Dieser Titel versetzt uns in eine Welt voller Piraten, rauher See und stolzer Schiffe welche die Weltmeere durchpflügen.
Diese Stadt ist unser! - Das Gildenwesen
Bounty Bay Online
Wer die Kontakte dann intensivieren möchte, tritt einer der zahlreichen Spielergilden bei oder macht gleich selbst eine auf. Die Gilden spielen in Bounty Bay eine für die Zukunft immer wichtiger werdende Rolle, denn hier ist es nicht nur möglich, Freunde für Forschungs- und Kriegsmissionen zu finden, oder eine der zahlreichen Gildenmissionen auszuführen. Gilden, die mächtig genug sind, können andere Gilden zu Kampf und Ruhm, Ehre und natürlich Gold auf speziellen, episch großen Schlachtfeldern herausfordern oder, wenn sie richtig mächtig sind, eine ganze Stadt für sich vereinnahmen. Sollte dies nach einer großen Schlacht, in der die Gilde auch befreundete Gildenhäuser einladen kann, auf ihrer Seite zu kämpfen und andere Gilden sich gegen diesen Plan stellen können, gelingen, darf der Sieger sich über weitgehende Stadtrechte wie die Einnahme von Steuern freuen. Dies ist aber ein eher seltenes Ereignis, wichtiger ist das schon die "normale" Gildenarbeit, wenn es darum geht besonders hartnäckige Instanzen in der Spielwelt zu erforschen.
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Die Spielwiese beseht nämlich nicht nur aus Wasser und Städten, auch der mehr oder weniger klassische Dungeon will gemeistert sein. Hinter solchen befinden sich nämlich die größten und spektakulärsten Entdeckungen, die gemacht werden können. Weitreisende finden die hängenden Gärten von Babylon, alte Tempel und vergessene Städte oder das Grab der chinesischen Kaiser. Viele Geschichten aus der Sagenwelt wurde in Bounty Bay eingearbeitet und wie in den Geschichten werden sie auch gelegentlich von Fabelwesen beschützt. Minotauren und gelegentliche Seeungeheuer sind allerdings die einzigen Fantasyelemente, Magie ist für Spieler selbst kein Thema und auch nicht für die größte Gefahr der See, die Piraten. An solchen mangelt es nicht und sie haben auch ihre eigenen Stützpunkte, die man als Spieler auf eigene Gefahr anläuft. Der sicher berühmteste, Tortuga, ist übrigens einer der ganz wenigen Posten, die sich 1500 schon an der amerikanischen Küste finden. Eigentlich ist das auch schon ein Anachronismus, denn Tortuga entstand erst 100 Jahre später, aber ein Spiel mit Piraten und ohne Karibik traute man sich dann wohl doch nicht. Die dritte Anlaufmöglichkeit neben Städten und Piratennestern sind die Abenteurerpunkte, die viele Gegner, Schätze und Geheimnisse für alle Teams bergen, die gut und mutig genug sind sie zu finden und erkunden.
Über den Horizont und weiter
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Um zu all diesen Orten zu gelangen, ist allerdings schon Geduld, Planung und nicht zuletzt ein wenig Glück nötig, denn einen Ozean zu überqueren soll ja nicht zu einfach sein. Für jeden Tag auf See wird eine bestimmte Menge an Proviant verbraucht, je härter die Crew arbeiten muss, desto mehr verbraucht sie, um dass Schiff mit voller Fahrt am Laufen zu halten. Ist das letzte Stück Zwieback aufgebraucht, heißt es weiter mit Minimalgeschwindigkeit. Die Crew fängt zwar nicht an zu meutern, tut aber auch sonst nicht viel und ist solchen Momenten ist man leichte Beute für andere Schiffe. Dieser Aspekt ist spielerisch nicht schlecht, da man nicht zu sehr bestraft wird, sollte man mal zuwenig Rationen eingeplant haben, weit nerviger sind die Zufallsevents auf See. Plötzlich kann mitten im Atlantik eine kleine Nachricht aufpoppen, dass für die nächsten fünf Minuten Echtzeit alle 20 Sekunden die Segel Schaden nehmen, ohne dass der Spieler irgendetwas dagegen unternehmen könnte. Diese Events gibt es zum Glück nur bei sehr weiten und nicht alltäglichen Fahrten, stören tun sie trotzdem. Richtige Stürme gibt es allerdings auch, die man mit Geschick dann durchfahren muss. Wer hier nicht vorsichtig ist, findet sich schnell mit einem schwer demolierten Schiff im letzten Hafen wieder.
