Battlefield: Bad Company 2 im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Marlowe und seine Chaoscrew sind wieder unterwegs und auch online ist zu Lande, zu Wasser und in der Luft die Hölle los!

Battlefield: Bad Company 2 Battlefield: Bad Company 2 So richtig begeistern konnte uns der Titel vor Allem am PC. Mit Maus und Tastatur kommt das richtige BF-Feeling auf, das man als Non-Konsolero seit den Tagen von Battlefield 2 vermisst hat. Im Squad, mal mehr, mal weniger organisiert, springt man ins Gefecht und kann zwischen einer der vier Klassen (Soldier, Scout, Engineer und Medic) wählen. Ganz BF-typisch ist die Waffenauswahl anfangs noch gering, erst wenn man höhere Dienstgrade freispielt, kann man die großen Wummen freischalten. Insgesamt bietet das Game 46 Waffen, 15 Zusatzgeräte (Gadgets wie etwa das Fahrzeugradar), 13 Charakter-Spezialisierungen und mehr als 15.000 verschiedene Anpassungsmöglichkeiten der Kits - also viel zu tun und tweeken, wenn man erfolgreich bestehen will. Die Leistungen des Spielers auf dem Schlachtfeld werden gewohnt mit einer Vielzahl Orden, Abzeichen und Sternen, sowie insgesamt 50 verschiedenen Rängen belohnt. Nachteil: Schon jetzt gibt es Spieler, die einfach exorbitant besser ausgerüstet sind und gegen die man wohl erst recht keine Chance haben wird, wenn man erst in ein paar Wochen oder Monaten antritt.

Fuhrpark weiter auf Teamplay ausgelegt

Battlefield: Bad Company 2 Battlefield: Bad Company 2 Von einem Battlefield kann man neben taktischen Multiplayer-Gefechten und Dienstgraden aber auch einen umfangreichen Fuhrpark erwarten. Selbstverständlich wird man in der Hinsicht auch nicht enttäuscht - Einzelgänge sollten aber schlussendlich der Vergangenheit angehören. Fast alle Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, von mindestens zwei Personen gefahren zu werden, wobei einer meist fährt und ein langsames Hauptgeschütz bedient und ein Kamerad mit wendigeren MGs oder Sekundärgeschützen feindliche Anti-Tanks im Auge behält. Einsame Wölfe kommen zwar auch zurecht, das Spiel versucht einen mit diesem Schritt in Richtung Teamplay zu bewegen - was durchaus gut klappt. Am Boden gelingt das sogar noch relativ ausbalanciert, geht es aber erstmal in die Luft, wird es ganz schön happig: Weil man zu Beginn weder Flugabwehrraketen noch andersartige Lenkkörper hat, sind Kampfhubschrauber derzeit noch overpowered. Ein geübtes Team schafft es so ganz locker, sich abseits des Schlachtfeldes (etwa über einem See) zu positionieren, und mit den Bordkanonen für die Gegner unantastbar dutzendfach zu treffen - ein bisschen unfair... Generell schade: Flugzeuge gibt es in BFBC2 nur von außen zu sehen, selbst fliegen darf man nicht. Dabei hatte so manch ein Profi-Pilot aus BF2 so sehr darauf gehofft.

Technisches

Battlefield: Bad Company 2 Quelle: PC Games Battlefield: Bad Company 2 Technisch untermauert wurde Bad Company 2 mit der aktuellen Frostbite-Engine, die schon in BF43 ran durfte. Häuser, Panzersperren und so ziemlich alles im Spiel ist dadurch zerstörbar, eine gerade noch sichere Deckung kann im nächsten Moment schon futsch sein. Auch das lässt Bad Company 2 im Vergleich zu seinem ideologischen Vorgänger BF2 dynamischer wirken und macht einfach bombastisch Spaß (man verzeihe mir den Wortwitz). Versteckt sich der ausgefuchste Sniper hinter einer Holzwand? Was solls, schießen wir halt durch. Hat sich der Anti-Tank in ein Haus verkrochen, machen wir diesem halt den Erboden gleich. Das Ganze funktioniert durch die aufpolierte Engine schon um einiges besser, als im ersten Bad Company, damals blieben bestimmte feste Teile der Häuser nämlich immer instand. Doch auch in BF:BC2 können nicht alle Häuser zerstört werden. Etwa einige Pfosten im Boden und stabile Hochhausbauten bzw. Rohbauten schienen vom Dauerfeuer im Multiplayer relativ unbeeindruckt zu sein.

Battlefield: Bad Company 2 Battlefield: Bad Company 2 Ganz so physikalisch korrekt geht es weiterhin auch nicht immer zu. Abstürzende Hubschrauber und explodierende Fahrzeuge vollziehen da mal gut und gerne nicht nachvollziehbare Bewegungen und wenn ein Infanterist von einem Heckenschützen hunderte Meter in die Luft geschleudert wird, ist das auch nicht gerade normal. Traurig ist auch, dass man sich durchaus auf manch einer Online-Karte selbst blockieren kann, etwa weil man aus Versehen hinter einem Erdwall in Deckung geht, der zu steil zum hochkriechen aber auch zu hoch zum runterspringen ist. Hilft nichts: Selbstmord und Strafpunkte werden fällig.

Battlefield: Bad Company 2 Battlefield: Bad Company 2 Grafisch sieht das Ganze beeindruckend und wirklich schön aus. Vor allem bei Charaktermodellen und Fahrzeugen haben sich die Jungs und Mädels aus Schweden Mühe gegeben, beide wissen durch extreme Detailgenauigkeit zu überzeugen. Ansonsten gibt sich der Titel relativ ambivalent: Auf der einen Seite gibt es Karten, vor allem die winterlichen, die durch Schneeverwehungen und Abblendeffekte eine effektive Sichtweitenverminderung in richtigen Schneegestöbern nachahmen will, auf der anderen Seite dann aber auch sommerliche Maps, auf denen die Sicht hervorragend ist. Ein wenig gefordert wird man als Spieler also auch, zumindest lässt es sich auf Schnee- oder richtig heißen Wüstenmaps um einiges schlechter Zielen.

Battlefield: Bad Company 2 erscheint übrigens direkt zum Launch in zwei Versionen. Neben der normalen Boxed-Fassung gibt es eine Limited Edition, der ein VIP-Code und einige freischaltbare Sonderwaffen beiliegen. Kurioserweise kostet diese, in begrenzter Anzahl erhältliche Fassung genauso viel, wie die normale. Den genauen Inhalt haben wir in der oben angeführten Bildergalerie zusammengetragen. Wer also kann, sollte direkt zugreifen!

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