Bionicle Heroes im Gamezone-Test

Test CharLu

Die Lego-Männer sind wieder einmal unterwegs und servieren ein einfaches Spielprinzip, das nur bedingt überzeugen kann.

Nichts ist umsonst

Bionicle Heroes Bionicle Heroes Fleißige Jäger und Sammler werden für ihr Bemühen alle vorhandenen Legoklötzchen in den jeweiligen Level belohnt, so dass keine Aktion umsonst sein wird. Im Gegenteil, füllt sich das angesprochene Punktekonto recht schnell, und mit den gesammelten Mengen solltet ihr dann auch den vorhandenen Shop betreten. Diesen könnt ihr immer dann aufsuchen, wenn ihr genügend Legogeld auf eurem Konto habt und ihr euch gerade zwischen zwei Level befindet. Im Shop selbst könnt ihr allerlei nützliches und auch weniger nützliches kaufen. So bietet der Verkäufer u.a. verschiedene Tipps für das Spiel bzw. seine Absolvierung feil, die ihr für unterschiedlich hohe Beträge erstehen könnt. Im Zweifelfall allerdings verraten euch die Tipps nicht wirklich viel Neues, da ihr meistens schon in den absolvierten Level Bekanntschaft damit macht, was alles möglich ist bzw. welches Vorgehen effektiv für euch sein wird. Anders hingegen sieht es mit Bonusgegenständen und Bonuslevel aus, die ihr - allerdings für sehr hohe Beträge - erstehen könnt. Außerdem, und da kommt ihr nicht drum herum, kauft ihr in diesem Shop Updates die für euere erstandenen Masken zur Verfügung stehen. Die Updates braucht ihr, um die verschiedenen Level erneut zu besuchen, um an bestimmten Punkten fortfahren zu können. Denn oft reichen, wie schon angerissen, die Grundfunktionen der Masken nicht aus. Erst die Modifizierung gestattet euch, dass ihr an einem festgelegten Ort weitermachen könnt. So braucht es z.B. die voll ausgebaute Maske des Windes, ehe ihr einen Dornenbusch zur Seite fegen könnt. Oder aber ihr benötigt für die Feuermaske die volle Kraft, damit ihr ein Holzverschlag niederbrennen könnt. Hinter diesen extra gesicherten Orten finden sich vor allem weitere, überdies auch seltenere Masken, mit denen ihr gleichfalls neue Gebiete erschließen könnt. Außerdem lassen sich so die ebenfalls für Sammler wichtigen silbernen und goldenen Gefäße ergattern. Diese sichern euch - zu all den anderen gesammelten Legosteinen & Co. - eine gute Levelbeurteilung und vielleicht ist sie dann sogar so gut, dass ihr eine extra Figur erhaltet und vielleicht sogar ein Bonuslevel, für das ihr dann die Punkte sparen könnt.

