Call of Duty: World at War im Gamezone-Test

Test Goreminister

Zurück im 2. Weltkrieg bietet Treyarch Action pur mit einem verbesserten MP-Modus, aber auch diversen Einschnitten.

CoD4-Multiplayer Mode 2.0

Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Wie verbessert man einen Multiplayer-Mode der eigentlich schon zuvor superb in Szene gesetzt wurde? Eigentlich gar nicht, da Treyarch diesen Faktor komplett aus dem vierten Teil übernommen, die Optik der Menüs beibehalten und noch verfeinert hat. So bekommen wir weitere Spielmodi geboten und erhalten zudem die Möglichkeit, die komplette Kampagne auch kooperativ zu bestreiten. Wer sich also nicht alleine durch das Kriegsgebiet schlagen möchte, kann bis zu drei weitere Freunde an seine Seite holen. Zu viert sind die Überlebenschancen immerhin noch größer und gerade wenn die Absprache innerhalb des Teams stimmt, ist kein Feindwelle zu groß und kein Panzer zu stark gepanzert. Man muss aber nicht unbedingt mit drei Freunden antreten, sondern kann auch zu zweit oder dritt spielen. Fällt ein Kollege im Gefecht, muss dieser nicht zwangsläufig liegen gelassen, sondern kann geheilt werden, wobei man hierzu keinerlei Medipacks oder ähnliches benötigt. Einfach auf den angeschossenen Kameraden zugehen, heilen und schon steht er wieder auf den Beinen. Besonderen Spaß bringt hierbei der Zombie-Mode, welcher ähnlich gestrickt wurde wie der Horde-Modus eines, in Deutschland indizierten, Titels aus dem Hause Epic. Leider fehlt dieser gänzlich in der deutschen Version des Spiels, aber mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Neben klassischen Spielvarianten wie Deathmatch oder Team-Deathmatch - bzw. Capture the Flag - gibt es Onlinekämpfe, in denen die Spieler entweder nur zu zweit oder in Teams zu je acht Kämpfern gegeneinander antreten können. Stellungen halten, wieder verlieren, Explosionen oder Schüssen ausweichen und dabei gekonnt einen Abschuss nach dem anderen für sich verbuchen lautet hier abermals die Devise. Viele der Modi stehen nach wie vor nicht von Anfang an zur Verfügung. So muss man sich, ganz im Stile des Militärs Rang für Rang hinaufkämpfen. Erreicht man bestimmte Stufen, werden neue Modi, Waffen oder Herausforderungen frei geschaltet. Letztere sorgen neben den packenden Gefechten für eine zusätzliche Motivation, da man Punkte für das Absolvieren bestimmter Aufgaben erhält und diese natürlich beim Aufstieg hilfreich sind. Zu diesen Aufgaben gehören unter anderem knifflige Missionsziele bei denen man mehrere Mitstreiter im Nahkampf erledigen muss. Allein diese Herausforderungen steigern die Langlebigkeit des Titels enorm, da der geneigte Spieler natürlich alle erfüllen möchte.

Diese Herausforderungen sind nach wie vor sehr motivierend und hat man beim Vorgänger noch die Vergabe von Gamerscore-Punkten im Mutliplayer Mode vermisst, so kann man bei Call of Duty: World at War den ein oder anderen Punkt in den verschiedenen Modi ergattern. Deswegen lohnt es sich besonders, sich in die Multiplayer-Kämpfe zu stürzen, bzw. eine kooperative Partie zu bestreiten. Wer sich allein durch das Spiel kämpft kann nach Abschluss auf der leichtesten Stufe rund 100-150 G mehr auf seinem Gamerscore-Konto verbuchen.

Willkommen im klinisch bereinigten Kriegsgebiet

Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Es ist schon traurig, dass man dem Thema Zensur einen kompletten Abschnitt widmen muss, aber im Falle von World at War kommen wir leider nicht daran vorbei, da die Schnitte in der deutschen Fassung viel zu gravierend sind und demzufolge Erwähnung finden müssen.
Treyarch kündigte bereits im Vorfeld an, dass der neueste Teil enorm düster, brutal und "dreckig" werden würde und habt damit beileibe nicht zuviel versprochen. In der deutschen Fassung bekommt man von diesem "Dreck" und den authentischen Szenen allerdings nicht mehr viel zu Gesicht, da die Blutmenge auf wenige (kaum sichtbare) Pixel reduziert wurde und auch die Ragdoll-Animationen einige Schnitte erleiden mussten. Ja, man kann den Flammenwerfer durchaus verwenden, sofern man dies jedoch tut plumpsen die getroffenen Feinde wie nasse Säcke zu Boden und fangen nur dezent visualisiert Feuer, anstelle brennend umherzulaufen und panisch zu reagieren. Darüber hinaus wurden die Blut- und Gore-Effekte wie abgetrennte Gliedmaßen aus dem Spiel, sowie aus den Zwischensequenzen selbst entfernt und einige davon sogar zusätzlich entschärft, bzw. um einige Sequenzen erleichtert.

Call of Duty: World at War Call of Duty: World at War Auch sämtliche Videos am Ende des Spiels, in denen Hitler und SS-Anhänger zu sehen sind wurden geschnitten und Swastiken, sowie weitere nationalsozialistische Symbole entfernt. Doch um ehrlich zu sein, gehören diese wohl zu der Art von Schnitten auf die man als Spieler ohnehin verzichten kann. Dabei hat man mit der Schere nicht nur vor grafischen Effekten halt gemacht, sondern auf fröhlich in der Synchronisation herumgeschnippelt. Diese Schnitte betreffen zwar nicht die eigentliche Sprachausgabe, dafür aber diverse Todesschreie der Gegner, die man nach deren Ableben eigentlich zu hören bekommen sollte. In der deutschen Fassung herrscht hier aber gespenstische Stille.

Und wer sich auf die "Nacht der Untoten" gefreut hatte wird ebenfalls bitter enttäuscht. Keine Zombies für das deutsche Land, da dieser Bonusmodus, ähnlich wie der Arcade-Mode im vierten Teil, gänzlich entfernt wurde.

Meinung

Wertung zu Call of Duty: World at War (X360)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Bombastische Optik mit sehr guter Grafiksowie SoundeffektenAufgepeppter und umfangreicher Multiplayer-Modus der mit einigen Neuerungen auftrumpfen kannMit 2-4 Player kooperativ spielbar10 Stunden Spielzeit in der Solo-KampagneKlassische und flüssige SteuerungAnsprechende AnimationenAusgereiftes Levelsystem im MPWWII-Szenario
WWII-SzenarioExtrem eintönige Story ohne wirkliche Highlights oder dichte AtmosphäreTeils deplazierte MusikeinlagenÄußert lineares Missionsdesign ohne wirkliche InnovationenAussetzer in der gegnerischen KIÄußerst stark geschnittene dt. Version ohne Zombie-Koop-Modus
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