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Beim Sterben ist Bounty Bay gnädig. Angeschlagen und mit weniger Ladung wird der Spieler zurück zum letzten sicheren Port of Call geschickt, wo er dann, Kleingeld vorausgesetzt, seinen Kahn flicken, eine neue Mannschaft heuern und wieder in Seestechen darf. Auch ein Tod an Land wird nicht viel härter als das bestraft, so dass ruhig auch gefährlichere Events angegangen werden können, ohne in ständiger Sorge zu sein, alles zu verlieren. Prinzipiell ist es jederzeit, außer in neutralen Häfen, möglich, über andere Spieler herzufallen, sei es an Land oder auf See. Das bringt uns auch zum inoffiziellen Berufszweig, der sicher sehr populär ist: Das Piratentum. Wer ständig harmlosen Händlern auflauert und andere Spieler aufs Korn nimmt, wird bald einen entsprechenden Ruf genießen. Dieses Leben ist natürlich trotz der Möglichkeit jetzt gefahrlos die Piratenhäfen nutzen zu können, nicht ohne Risiko, denn Beliebtheitspreise gewinnt man damit nicht. Mitglieder von Piratengilden werden fast überall unter Feuer genommen, aber schließlich, viel Feind, viel Ehr und die Beute lohnt sich.
Stabiles Spielen mit Sprachproblemen
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Für die Zukunft gibt es beim Entwickler große Pläne, denn neben Events, Schlachten und kleine Stories soll vor allem die Zeitlinie weiter bis in das 17. Jahrhundert ausgebaut werden, wobei dann mehr oder weniger historisch korrekt neue Städte und Questen hinzugefügt werden. Zunächst befindet sich aber ein anderes Projekt in der kurzfristigen Pipeline, nämlich eine halbwegs fehlerfrei Übersetzung. Zum Zeitpunkt dieses Tests ist Bounty Bay noch mit der ersten Oblivion-Version zu vergleichen, denn davon einmal abgesehen, dass manche Texte in schlechtem Deutsch verfasst sind, gibt es auch welche, die ein Deutsch-Englisch Kauderwelsch bieten oder, am schlimmsten, offensichtlich gar nicht übersetzt sind. Seltsame Sonderzeichen aus der asiatischen Version blieben hier und da übrig, aber all dies wäre nicht so dramatisch wenn es bei einigen, ganz wenigen Events nicht dadurch unmöglich wäre, zu verstehen, was jetzt eigentlich passiert. Mindestens eine Missionsbeschreibung ist auch falsch übersetzt und so irrt der Spieler eine ganze Weile orientierungslos durch die Gegend. Im Telefonat mit dem Hersteller versprach dieser Besserung innerhalb der nächsten Wochen und es sei ihm auch dringend angeraten, sich daran zu halten.
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Ansonsten zeigt sich Bounty Bay technisch relativ reif. Der Client installiert sich ohne Probleme und zieht sich auch brav bei jedem Neustart des Spiels die verfügbaren Updates, ohne dass es hierbei Schwierigkeiten geben würde. Auf jedem Server gibt es ca. 5000 Spieler, die ohne Probleme verwaltet werden, denn Lags fielen währen der Testphase nicht auf. Selbst in überfüllten Häfen läuft Bounty Bay ohne zu murren und nur mit einem ganz seltenen Zucken. Technisch bewegt man sich am Anfang noch auf eher niedrigen Niveau, hässlich ist das Spiel aber auf keinen Fall, lediglich die doch recht niedrige Polygonzahl von Objekten fällt auf. Dies bessert sich aber im Spielverlauf und einige der ferneren Ziele lohnen schon grafisch die weite Reise. Das es eigentlich nur vier Charaktersets gibt, wird durch das reichhaltige Angebot an Kleidung und Rüstung ausgeglichen, wer möchte, kann sich sehr individuell herausputzen. Besonders positiv sind die Ladezeiten. Nie mehr als zwei Sekunden musste der Tester mit einem Mittelklasse-Rechner warten, bevor sich das Schiff auf See oder der Charakter im nächsten Abschnitt befand. Beim Sound sieht es dagegen etwas trüber aus, denn die Musik ist zwar passend und klingt trotz der offenbar nicht allzu teuren Synthis gut, nur gibt es leider sehr wenig davon. Schon nach wenigen Spielstunden sind die ca. 40 Tracks wohlbekannt. Die Soundeffekte dagegen können als sehr nett bezeichnet werden, besonders das Donnern der Kanonen und das Knirschen eines sinkenden Gegners erfreuen das Seemannsherz.
