Brothers in Arms - Road to Hill 30 im Gamezone-Test
Brothers in Arms lässt uns die Geschehnisse um den D-Day hautnah miterleben, als wären wir dabei gewesen.Multiplayer
Lastensegler am Boden
Kaum ein Ego- oder Taktikshooter der uns nicht auch einen Multiplayer-Part bietet. So auch Brothers in Arms, das uns auf den ersten Blick sogar nur mit mageren vier Spielern erlaubt im LAN oder per XBL zu spielen. Wer nun aber dachte dort die bekannten Deathmatch und CTF-Varianten vorzufinden, wird positiv überrascht werden. Denn statt uns die bekannte Standardkost aufzutischen hat man sich bei gearbox wirklich Gedanken gemacht und einen MP-Part eingebaut der sich angenehm vom Einheitsbrei gewisser anderer Hersteller abhebt. So gibt es viele verschiedene Karten auf denen wir entweder Einer gegen Einen oder insgesamt zu viert spielen können. Dabei besitzt jede einzelne Karte ein bestimmtes Ziel, welches die eine Partei erreichen muss während die andere Partei versucht dies zu verhindern. In einer Mission geht es beispielsweise darum, dass die US-Soldaten versuchen müssen zwei Flak-Stellungen auszuschalten welche die naheliegenden Felder bewachen, um die Landung der Lastensegler zu ermöglichen. Klar, dass die Deutschen alles daran legen, dass es erst gar nicht soweit kommt.
Während man für das Spiel im lokalen Netzwerk nur die entsprechende Option auswählen muss, braucht man für das Spiel per XBL natürlich einen XBL-Account, um sich mit dem Service verbinden zu können. Schon steht einem Match mit dem Rest der Welt nichts mehr im Wege. Sehr schön auch, dass man im Gegensatz zur PS2 mit der Xbox ein angenehm flüssiges Gameplay geboten bekommt. So gibt es kaum Framerateneinbrüche und je länger man spielt desto kürzer werden die Ladezeiten.
Die Technik
Die Waffensicht über Kimme und Korn
Technisch gibt es an der Xbox-Version kaum etwas auszusetzen. Wer aber in den Genuss kommt alle drei Versionen für den PC, die Xbox und die Playstation2 zu spielen, wird diverse Unterschiede zwischen ihnen feststellen. Besonders die Level und allen voran die Framerate unterscheiden sich stark voneinander. Wo bei der PS2 die Mission bereits zuende ist, gibt es auf der Xbox noch ein Haus zu räumen und auf dem PC wartet noch der halbe Level. Auch viele der Objekte, und wenn es sich nur um tote Tiere oder Trümmerteile handelt, sind auf der PS2 nicht vorhanden und auf der Xbox nur noch teilweise. Am augenfälligsten aber ist die leider grundsätzlich recht niedrige Framerate auf der PS2, die sich mitunter schon auf das Gameplay auswirkt, wohingegen es auf der Xbox nur selten zu Slowdowns kommt und auf dem PC praktisch gar nicht mehr. Wer also die Wahl hat, sollte zur PC-Version greifen und erst dann die Xbox und zuletzt erst die PS2-Version ins Auge fassen.
Ex Rommelspargel
Die Soundkulisse gefällt besonders wegen der gelungenen deutschen Lokalisierung und der authentischen Waffengeräusche. Hört sich das Repetiergewehr noch wie ein platzender Wasserschlauch an, taugt das MG-Geschütz schon unser Trommelfell zu massieren und ein explodierendes Panzergeschoss schließlich um die ganze Wohnung vibrieren zu lassen. Einzig das mitunter völlige Fehlen von Hintergrundmusik fällt etwas auf, ist aber oft genau so gewollt um die Dramatik der Situation zu verstärken. Denn wenn unser Kamerad mit lautem Geschrei zusammenbricht während uns sein Blut besudelt, vermisst man die fehlende Musik kein bisschen.