Fans der Serie und der Vorgängerspiele erhalten wieder gut 10 Stunden spannenden Krimispaß.
Ab ins Labor
CSI: Tödliche Absichten
In den heiligen Hallen der Wissenschaft warten verschieden Abteilungen bzw. Bereiche darauf von euch genutzt zu werden. Egal ob DNA-Ermittlung und Vergleich, das Bestimmten von fremden Substanzen oder das Definieren von Fingerabdrücken, die Analyse verschiedener Stimmen sowie die Untersuchung von Beweisstücken unter dem Mikroskop sind Aufgaben, die von euch erledigt werden müssen. Waren im vorigen Teil die Abläufe recht vorherbestimmt und wurde euch die Arbeit in sich abgenommen, da ihr nur den betreffenden Bereich auswählen und im Anschluss das sogenannte "Match" bekommen habt, müsst ihr jetzt selbst Hand anlegen. Beispielsweise bei der DNA-Analyse puzzelt ihr mit den Vergleichswerten umso nicht nur herauszufinden welche DNA ihr vorliegen habt, sondern ob sie auch mit andere Proben übereinstimmt oder gar mit dem Täter in Verbindung gebracht werden kann. Auch die Fingerabdrücke bedürfen nun größerer Sorgfalt und es braucht ein bisschen Geschick von euch, die passenden Spuren zu vergleichen und einen Treffer zu landen. Unter dem Mikroskop könnt ihr Beweise sprichwörtlich genau unter die Lupe nehmen, so dass ihr frische Anhaltspunkte erhaltet, mit denen ihr weiter ermitteln könnt. So wie z.B. im ersten Fall, da die zunächst als "Jane Doe" geführte Tote im Zuge der Untersuchungen doch ein Name, u.a. dank einer Zahnprothese, bekommt. Zerbrochenes, Einzelteile und dergleichen mehr lassen sich an einem hell beleuchteten Tisch wieder zu einem Ganzen zusammenführen, so dass auf dem wieder auferstandenen Gegenstand neue Spuren gesichert werden können. Hilfreich ist auch immer wieder der Besuch bei Dr. Robins, dem Gerichtsmediziner, der nicht nur Informationen (Todesursache, Mordwaffe, usw.) für euch bereit hält, sondern das ein oder andere Mal ergänzende Beweise zu Tage fördert, die ihr dann wiederum untersuchen und in das Mordpuzzle einfügen könnt.
Ohne Durchsuchungsbefehl geht nichts
CSI: Tödliche Absichten
Anders als im Vorgänger könnt ihr jetzt nicht mehr einfach so Tatverdächtige und/oder Zeugen vorladen und verhören. Um die betreffenden Personen befragen zu können, vor allem dann, wenn sie im Verdacht stehen definitiv etwas mit dem Mord zu tun zu haben, müsst ihr Captain Brass einen Besuch abstatten. Nicht nur, dass man sich mit Brass über den Ermittlungsstand unterhalten kann und er hin und wieder auch brauchbare Informationen hat, er entscheidet auch, ob ihr eine Vorladung oder einen Durchsuchungsbeschluss bekommt oder nicht. Sind die Beweise, die ihr Brass neuerdings vorlegen müsst, stichhaltig und überzeugend, bekommt ihr das benötigte Dokument. Damit lassen sich dann weitere Untersuchungen an neuen möglichen Tatorten ausführen als auch Verdächtige ins Präsidium holen, die dann von euch ausgequetscht werden können. Hier greift dann gleichfalls die Option, dass man Zeugen bzw. potentielle Täter anhand von Beweisen des Lügens überführen kann, sollten sie im Verhör versuchen euch ein X für ein U vorzumachen.
CSI: Tödliche Absichten
Sämtlich beschriebenen Vorgänge greifen ineinander und verlangen außerdem, dass ihr zwischendrin nicht nur die neu freigegebenen, mit dem Tatort bzw. dem Tathergang verbundenen Orte besucht, sondern auch bereits vermeintlich abgegraste Bereiche nochmals unter die Lupe und vor allem auch vorhandene Zeugen bzw. Personen immer wieder in die Mangel nehmt. Dazu kommt stets eine Stippvisite im Labor, wo neue Beweise mit bekannten Fakten verglichen und kombiniert werden, so dass ihr am Ende den Täter überführen könnt. Solltet ihr einmal ins Stocken geraten, nutzt die Menüfunktion bzw. die vorhandene Fall-Akten, in denen eure Ergebnisse dokumentiert und jederzeit nachverfolgt werden können. Auch mögliche neue Schritte zur Aufklärung des Verbrechens sind in Form von kurzen, knackigen Tipps zu finden. Im Übrigen könnt ihr in den Einstellungen bestimmen wie deutlich - oder auch nicht - diese Tipps ausfallen sollen.
Im Auge des Betrachters
CSI: Tödliche Absichten
Eines muss man 'CSI: Tödliche Absichten' auf jeden Fall vorwerfen: Selbst wer die Serie gut kennt, wird nur mit viel Fantasie die Darsteller erkennen. Markant erscheinen noch die beiden Charakter Dr. Robins und Chef-Ermittler Langston, aber damit ist auch schon Schluss. Bezogen auf die Gesichter sowie die Mimik müssen die Entwickler definitiv noch viele Hausaufgaben erledigen, denn die Herrschaften sind alles andere als gelungen. Nicht falsch verstehen, zum Davonlaufen sind sie auch nicht, aber es geht gesamt einfach besser und vor allem auch detailreicher, wie viele andere Spiele schon bewiesen haben, in denen man Wert auf Gesichter gelegt hat. Dagegen sie die Örtlichkeiten wie Labore, Tatorte, Büros, Leichenhalle und dergleichen mehr zweckmäßig ausgefallen. Eine gewisse sterile Ausstrahlung lässt sich nicht absprechen, welche allerdings gut ins Konzept als auch zum Thema passt. Bezogen auf das Finden von Beweisen zeigen sich die Umgebungen allerdings ein wenig karg und wenig zugänglich. Natürlich war der Wunsch nach Herausforderung Mutter des Gedanken, doch leider ist ein vertrockneter, dunkelroter Blutfleck auf einem dunkelroten Teppich irgendwie dann ein wenig zu viel des Guten.
CSI: Tödliche Absichten
Arbeiten bzw. Ermittlungen die im Detail ausgeführt werden müssen, wie die Analyse unter dem Mikroskop oder die DNA-Aufschlüsselung können sich sehen lassen. Ordentliche, saubere Darstellungen - gilt gleichermaßen für die Präsentation auf einem 4:3 Röhren-TV sowie einem HDTV - helfen, dass die Aufklärung des Mordes von Erfolg und nicht von Frustration gekrönt wird. Dabei leistet auch die recht gut gewordene Steuerung ihren Beitrag, wenngleich diese partiell überaus sensibel reagiert und man so gern über das Ziel hinaus schießt. Vom PC adaptiert, bedient ihr einen großen Cursor, mit dem sich dann alle weiteren Aktionen per Tastendruck (auswählen und bestätigen oder in Form drehen und bestätigen) ausführen lassen.
