Trotz einiger Kritikpunkte könnte Batman Begins das bisher beste Spiel zu Gothams legendärem Flattermann sein.
Rasante Takedowns inklusive
Batman Begins
Wem die offensichtliche Inspiration an bekannten Genrevertretern noch nicht genug war, der darf sich auf ein weiteres Feature dieses Spiels freuen: Das Batmobil. Der multifunktionale Superheldenflitzer kommt in zwei speziellen Rennspiel-Abschnitten zum Einsatz und steuert sich sogar überraschend gut durch die rasant inszenierten Straßen Gothams. Der abgekupferte Clou: Ihr könnt gegnerische Fahrzeuge wie im Rennspielhit "Burnout" von der Straße fegen und damit in Zeitlupe dargestellte "Takedowns" auslösen. Die Rennsequenzen sind in Batman Begins zwar eine überaus angenehme Abwechslung zum ohnehin schon recht umfangreichen Schleich-Gameplay, doch auch hier waren es die mehr als einfache Spielbarkeit ohne jegliche Herausforderung und die innovationsarme Umsetzung, welche uns relativ unbeeindruckt gelassen haben. Echte Fans des kultigen Fahrzeugs können die beiden Batmobil-Level sogar losgelöst vom eigentlichen Spiel im Bonusmenü aufrufen. Über dies hinaus findet sich hier auch noch eine ganze Reihe weiterer Bonusfeatures: Darunter sind auch zahlreiche Interviews in Form eines Making-Of, eine interaktive Gegnergalerie und diverse Schnipsel aus dem Kinofilm. Echte Fans der Leinwand-Vorlage kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten.
Gotham City in seiner optisch schönsten Form
Batman Begins
In Sachen Optik haben sich die Entwickler von Eurocom sichtlich Mühe gegeben um die düstere Atmosphäre des Films so gut wie möglich zu transportieren. Die trostlosen Hinterhöfe des Comic-Molochs Gotham City sahen wohl in keiner Versoftung Batmans zuvor derart gut aus und wirken dank häufig eingesetzter Spezialeffekte auch noch sehr realistisch. Durch Fenster fallendes Mondlicht, schmucke Wassereffekte und ein vollwertiges Physiksystem sorgen für eine sehr ansprechende Spielumgebung. Aber auch die virtuellen Schauspieler hat man sehr gut hinbekommen, denn nicht nur die Gesichter der Darsteller wirken sehr detailliert und emotionsgeladen, auch die Animationen des Helden selbst sind sehr vorbildlich. Zusammen mit der äußerst präzisen und sehr guten Steuerung bewegt sich Batman elegant und optisch ansprechend über die Dächer der Stadt. Wie bereits von EA gewohnt, sieht auch Batman Begins auf allen drei Konsolen nahezu identisch aus, nur wer mit der Lupe sucht, wird überhaupt Unterschiede feststellen können. Multikonsoleros können also je nach Konsolenvorliebe zugreifen. Auch die Vertonung der Schleicherei ist Electronic Arts sehr gut gelungen: Neben der obligatorischen Original-Filmmusik hat man auch die deutschen Synchronsprecher der Vorlage verpflichten können, welche ihre Arbeit wirklich verstehen und somit allen Dialogen die richtige Portion Glaubwürdigkeit mitgeben.
