Battlestations: Midway im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mit diesem Titel beweist Eidos, dass auch komplexe Kriegsszenarien leicht zu bedienen sein können.

Der Pazifikkrieg

Im Geschwader fühlt man sich am sichersten Im Geschwader fühlt man sich am sichersten Das in Battlestations Midway der Pazifikkrieg thematisiert wird, sollte klar sein. Doch bevor wir uns in diesen stürzen, empfiehlt es sich die "Marineakademie" zu besuchen. Diese teilt sich in 11 Kapitel ein und bringt uns alles bei war wir wissen müssen. Vom Navigieren mit dem Schiff, dem Steuern eines Flugzeuges bis hin zum Befehlsstand eines Flugzeugträgers, alles wird ausführlichst und in englischer Sprache erklärt. Wer dieser nicht mächtig ist kann sich zusätzlich deutsche Untertitel einblenden lassen. Diese tauchen dann auch in den Cutscenes des Spiels auf. Die Menüs selbst sind eingedeutscht.

Übungsziele für Fluganfänger Übungsziele für Fluganfänger Haben wir die Akademie hinter uns gebracht, wobei kein Zwang besteht diese absolvieren zu müssen, stürzen wir uns entweder auf die Kampagne, dem Herzstück des Einzelspieler-Parts, oder wagen uns an die Herausforderungen. Die Kampagne bietet uns ganze 11 Einsätze, welche immer schwieriger und aufwendiger werden. Sie bestehen grundsätzlich aus mehreren einzelnen Aufgaben die nacheinander erledigt werden müssen. Oft auch wechseln wir während dieser das Kriegsgerät, beginnen eine Mission beispielsweise mit einen Schiff, setzen sie mit diversen Bombern fort und beenden sie schlussendlich mit einem Flugzeugträger. Dabei haben wir immer die Wahl zwischen drei Schwierigkeitsgraden. Kann man die ersten drei Missionen als erfahrener Videospieler ruhig im schwierigsten Grad angehen, empfiehlt es sich bei den späteren Missionen etwas pessimistischer ans Werk zu gehen, denn wie schon erwähnt legt der Schwierigkeitsgrad langsam aber kontinuierlich zu.

So richtig hart aber spielen sich erst die Herausforderungen, wovon uns drei Stück, nämlich eine Schiff-, eine Flugzeug- und eine U-Boot-Herausforderung geboten werden. Hier bekommen wir vier Missionen für die Schiffe und jeweils drei für die beiden anderen Waffengattungen geliefert, die wie die Kampagne nacheinander gespielt werden müssen.

Der Online-Krieg

Wo ist der Feind? Wo ist der Feind? Battlestations Midway bietet uns natürlich auch einen Online-Mode, der bis zu acht Spielern erlaubt Krieg zu spielen. Dazu wählen wir eine der neun verfügbaren Karten aus, welche auch gleichzeitig das jeweilige Spielziel und die verwendeten Einheiten bestimmt. Da gibt es Missionen ausschließlich für Flugzeuge oder Schiffe ebenso wie gemischte. Auch gibt es bewertete Online-Spiele, wobei man keine privaten Slots mehr für Freunde eröffnen kann, sowie unbewertete Spiele. In der Lobby in der man sich vor dem Spiel trifft weißt sich jeder Gamer eine Einheit zu die er übernehmen möchte. Ist dies geschehen begibt man sich mit den Spielern seiner Seite zum Briefing, bespricht die Lage und arbeitet bestenfalls eine Strategie aus. Schon kann die Schlacht beginnen. Zwar kann man die einzelnen Missionen auch zu Zweit spielen, so richtig Spaß aber macht es erst bei der vollen Spielerzahl von acht Zockern, wenn jeder eine eigene Einheit kontrolliert. Da es im Spiel eine noch ausgegraute Option gibt zusätzliche Inhalte zu laden, kann man davon ausgehen, dass es zukünftig noch weitere Mehrspieler-Karten per XBL geben wird.

Technisches

Steuerungstechnisch gibt es, wie schon erwähnt, nichts zu bemängeln. Trotz der recht hohen Komplexität wegen der vielen verschiedenen Einheiten und des taktischen Anspruchs lässt sich Battlestations Midway hervorragend bedienen. Einzig, dass man die Geschwindigkeit des U-Bootes nicht mehr verändern kann wenn man das Seerohr ausgefahren hat, weil der Stick dann mit dem Zoom dessen belegt ist, kann in der Praxis etwas nerven.

Das Reparaturmenü Das Reparaturmenü Die Soundkulisse ist ebenfalls recht gelungen und läuft besonders während der großen Seeschlachten zu ihrer Hochform auf. Aber auch die Flugzeugmotoren und das Pfeifen beim Sturzflug wurden gut umgesetzt, lediglich einige Waffen haben meiner Meinung nach etwas zu wenig Substanz. Besonders die Flak und die Artillerie der Schiffe könnten ruhig etwas mehr "Bums" haben. Wenn sich aber fünf oder mehr große Schiffe bekriegen geht schon der Punk ab. Etwas lästig ist nur, dass sich die Lautstärke der Cutscenes und des Spiels selbst stark unterscheiden, weswegen man immer wieder nachregeln muss.

Mitunter wirkt der Titel etwas detailarm Mitunter wirkt der Titel etwas detailarm Die Grafik muss sich ebenfalls nicht verstecken, auch wenn hier sicher, besonders in Sachen Details, mehr drin gewesen wäre. Denn irgendwie sieht alles sehr sauber und aufgeräumt auf, obwohl sich auf den Schiffen die Mannschaft tummelt und in den Flugzeugen richtige Piloten sitzen. Doch schmutzig wird unser Kriegsgerät nie, auch trägt es kaum sichtbare Schäden davon, denn diese werden uns per aufsteigendem Rauch vermittelt. Besonders auf einem NextGen-System wäre sicher noch mehr drin gewesen, trotzdem sieht der Titel keinesfalls schlecht aus. Die Framerate ist praktisch immer flüssig und nur ganz selten sieht man geringe Klippingfehler. Benutzt man aber das Fernglas oder das Seerohr auf maximaler Zoomstufe, offenbart sich manche grafische "Einfachheit".

Meinung

Wertung zu Battlestations: Midway (X360)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Recht unterschiedliche Einsätze und Aufgabenangenehm ansteigender Schwierigkeitsgradleichte Bedienung der Taktikkarte ebenso wie der einzelnen Einheitenrelativ viele unterschiedliche Einheitengelungener Mehrspieler-Part für bis zu acht Gamer per XBL
Grafik mitunter etwas detailarmdie 11 Missionen der Kampagne kann man in ein- bis zwei Tagen problemlos durchspielenkein System Link
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