Gerade hat EAs MoH Heroes den Genre-Thron bestiegen, da wird er auch schon von Gearbox' BiA D-Day verdrängt.
Grafischer Augenschmaus
Brothers in Arms D-Day
Während schon die Konsolen- und PC-Version von "Brothers in Arms" überzeugen konnte, spielt auch der PSP-Ableger auf Champions League - Niveau: Denn was uns die Entwickler von Gearbox hier präsentieren, sucht zumindest im Ego-Shooter-Bereich seinesgleichen. In jedem Level erwarten euch unzählige Details und eine herrliche Weitsicht, die auch auf der Playstation Portable sehr gut rüberkommt. Vor allem die Mission, in der ihr auf dem Kirchturm steht und von oben herab die anstürmenden Deutschen erledigt, zeigt, zu was die PSP im Stande ist. Da das Szenario natürlich dasselbe wie in "Brothers in Arms: Road to Hill 30" und "Brothers in Arms: Earned Blood" ist, mussten die Entwickler natürlich die gesamte Szenerie nachstellen - und das ist ihnen auch hervorragend gelungen. Die waldigen Landschaften sind übersäht von Hecken, Bäumen oder toten Tieren, die als Schutz gegen feindliches Feuer genutzt werden können. Die einzelnen Soldaten und Waffen sehen sehr schön detailliert aus und können die Präsentation von "Medal of Honor Heroes" noch um Längen überbieten - Vor allem die Zwischensequenzen lassen das Zockerherz höherschlagen. Einziger Wehrmutstropfen sind die gelegentlichen Framerateeinbrüche, die gelegentlichen in hektischen Gefechten auftreten. Wen das allerdings nicht stört den erwartet ein grafischer Augenschmaus: Denn beispielsweise sieht man im Hintergrund mancher Karten Explosionen und auch die Wettereffekte wurden 1A in Szene gesetzt: Egal ob Gewitter, ein herrlicher Sonnenuntergang oder der gegen den Bildschirm tropfende Regen - hier lassen die Entwickler die Muskeln der PSP spielen.
Brothers in Arms D-Day
Auch in Sachen Sound kann der PSP-Ableger der "Brothers in Arms"-Serie überzeugen: Genau wie das PSP-"MoH" wurde das gesamte Spiel ins Deutsche übersetzt und vor allem die Synchronsprecher können überzeugen. Hier fällt nur auf, dass sich die verschiedenen Soldaten in den Zwischensequenzen gelegentlich ins Wort fallen, was dann für den Spieler zu einem unverständlichen Wortgewirr wird - Glücklicherweise ist dies aber nicht besonders häufig. Die sonstigen Umgebungsgeräusche und auch Waffengeräusche können auf ganzer Linie überzeugen. Im Bereich der Steuerung sieht es da allerdings schon anders aus und gerade hier werden sich wohl die Meinungen spalten. Denn anders als im EA-Konkurrent gibt es hier nur zwei Auswahlmöglichkeiten bei der Steuerung - Die angenehmste ist wohl diejenige, mit der ihr die Spielfigur mit dem Analog-Nub jeweils Vorwärts und Rückwärts steuert und euch gleichzeitig seitlich umseht. Um in die freie Ansicht zu gelangen, müsst ihr die O-Taste drücken, dann könnt ihr mit Kimme und Korn den Gegner anvisieren - ähnlich wie in "Medal of Honor Heroes" wurde in "Brothers in Arms: D-Day" auf eine automatische Zielhilfe verzichtet, was die ganze Angelegenheit noch realistischer macht. Mit der X-Taste duckt ihr euch, wobei die Dreiecks-Taste wie oben bereits erwähnt zum Befehle verteilen verwendet wird. Beispielweise könnt ihr mit Hilfe der Taste Sperrfeuer befehlen oder einen virtuellen Kamerade in eine MG-Stellung schicken. Die L-Taste dient zum Ausführen der seitlichen Schritte, allerdings braucht ihr sie im Spielverlauf nicht sonderlich oft. Insgesamt können wir also zwar ein gutes Fazit in Sachen Steuerung ziehen, dennoch kann hier EAs PSP-Shooter mehr überzeugen, was vor allem an den zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten liegt - in "Brothers in Arms: D-Day" wirkt die Steuerung leicht überladen und vor allem in hektischen Situation führt das zu Frustmomenten.
