Die traurige Geschichte von einem ambitionierten Projekt, das einfach viel zu früh auf den Markt gebracht wurde.
Boiling Point: Road to Hell
Natürlich muss man dem Spiel die enorme Größe der simulierten Welt hoch anrechnen und deshalb auch das ein oder andere Auge bei der technischen Bewertung zudrücken, doch wenn einige Problem einfach nur auf schlechte Programmierung und fehlende Qualitätssicherung zurückzuführen sind, werden auch wir sauer. In Boiling Point wirkt einfach viel zu vieles absolut unfertig und macht den Eindruck, als hätte es noch nicht einmal das Beta-Stadium erreicht. Allem voran die Steuerung der Fahrzeuge, welche direkt aus der Hölle zu kommen scheint. So unpräzise und frustgeladen haben wir uns wohl seit dem ersten Teil von Test Drive nicht mehr durch ein Computerspiel bewegt. Auch akustisch ist der Titel eine digitale Katastrophe: Obwohl man anscheinend jeden einzelnen Dialog als echte Sprachausgabe in die knapp 4 Gigabyte große Installation gepackt hat, sind die gelangweilt ins Mikrofon gehauchten Sätze leider völlig falsch mit der Umgebungslautstärke abgemischt worden und grundsätzlich zu leise oder mitten im Satz abgeschnitten. Deshalb entscheidet man sich schnell dazu, nur noch die deutschen Bildschirmtext zu lesen und auf den Vertonungs-Totalausfall zu verzichten. Wir könnten an dieser Stelle sicherlich noch über mehrere Absätze von den größtenteils technischen Schwachstellen dieses Titels berichten, doch machen wir es einfach kurz und bündig: Boiling Point ist ein mehr als unfertiges Spiel, das leider gänzlich ohne Qualitätssicherung auf den Markt gebracht wurde.