Einfach zweckmäßig

Bionicle Heroes Bionicle Heroes Gespart haben die Entwickler augenscheinlich auch an der Optik, wenngleich selbige keinen wirklichen Grund zum meckern liefert. Aber auch das Gegenteil - die lobende Erwähnung - findet nur schwerlich Anwendung. Am Ende beschreibt zweckmäßig die gebotene optische Leistung am Besten. So waren die Entwickler sichtlich bemüht Abwechslung in die Lego-Landschaften zu zaubern, wenngleich der Versuch irgendwie unfertig erscheint, so als ob die Schöpfer ihre Idee nicht zu Ende gedacht haben. Die meisten Zeit wandelt ihr mit dem Bionicle-Helden in der freien Wildbahn umher. Wasserläufe, Seen, Meere und dergleichen mehr kreuzen ebenso euren Weg wie viele verschiedene Felslandschaften, Grün- und Waldflächen und auch einige Innenbereiche laden zum Erkunden ein und so finden Aktionen auch in Höhlen und Gebäuden statt. Dabei erweisen sich die Texturen als durchaus ordentlich und auch gern mal auftretende typische Grafikfehler sind glücklicherweise eine Seltenheit. Im direkten Vergleich hat allerdings die Xbox 360 Fassung klar die Nase vor der PlayStation 2 Version, die leider wieder einmal mit ein paar unschönen Pop Ups und partiell auftretendem Kantenflimmern daher kommt. Allerdings ist auch die Xbox 360 Version nicht frei von Fehlern und glänzt mit dem sogenannten Nachzieheffekt. Sonst allerdings nehmen sich die beiden Vertreter nicht viel und präsentieren sich gesamt von einer eher verwaschenen Art und Weise. Farblich gibt es zwar unterm Strich einiges zu bestaunen und die Entwickler haben sich auch Mühe gegeben, die vorhandenen Abstufungen gekonnt in Szene zu setzen, aber in letzter Instanz wirkt der Auftritt eher wie ein missglücktes Aquarellgemälde und nicht wie ein überzeugender Grafikauftritt. Zu blass, zu dezent und zu einfach versucht die Optik zu beweisen was sie drauf hat und schafft damit nur einen klassischen Bauchklatscher. Und begutachtet ihr die Bionicle Figur selbst, so fällt auf, dass diese - obwohl dem Third Person Bereich zuzuordnen - nicht mittig im Bild zu Hause ist. Vielmehr tanzt der Kollege im linken Bildschirmbereich umher und ist auf eine Position festgelegt. Zwar könnt ihr die Kamera und damit den Blickwinkel bedingt beeinflussen, eine wirklich verbesserte Übersicht ergibt sich damit allerdings nicht. Ganz das Gegenteil ist sogar der Fall, da sich vor allem die Kamera als überaus störrisch erweist und selten die Richtung anzeigt, die ihr haben wollt. Am einfachsten ist daher das Ignorieren der Funktion. Sonst sind die Reaktionen weitestgehend in Ordnung und auch die Bewegungsmuster des Bionicle-Helden als auch der vielen verschiedenen Figuren erscheinen ohne nennenswerte Highlights und/oder Schwächen. Der Zweck heiligt auch in diesem Falle die Mittel.

Bionicle Heroes Bionicle Heroes Dafür beweisen die Effekte einen gewissen Charme und bringen vor allem die nötige Frische ins Spiel. Gemäß der Elemente feuert euer Bionicle-Held in vielen bunten Farben und die zugehörigen Explosionen, ebenfalls in schöne und kräftige Farben getaucht, wissen zu gefallen. Auch wenn sich das Spektakel regelmäßig und in hoher Anzahl wiederholt, sorgt es doch für Leben in den eher tristen Umgebungen. Habt ihr gar den Status erreicht, dass ihr die goldene Rüstung bzw. Maske tragt, lebt der Bildschirm förmlich auf. Schade, dass man dieses Ausmaß gesamt nicht transportieren konnte. Hier gab es zweifelsfrei viel Spielraum, den die Entwickler allerdings gnadenlos verschenkt haben.

Genauso einfach wie die Optik ist auch die Steuerung ausgefallen, was in diesem Fall allerdings ganz klar einen Pluspunkt darstellt. Einfach und vor allem logisch belegt, geht die Handhabung super fix in Fleisch und Blut über und wird weder alte Spielehasen noch Einsteiger vor wirkliche Probleme stellen. Hilfreich kommt hinzu, dass euch das Spiel gleichfalls unterstützt und euch zur rechten Zeit am rechten Ort sagt, welche Taste ihr für den weiteren Erfolg drücken müsst. Darunter versteht sich u.a. auch die Verwendung der richtigen Maske oder aber der Einsatz der telekinetischen Fähigkeiten. Die zugehörige Musik dümpelt eher still und heimlich im Hintergrund mit und läuft nur zur Höchstform auf, wenn ihr den Heldenstatus erreicht habt. Die Melodie erinnert an alte 80er Jahre Serien und gesamt weiß sie durchaus zu gefallen - zumindest bei den ersten Malen, die ihr das Stück hört. Leider wiederholt sich der Titel immer und immer wieder, so dass die Musik eher unter der Rubrik Nervfaktor geführt werden sollte.

Für die einleitenden Informationen vielen Dank an den Hersteller Lego sowie den Informationsdienst Wikipedia!

Meinung

Wertung zu Bionicle Heroes (X360)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
einfacher und schneller Spielzugangeingängige und super einfache Steuerungrecht sauberer grafischer Auftritt ohne gravierende Höhen und Tiefenspielerisch herrlich einfachkurze Ladezeiten
nervige Musikzu einfaches und zu wenig abwechslungsreiches Gameplayziemlich gleich gestrickte Level ohne viel Abwechslungkeine Herausforderung dank einfach gehaltenem Schwierigkeitsgrad
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