Blazing Angels: Squadrons of WW2 im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Zwar keine HD-Grafik, dafür ein völlig neues Fluggefühl dank spezieller Wii-Steuerung.

Alles bestens im Griff?

Blazing Angels: Squadrons of WW2 Blazing Angels: Squadrons of WW2 Die Steuerung in "Blazing Angels" war auch schon auf den anderen Konsolen etwas besonderes. Ubisoft präsentierte uns ein actionreiches Kriegsspiel, ohne uns zu sehr mit den eigentlich nötigen Raffinessen eines Flugzeugs zu konfrontieren. Es gibt weder Höhenmesser noch müsst ihr die Geschwindigkeit und ähnliches beachten. Dasselbe simple Gamplay bietet natürlich auch die Wii Version, wobei die Entwickler es sich nicht nehmen ließen, die Bewegungsmöglichkeiten einzubinden. Spielt ihr in den Standardeinstellungen, ist der Nunchuk sensitiv auf eure Handbewegungen und mit der Wii-Remote werden nur zusätzliche Funktionen aktiviert. So schaltet ihr mit der A-Taste zum Beispiel in die bekannte Verfolgerkamera. Abgefahrene Loopings und Sturzflüge durchzuführen, ohne dabei den Blick auf den Gegner zu verlieren, hat durchaus Vorteile gegenüber andere Flugspiele, welche bei solchen Manövern oftmals in einen Drehwurm enden. Ein Gewisses Geschick im Umgang mit dieser Kamera muss man aber erlernen, da in heftigen Gefechten durchaus der Überblick verloren geht und man nicht mehr weiß, was Oben und Unten ist. Hat man dies aber erst einmal in Griff, steht den spannenden Luftkämpfen nichts mehr im Wege. Alternativ könnt ihr die bewegungssensitive Handhabe auch umkehren und die Wii-Remote dafür nutzen. Welche Variante nun die bessere ist, liegt eindeutig im Auge des Betrachters.

Mit dem Stick wird das Flugzeug beschleunigt und alternativ natürlich auch abgebremst, wenn dieser nach hinten gezogen wird. Um den Vogel aber in die Luft zu bekommen, muss der Nunchuk bzw. die Wii-Remote angehoben werden, was anfänglich recht verwirrend ist und mit den Stick verwechselt wird. Habt ihr einige Meter zum Boden gut gemacht, könnt ihr frei wie ein Vogel durch die Lüfte sausen. Kippen des Controllers bewirkt eine Schräglage des Flugzeugs und leitet somit den Kurvenflug ein, gepaart mit der Geschwindigkeit lassen sich auch deutlich unterschiedliche Radien fliegen. Nach dem Tutorial sollte man durchaus mit den Maschinen umgehen können, wobei die bewegungssensitive Steuerung wahrlich ein Segen für das Spiel ist. Es macht einfach tierisch Spaß, den Steuerknüppel quasi in der Hand zu halten und diesen zu drehen und zu kippen. Etwas mehr Feintuning hätte die Steuerung aber vertragen können, da man nicht selten über einen gewissen Kipppunkt hinaus kommt und die Steuerung somit ins trudeln gerät. Das Problem zeigt sich dann meist in einer schrägen Fluglage, welche selbst mit einer entgegen gesetzten Drehung sich nur schwer korrigieren lässt.

Die meisten Funktionen sind optimal auf den Controllern verteilt, manche aber doch etwas ungünstig positioniert. In hektischen Flügen mit einigen Geschwindigkeitswechsel wird oftmals ungewollt zwischen den angepeilten wechselt Zielen hin und her geschalten, da dies mit einer Bewegung des Sticks nach rechts geschieht. Habt ihr dabei die Verfolgerkamera (A-Taste) eingeschalten, gerät das Blickfeld übel ins Schwanken. Sieht man davon mal ab, kann man durchaus gut mit der Wii Version zurecht kommen. Alternativ zu der Nunchuk / Wii-Remote Steuerung könnt ihr auch nur die Fernbedienung nutzen. Davon können wir aber definitiv abraten, da auf die wenigen Tasten einfach zu viele Funktionen gelegt werden mussten.

Grafik & Sound

Blazing Angels: Squadrons of WW2 Blazing Angels: Squadrons of WW2 Optisch wird man von der Wii-Version, zumindest im Vergleich mit der seit einem Jahr erschienenen Xbox Variante, ziemlich enttäuscht. Zwar wurden die Level komplett übernommen und ihr dürft nach wie vor über eine vollkommen in 3D modellierte Stadt wie London oder Paris hinweg sausen, doch hat die Detailtiefe ein wenig abgenommen. Zwischen den Häusern sieht man nur noch vereinzelt einige Panzer und Stellungen, auch einige Bäume lassen sich durchaus ausmachen, sofern man im Tiefflug ist. Ansonsten "prahlt" dieser Ableger leider mit sehr unscharfen Texturen und einem recht trübem Ausblick. Die Technik lässt sich quasi mit einer nie veröffentlichten Playstation 2 Variante vergleichen. Immerhin kämpft man nicht mehr mit einem Tearing-Problem, hat es aber nach wie vor mit einigen Einbrüchen in der Framerate zu tun. Diese halten sich aber zum Glück in Grenzen. Hervorzuheben sei an dieser Stelle, dass man in der Wii Version tatsächlich in eine Cockpitansicht umschalten kann. Deutlich besser kommt man aber mit der altehrwürdigen Kamera aus der Sicht einer dritten Person bzw. der Verfolgerperspektive klar.

Nach wie vor ist die Sprachausgabe in Englisch, während textliche Übersetzungen für das Verständnis sorgen. Im Kampf gegen die Deutschen oder Japaner wird man aber neuerdings auch mit deren Heimatsprache konfrontiert. "Ich wurde getroffen!", schallt es aus den Boxen, wenn der Deutsche einen Abflug macht und wüste unverständliche Laute quäken aus dem Funkgerät, wenn die Japaner sich aufregen. Nach wie vor sind die Synchronsprecher nicht das Gelbe vom Ei, aber Dank der zusätzlichen Sprachen und auch der "Onkelstimme" des Kommandanten kommt schon etwas mehr Pep auf. Ansonsten wird die Schlacht mit guten Soundeffekten wie Explosionen und Motorgeräusche, wie auch orchestralen Soundtrack unterstützt und runden das Erlebnis ab.

Meinung

Wertung zu Blazing Angels: Squadrons of WW2 (Wii)

Wertung:

7.3 /10
Pro & Contra
Recht abwechslungsreiche Einsatzortesehr gelungene Verfolgerkameraimmer voller Ätherbis auf kleine Mankos herrliche Steuerungdie Flugzeugsounds inkl. derer Waffendie zusätzlichen Mini-Kampagnenendlich Synchronsprecher für den Hauptdarsteller
Schwache grafische Leistungeneinbrechende Frameraterecht gleiche MissionszieleÜbersteuern der bewegungssensitive Handhabe möglich
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