Jack Sparrow meets Lara Croft, oder wie man mit einem Voodoo-Fluch am Hals trotzdem ein guter Pirat sein kann.
Die Kunst des konstanten Mittelmaßes
Black Buccaneer
Aber nicht nur dieser Preis ist niedrig, auch der des Spiels an sich in der realen Welt ist mit 20-25 € ausgesprochen gering angesetzt. So sollte denn auch keine State of the Art - Grafik erwartetet werden, denn sie wird auch nicht geliefert. Wie bei den Rätseln blieb die Zeit in der Karibik auf dem Stand von 2002 stehen. Eckige Kanten, schlichte Texturen und eher einfache Animationen schreien nicht gerade 2007. Trotzdem kann man den Karibik-Charme nicht ganz entkommen, denn durch frische Farben und stimmige Settings kommt doch noch genug Sommerflair und Piratenhauch auf den Screen, trotz der nicht wegzudiskutierenden Schwächen. Netterweise hat man bei der PS2-Version an den 16:9-Support gedacht, etwas, was bei der steigenden Verbreitung des Formats immer eine gute Sache ist.
Black Buccaneer
Für die Soundkulisse trifft ungefähr das gleiche zu, denn die Kompositionen der Dschungel Ooga-Booga-Musik mit Affenschreien und Vogelzwitschern ist sicher nicht unstimmig, nur leider kam die Abwechslung zu kurz. Der Spieler, der sich das auch noch nach Stunden mit Genuss anhört, muss hartgesotten sein, denn teilweise nerven die Komposition wirklich, vor allem wenn das, was der Erschaffer für ein Voodoo-Kulisse hielt, mehr wie ein Urwaldporno klingt. Die Soundeffekte stammen alle aus der Retorte, was bedeutet, dass es zwar nichts neues zu hören gibt, allerdings auch nichts wirklich schlecht klingt. Das ein Pirat nicht die Grazilität einer englischen Archäologin erreicht ist klar, aber hier auch nicht wirklich nötig. Denn obwohl Blade nicht gerade elegant animiert zu Werke geht, lässt einen die Steuerung nie im Stich, höchstens eine gelegentliche Meuterei der Kameraführung gibt es zu beklagen.
