Tango Down bietet einen interessanten Ansatz mit guten Ideen, die aber sehr schwach präsentiert werden.
Blacklight: Tango Down
Im Hinblick auf die Multiplayer-Schlachten ist positiv zu erwähnen, dass die Spawn-Punkte von Geschütztürmen bewacht werden. Dadurch können sich potentielle Camper nicht wirklich in der Nähe der Respawn-Punkte aufhalten, um Gegner aufs Korn zu nehmen. Außerdem wird man nach ca. 5 Minuten automatisch aus dem Spiel geworfen, wenn man zu lange inaktiv an einer Stelle verweilt, was das Campen als solches ungemein erschwert. Wirklich innovativ ist der Hyper Reality Visor (HRV) mit dem man kurzzeitig durch Wände spähen und so feindliche Truppen entdecken kann. Wie gesagt; Der Einsatz dieses Geräts ist begrenzt und sollte immer wohl überlegt eingesetzt werden. Zusätzlich stehen EMP-Granaten zur Verfügung, welche die Sicht eurer Gegner und die des HRV trüben. Wer allerdings gelegte Bomben des Gegners entschärfen will, der muss hierfür ein entsprechendes Minispiel absolvieren, während die Kameraden den Rücken frei halten, was dazu führt, dass der Team-Gedanke geschärft wird und jeder für jeden einspringt.
Blacklight: Tango Down
Die Waffen des Spiels werden in verschiedene Kategorien unterteilt und so können verschiedene SMGs, Sturmgewehre, Snipergewehre, Shotguns und Pistolen eingesetzt werden, um die Gegnerschar zu dezimieren. Dabei haben die Entwickler ein klein wenig beim Spiel Borderlands abgeguckt und ermöglichen den Spielern verschiedene Waffen und Equipment-Kombinationen. Zielfernrohre, verschieden große Magazine, Waffenläufe und ähnliches Zubehör verändern dabei die Charakteristik der Waffen, wobei man diese erhält indem man durch Gegner-Abschüsse im Rang aufsteigt. Insgesamt gibt es an die 240 Kombinationen und fünf additionale Rüstungstypen geben, welche ihr freischalten und umbauen könnt. Der Levelcap liegt bei 70, doch bis ihr diesen Level erreicht, müssen sicher einige Gegner ins virtuelle Gras beißen. Zudem bieten die verschiedenen Kombinationen einen weiteren Anreiz sich durch Blacklight zu ballern.
Düsteres Szenario ohne Vollpreisspiel-Qualitäten
Blacklight: Tango Down
Das Setting von Blacklight: Tango Down ist futuristisch und düster gehalten, kann grafisch aber nicht mit den Vollpreisspielen des Genres mithalten. Für einen reinen Download-Titel ist die Grafik zwar weitestgehend in Ordnung, doch wenn man die Qualität eines Battlefield: Bad Company 2 oder die eines Modern Warfare 2 gewohnt ist, wird man anfangs sicherlich schlucken. Das Ganze macht einen durchaus tristen Eindruck, wobei die Darstellung der Explosion einer EMP-Granate der wohl größte Schachpunkt ist. Sicherlich mag es ein Stilmittel sein, wenn eine riesige Pixelwolke auf dem Bildschirm erscheint, doch zeitgemäß ist dies sicherlich nicht. "Schäbig" sieht so etwas aus, um es mal deutlich auf den Punkt zu bringen. Vergleicht man Blacklight jedoch mit anderen Download-Titeln, so ist die Grafik passabel und dem Preis des Spiels durchaus angemessen.
Blacklight: Tango Down
Musikalisch hingegen plätschert Blacklight ebenfalls vor sich dahin und schafft es nicht, den Spieler durch treibende Rythmen anzufeuern. Da es auch kein Intro oder Zwischensequenzen gibt, entfallen auch mögliche Dialoge, was der Atmosphäre sichtlich schadet. Da es auch keine wirklich einleitende Geschichte, oder gar Vorgänger-Spiele gibt, fällt es somit schwer Rückschlüsse auf bereits vergangene Geschehnisse zu ziehen, bzw. sich mit den Charakteren zu identifizieren.
