Wir haben die tragbare Version des schleichenden Flattermanns unter die Lupe genommen.
Nach einer überaus positiven Überraschung auf den "großen Konsolen" gibt sich Batman Begins nun auch auf dem Gameboy Advance ein Stelldichein. Wir haben die tragbare Version des schleichenden Flattermanns unter die Lupe genommen.
Batman Begins
Bereits für den Test der Heimkonsolen-Umsetzung konnten wir uns den Vergleich mit Ubisofts "Splinter Cell" nicht verkneifen, viel zu ähnlich waren die zentralen Spielelemente und viel zu offensichtlich haben sich die Entwickler an etablierten Größen des Schleichgenres bedient. Obwohl so ein Gameboy mangels seiner dreidimensionalen Fähigkeiten auch in spielerischer Hinsicht ganz anders funktioniert, hat man sich auch bei dieser Version von "Batman Begins" weiterhin an Ubisofts Vorlage orientiert - nur diesmal eben an der GBA-Version von "Splinter Cell". Innovativ ist das nicht, fast sogar etwas dreist, doch zumindest wissen erfahrene Handheld-Agenten so ganz genau, was sie bei diesem Modul erwartet.
Batman Begins
Batman kann auch in dieser zweidimensionalen Fassung hervorragend mit seiner Umwelt interagieren: Regenrinnen und Rohre werden zum Klettern zweckentfremdet, der Batarang setzt Gegner für kurze Zeit außer Gefecht und Batmans cooler Umhang lässt ihn nach einem Sprung sanft zu Boden gleiten. Geschlichen wird natürlich auch, ein Druck auf dem Steuerkreuz nach oben lässt Gothams Rächer in dunklen Ecken verschwinden und somit unbemerkt an wachsamen Gegnern vorbeikommen. Wer nicht aufs Schleichen steht, darf auch gewaltsam vorgehen und seine Widersacher mit superheldenhaften Schlägen ins Jenseits befördern. Batman hat zu diesem Zweck eine Handvoll Schläge und Tritte auf Lager, durch Kombination mit den Richtungstasten werden besonders heftige Hiebe vom Stapel gelassen.
Batman Begins
Alle sieben Level (inkl. Tutorial-Mission) sind spielerisch sehr ähnlich aufgebaut: Einen Hebel umlegen, an anderer Stelle über ein Hindernis umgehen und zwischendurch die sehr einfach gestrickten Gegner umhauen. Sollte man tatsächlich einmal von den Bösewichten eingekreist werden, helfen Gadgets wie die Nebelgranate oder der Fledermausangriff aus der Patsche. Auch kleinere Endgegner-Kämpfe sind enthalten, hier können allerdings auch Frustgefühle aufkommen, da man beim Kampf gegen mehrere Feinde schnell die etwas holprige Kollisionsabfrage des Spiels bemerkt und deshalb auch mal unfairer Weise zu Boden gehen kann. Die größte Kritik fängt sich das Spiel allerdings in Sachen Umfang ein, bereits nach 3-4 Stunden haben geübte Spieler auch den letzten Widersacher aus dem Weg geräumt. Auch Handheld-Konsoleros haben in dieser Hinsicht mehr verdient.
Technisch ist das 2D-Abenteuer recht solide ausgefallen, vor allem Batmans Animationen sind auffallend detailliert ausgefallen und laufen butterweich ab. Die Hintergrundgrafik ist zweckmäßig, sieht aber stellenweise auch wirklich gut aus. Die Soundkulisse des Spiels könnte man sehr ähnlich beschreiben, allerdings fallen nach einiger Zeit merkliche Wiederholungen bei der Musik auf.
