Black Mirror 2 im Gamezone-Test

Test CharLu

Auch der zweite Teil des Grusel-Adventures um das Black Mirror Castle stellt gelungene Kost für Point&Click-Fans dar.

Arroganter Sprücheklopfer

Black Mirror 2 Quelle: dtp Black Mirror 2 Darren ist wahrlich kein Sympathieträger! Vielmehr erweist sich der junge Mann als ein klein wenig arrogant, hat ein loses Mundwerk und bisweilen ist er mit seinen Mitmenschen sehr rüde im Umgang. Dazu fällt Darren zu allen möglichen und unmöglichen Sachen, welche ihr in den zahlreichen Situationsbildschirmen finden könnt, ein passender, zumeist allerdings eher unpassender Kommentar ein. Nichts desto weniger solltet ihr tunlichst die Lauscherchen spitzen, immerhin wird es dann und wann vorkommen, dass Darren mit seinem vorlauten Daherreden wichtige Informationen zuspielt, die im weiteren Verlauf eures Erkundungsganges von Wichtigkeit sind. Dank der überaus angenehmen Synchronstimme von Darren fällt das Zuhören, auch in Sachen ausgestoßener Unhöflichkeiten, nicht wirklich schwer. Generell muss man "Black Mirror 2" in dieser Angelegenheit loben. Sämtliche akustischen Akteure haben sich anständig Mühe gegeben und bieten mit ihrem Einsatz einen herrlichen, vor allem aber sehr gut atmosphärisch, angepassten Ohrenschmaus. Dass hierdurch die Geschichte fesselnd vorangetrieben wird, erklärt sich fast von selbst. Ergänzt werden die intensiv gesprochenen Dialoge ebenfalls durch immer wieder auftauchende Briefe, Notizen und dergleichen mehr, die immer wieder zumeist wichtige Indizien für euch bereit halten.

Mach deinen Fotoapparat nicht kaputt

Black Mirror 2 Black Mirror 2 Auch wenn die Handlung partiell ihre Schatten vorauswirft und gewiefte Spieler damit ganz schnell erkennen können, was auf sie zukommen wird (Stichwort "vorhersehbare Handlung"), ist der Weg zum Ziel dennoch nicht so einfach zu bewerkstelligen. Erscheinen viele Rätsel als auch Aufgaben kinderleicht, egal welchen der beiden Schwierigkeitsgrade (leicht oder normal) ihr zu Beginn des Spiels gewählt habt, so ist es doch das gesamte Paket, welches euch immer wieder ins Stocken kommen lässt oder euch die Hirnwindungen kreiseln lässt. Die sehr gelungenen Atmosphäre, welche es in verschiedenen Situationen sogar schafft euch ein einen kleinen Schrecken einzujagen, sorgt dafür, dass ihr so richtig im Geschehen drin seid. Damit scheint man euch auch versüßen zu wollen, dass einige Aufgabenstellungen nicht gerade der Weisheit letzter Schluss sind. Verschieberätsel, die sich in Null-Komma-nichts lösen lassen oder das Briefe öffnen über einem dampfenden Teekessel bzw. das Entwickeln von Fotos sind eher alte Hüte als tatsächliche Herausforderungen, wenngleich Darren dann und wann sogar das virtuelle Jenseits besucht und zwar dann, wenn eine bestimmte Aktion von euch nicht die Richtige war. Aber genau das macht "Black Mirror 2" wiederum aus, denn am Ende ist es die Geschichte, die ihr erlebt, in die ihr eingreift, die ihr vielleicht auch mal verlassen müsst (weil eurer Alter Ego wegen einer Unachtsamkeit stirbt) und an dessen Ende eine - sagen wir - interessante Überraschung wartet. Denn oftmals ist das Ende eigentlich nur der Anfang ...

Während ihr euch mit zahlreichen Kombinationsaufgaben rumschlagt, solltet ihr nicht vergessen, dass ihr einen Fotoapparat euer Eigen nennt bzw. mit euch führt. Ein überaus wichtiges Utensil, mit dem ihr so einiges anstellen könnt. Egal ob verschiedenste Orte, Personen oder Gegenstände, alles ins rechte Licht gerückt sorgt dafür, dass ihr euch Extras in Form von bereits erwähnten Minispielchen, Videos als auch Bildern erknipsen könnt.

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