Möglichkeit euch vom Spiel Tipps geben zu lassen, die zunächst noch recht allgemein sind, aber mit jedem weiteren Anklicken immer konkreter werden. Allerdings wird es in der Statistik vermerkt, wie oft ihr diese Tipps in Anspruch genommen habt. Da man für ein tippfreies Rätseln aber sowieso nicht belohnt wird, ist das eigentlich völlig egal. Obwohl man an einigen Stellen zwischen einer freundlichen bzw. ehrlichen Antwort (als Engelchen dargestellt) oder einer unfreundlichen bzw. falschen Antwort (Teufelchen) aussuchen kann, bleibt der Verlauf des Abenteuers sehr linear. Man hat zwar manchmal das Gefühl von Offenheit, da man auch frei zwischen den Schauplätzen hin und her springen kann oder jeder Person seine gesammelten Gegenstände zeigen darf, doch insgesamt gibt es diese "vorgetäuschten Wahlmöglichkeiten" eigentlich nicht. Es gibt immer nur einen Weg der richtig ist und den man schlussendlich finden muss.

Meinung

Wertung zu Baphomets Fluch: The Director's Cut (Wii)

Wertung:

7.9 /10
Pro & Contra
Tolle packende Mystery-Story (erinnert leicht an Dan Brown)innovative neue Gesichtsmimik bei den Dialogengute Synchronsprecherwitziger Humorneue Abschnitte mit Nicospannende Rätselviele Schauplätze (nicht nur in Frankreich)ordentlicher Umfang
Niveau der Grafik teils stark schwankendSprach-Sampels an einigen Stellen nicht optimal aufeinander abgestimmtstark Dialog lastig was manchmal äußerst auf die Nerven gehen kannkaum neue Grafikeffekte bei den Schauplätzen
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