Mit BioShock haben Irrational Games ein digitales Kunstwerk geschaffen das man sich nicht entgehen lassen darf.
Das Geheimnis von Rapture
Quelle: 2k Games
Die führen nichts gutes im Schilde
Doch all die aufgezählten Funktionen sind es nicht welche die Faszination von BioShock ausmacht. Es ist das Gesamtbild welches aus dem Titel so etwas Besonderes macht. Denn erst das Zusammenspiel aus dem unglaublich stimmigen Rapture welches im Untergang begriffen ist, dem unheimlichen Hintergrund aus wissenschaftlichem Wahnsinn und menschlichem Größenwahn sowie der lyrischen Sprache der sich die Charaktere bedienen, lassen die erzählte Geschichte so bombastisch wirken und dem Spieler direkt an den Ereignissen teilhaben. Zugegeben, so manche Aufgabe wirkt etwas so, als wolle man das Spiel in die Länge ziehen, zum Beispiel wenn wir x verschiedene Gegenstände besorgen müssen um etwas bauen zu können. Doch widmen wir uns diesen Aufgaben, merken wir recht schnell, dass auch sie herrlich inszeniert sind und man oft nur an bestimmte Orte in Rapture gelockt wird um diverse Ereignisse auszulösen oder ihnen beizuwohnen. Dabei bedient sich das Spiel oft des Tricks der unzugänglichen Glaszimmer, wir können also Szenerien beobachten aber nicht eingreifen, weil sich eine unzerstörbare Glaswand zwischen uns und dem Vorgang befindet. So kann man komplett auf gerenderte Cutscenes verzichten, alles wird in Ingame Grafik präsentiert, was dem Spielfluss sehr zugute kommt.
Ein verkappter Künstler?
Wirklich schade hierbei ist, dass man viele der Funksprüche und Tonbandaufnahmen, hinter denen sich die schon aus System Shock bekannten Tagebücher der Bewohner verstecken, die uns viel über die Vorgänge in Rapture verraten, zu leise abgemischt wurden, so dass sie oft im allgemeinen Schlachtgetümmel untergehen. Leider gibt es keine Möglichkeit im Optionen-Menü dies zu ändern. Derweil ist die deutsche Synchronisation wirklich gut ausgefallen und muss sich kaum hinter der englischen verstecken, umso schlimmer ist, dass man vieles nicht versteht, egal ob man in Stereo am Fernseher spielt oder eine Surround-Anlage benutzt.
Zur Xbox 360
Sehr schön hingegen ist, dass man am 4:3 Screen ebenso wie am 16:9 Screen immer ein Vollbild ganz ohne schwarze Balken präsentiert bekommt. Eine Ausnahme bildet nur der 4:3 Mode bei 50 Hertz, da nämlich wird das Bild gestaucht und mit PAL-Balken versehen, benutzen wir bei den nicht empfohlenen 50 Hertz hingegen das 16:9 Format, ist alles in Butter. Mit HD-Screens oder bei 60 Hertz tritt dieses Problem erst gar nicht auf.
Trotz der vielen Funktionen durch die ganzen verschiedenen Waffen und Plasmide, fiel die Steuerung doch erstaunlich gut aus. Mit dem rechten Bumper wechseln wir die Waffe und halten wir ihn gedrückt, erscheint das Auswahlmenü. Gleiches gilt für die Plasmide links, welche mit dem linken Bumper ausgewählt und mit dem linken Trigger ausgelöst werden. Die beiden Sticks dienen dazu uns zu bewegen und die Blickrichtung zu steuern, eben so wie bei jedem regulärem Egoshooter, und auf den Aktionstasten liegen die Funktionen für das Interagieren, das Springen und um Eve bzw. die Waffen nachzuladen. Mehr ist nicht nötig um in Rapture zurecht zu kommen.
Die USK 18 Version
Dem restriktiven deutschem Jugendschutzgesetz haben wir es zu verdanken, dass auch die erst für Volljährige freigegebene deutsche Version des Spiels geschnitten wurde. Zwar wurde der Titel bei weitem nicht so verstümmelt wie noch "The Darkness", ebenfalls aus dem Hause 2k Games, musste sich aber auch einige "Einschnitte" gefallen lassen. So wurde generell der Blutgehalt gesenkt, Gegner bluten weniger wenn sie verletzt werden und spritzendes Blut bleibt nirgendwo mehr kleben. Ebenso gibt es keine direkten Schusswunden mehr. Gegner brennen nicht so lange und der Elektroschocker lässt sie kürzer "zappeln". Gameplay-technisch aber wurde nichts geändert oder entfernt, so dass man die deutsche Version durchaus spielen kann ohne das Gefühl zu haben, dass einem etwas vorenthalten wird.
Gamezone Videoreview
Zu diesem Titel können wir euch auch ein Videoreview anbieten, welches ihr unter diesem Link findet:
BioShock Videoreview