Burnout Crash! im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Crash! Boom! Bang! Mit viel Humor fabriziert Criterion Games massig Blechschrott, aber auch durchaus spielerische Unterhaltung!

Burnout Crash! Burnout Crash! Criterion Games hat sich aber einige witzige Ideen einfallen lassen. Im Road Trip Modus, welchen der Entwickler als Survival bezeichnete, darf kein Fahrzeug die Konfliktzone unbeschadet passieren, andernfalls wird uns ein Versuch abgezogen. Man überlebt solange nicht fünf Fahrzeuge die Flucht ergreifen konnten. Dem Krankenwagen sollten wir aber wiederum Raum schaffen, denn dieser gibt uns einen Versuch zurück, sofern dieser heil die Patienten aus der Gefahrenzone bringen kann. Rush Hour gleicht dem Modus aus Burnout Revege, bietet aber wesentlich mehr Chaos aufgrund des erhöhtem Verkehrsaufkommen! Die Kreuzungen sind zudem gespickt mit Spezialfahrzeugen und Bonuscontent und bieten selbst nach mehrmaligen Versuchen immer wieder neue Möglichkeiten, mehr Punkte zu ergattern und in den Ranglisten aufzusteigen. Während in diesem Modus beständig die Uhr tickt, muss bei bei Pile Up ein möglichst großer Schaden anhand einer begrenzen Anzahl an Fahrzeugen erreicht werden. Aber mal ganz ehrlich: Grundsätzlich geht es stets um Chaos und möglichst viel Schaden, welches Ziel am Ende erreicht werden muss, ist da fast schon zweitrangig!

Bis dass der Meteor uns scheidet

Burnout Crash! Burnout Crash! Burnout Crash! haut auf das schon jetzt unterhaltsame Grundkonzept eines Pinball-Spiels mit Geschicklichkeits- und Puzzle-Einlagen noch eine ordentliche Schippe oben drauf. Allein die zahlreichen Objekte, in Hintergärten und Garagen versteckten Bonusfahrzeuge und zahlreiche andersartige Möglichkeiten, zusätzliche Punkte zu ergattern, motivieren über Tage hinweg auf Highscore-Jagd zu gehen. Multiplikatoren durch zerstörte Objekte oder Skillshots - mit einer Detonation weitere Wracks in herannahende Fahrzeuge schleudern - bieten vor allem feinfühligen Crash-Freunden viel Spielraum für ausgefeilte Techniken und Punkterekorde. Natürlich fehlen Ranglisten, vergleiche mit Freunden und zusätzliche Herausforderungen genauso wenig, wie ein passender Mehrspielermodus. Einzig allein der Faktor Zufall bezüglich des Verkehrs und den Explosionen sorgt für einen gewissen Dämpfer.

Doch auch am Gameplay hat Criterion Games noch geschraubt und neue, äußerst humorvolle Elemente integriert. Sobald die Energieleiste am oberen linken Bildrand seine Vollendung findet, wird zum Beispiel ein Tsunami ausgelöst, der nicht nur alles von der Straße fegt, was nicht niet- und nagelfest verankert ist, sondern ganze Häuserschluchten komplett von der Bildfläche verschwinden lässt. Ein heftiges Gewitter wiederum steckt einige Autos und ganze Häuser in Brand und wenn dann auch noch ein Flugzeug den Highway küsst und als Landebahn missbraucht, bleibt für den Abschleppdienst rein gar nichts mehr zu tun. Neben den verheerenden Katastrophen können auch die Cops einschreiten oder ein Tanklaster versucht mit qualmenden Reifen unserem Frack zu entfliehen, welches wir mit einem Megamagneten ausgerüstet haben. Diese speziellen Events werden nach einer gewissen Anzahl Fahrzeuge ausgelöst und sorgen für noch mehr Action, noch mehr Chaos und vor allem einem mächtigen Badabum!

Burnout Crash! Burnout Crash! Auch wenn die Optik und das Fahrgefühl etwas angestaubt wirken und wir die tolle 3D-Karambolagen ein wenig vermissen, überzeugt das neue Spielgefühl. Nur noch den einen Rekord, den nächsten Stern oder den nächsten Erfolg - man ertappt sich gerne dabei, mehr zu leisten, als man eigentlich bei einer Runde für zwischendurch geplant hatte. Ein absolut witziges Detail am Rande bietet auch der ebenfalls wieder gelungene Soundtrack: Während wir uns um das Chaos kümmern, wechselte das Wetter dank einer auftretenden Katastrophe vom klaren Sonnenschein an der kalifornischen Küste zu Regen und passend dazu ertönte plötzlich ein Jingle von "It's Raining Men" aus den Boxen. Der ankommende Krankenwagen wird wiederum stets mit "Dr. Beat" von Miami Sound Machine angekündigt - ganz ehrlich, wir mussten über diese witzige und stets situationsbedingte Integration von Lizenzsongs wirklich schmunzeln. Generell wird Burnout Crash! mit einem, wie Criterion es so schön sagte, Retro-Soundtrack versorgt, welcher uns in die 80er und 90er versetzen wird und nostalgische Gefühle aufkommen lässt.

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